Das Dialogprojekt

"Ach, da fällt mir schnell noch ein Gedanke ein, der die Welt verändert."










Suche:

Archiv

 

Dialog-Workshop mit Tobias Hartkemeyer
Bitte nicht vergessen!
Neuauflage des Buches von Johannes Schopp (2010): Eltern Stärken. Die Dialogische Haltung in Seminar und Beratung. Ein Leitfaden für die Praxis
Neuerscheinung: Soziale Arbeit im Dialog gestalten
Neuerscheinung "Der Dialog im Dialog" von Rolf Todesco
Sankt-Petersburg-Dialog
Neuauflage des Dialog-Buches von Johannes Schopp
"Dialogprozessbegleiterin - ein wunderschönes Wort ..."
Dialogprojekt im Iran
Braucht der Dialog Regeln?
Umfassender Überblick über den Bohm
Neu gestaltet auf unserer Webseite: Linksammlung
Für die Kopenhagener Klimakonferenz ...
Ein etwas anderer Beitrag zum Dialog ...
Weihnachtstanz
Ein Leben für den Dialog
Wie entsteht ein gutes Gespräch?
Der Dialog hat Russland erreicht!
Rundfunksendung am 15.04.2009 mit Martina & Johannes F. Hartkemeyer zum Dialog
Was heißt "Empathie"?
Kreativer Kopf und Vorreiter
Dialog als Grundlage der Begegnung von Kindertageseinrichtung und Schule
Dialogprojekt im Iran 2010
Was bedeutet "Konzentration"?
Was Erich Fromm zum Dialog sagt
Zum Dialog in der Elternbildung nach dem Konzept "Eltern Stärken"
Vortrag und Kurs mit Martina Hartkemeyer
Der Dialog in Island
Bewusstheit durch Begegnung
"Achtsamkeit üben im Dialog"
Können Sie mit der "Kiste kalter Wörter" etwas anfangen?
DIALOG.mACHT.SCHULE
Geschlechterdialoge
Dialogseminar in Teheran
Iran - Dialog statt Gewalt
Bitte lesen!
Hinweis
Der Dialog: Kollektives Denken als Trainingsinstrument
Das Geheimnis des Dialogs
Warum Gender-Dialoge?
Für "Last Minute"- InteressentInnen
"Geteilte Wahrheit = doppelte Wahrheit? - Der Dialog als Weg"
European Project for Interreligous Learning
Die Achse des Guten - Dialog im Iran
Ehrung für den Dialog
Dialogische Elternbildung in Teheran
Iranische Delegation in Osnabrück zu Gast
Presseberichte zum Dialogprojekt im Iran, 2. Phase (Februar 2006)
Das neue Dialogbuch
Rezensionen zu dem neuen Buch
On Dialogue - A Proposal / Übersetzung von Helga Pfetsch
Pressebericht zum Projekt "Liebend gern erziehen"
Stimmen und Rezensionen zum ersten Buch "Miteinander Denken"
Gespräch mit Annemarie Schimmel
Gespräch mit Ralph Giordano
Gespräch mit Joseph Weizenbaum
Termintabelle 2008
Termintabelle 2009

 

14.05.10
Dialog-Workshop mit Tobias Hartkemeyer
Am 9. Juli 2010 führt Tobias Hartkemeyer

im Rahmen des Generationendialogs

einen Dialog-Workshop durch. Nähere Informationen dazu
finden Sie hier auf dieser Website und auf dem Flyer.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
06.01.09
Bitte nicht vergessen!
Dialog im Nordwesten: Unsere monatliche Dialogrunde in Osnabrück


Nächster Termin

Donnerstag, 1. Juli 2010, Orts- und Zeitänderung:
18.00 Uhr
Bad Iburg, Sophienstraße 12
Weitere Informationen zu diesem Treffen

Nähere Informationen hier.


⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
09.05.10
Neuauflage des Buches von Johannes Schopp (2010): Eltern Stärken. Die Dialogische Haltung in Seminar und Beratung. Ein Leitfaden für die Praxis
Eine Rezension von Manfred Zimmer
Das im Jahr 2005 erschienene Buch wurde von Johannes Schopp für die 3. Auflage 2010 völlig neu bearbeitet. Dabei bringt der neue Untertitel "Die Dialogische Haltung in Seminar und Beratung" zum Ausdruck, dass es nicht nur um die "Eltern Stärken"-Seminare geht, sondern auch um Einzel- und Gruppenberatung, und wohl auch nicht nur um "Erziehungs"-fragen. Wenn die Dialogischen Kernkompetenzen zur Haltung geworden sind, die eine Seminarleiterin, andere Beratende wie auch die Ratsuchenden verinnerlicht haben, dann ist eine gute Chance zur positiven Veränderung gegeben.

Eine Rezension des sehr empfehlenswerten Buches von Johannes Schopp können Sie hier nachlesen oder herunterladen (PDF-Datei ca. 34 KB).
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
25.05.10
Neuerscheinung: Soziale Arbeit im Dialog gestalten
Eine Rezension von Manfred Zimmer
Aus der Sicht "unseres", also des Bohm-Buber-Dhority-Dialogs ist es interessant aufzuspüren, welche Dialogkonzepte in welchen gesellschaftlich-sozialen Kontexten eine Rolle spielen und inwieweit "unser" Dialogkonzept zum Beispiel in diesbezüglicher Literatur rezipiert wird. Einerseits könnte "unser" Konzept von neuen Entwicklungen lernen, andererseits könnte es in andere bestehende Konzepte einfließen.

2009 ist der folgende Sammelband zum Dialog in der Sozialen Arbeit erschienen:

 Hans Ullrich Krause & Regina Rätz-Heinisch: Soziale Arbeit im Dialog gestalten.
Theoretische Grundlagen und methodische Zugänge einer dialogischen Sozialen Arbeit

Sie können eine Rezension dieses Buches hier nachlesen (PDF-Datei, ca. 36 KB)
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
24.04.10
Neuerscheinung "Der Dialog im Dialog" von Rolf Todesco
Zur Lektüre empfohlen.

Rolf Todesco: Der Dialog im Dialog, Grin-Verlag für akademische Texte, 207 Seiten http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/144502.html (Download: 14,99 Euro, Buch: 24,99 Euro)

Einen Rezensionsversuch von Manfred Zimmer zu diesem emfehlenswerten Buch finden Sie hier (PDF-Datei, ca. 25 KB).
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
19.04.10
Sankt-Petersburg-Dialog
Presse-Artikel
Mitte letzten Jahres berichteten wir über den Sankt-Petersburg-Dialog. Über dieses Projekt liegt nun ein von Melanie Lindemann übersetzter Artikel der Zeitschrift "Grani Petersburga" (No. 10, 62, Oktober 2009) vor, den Sie sich hier herunterladen können (PDF-Datei, 220 KB).
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
06.03.10
Neuauflage des Dialog-Buches von Johannes Schopp
Das Buch von Johannes Schopp zum Dialog in der Elternbildung

Eltern Stärken
Die Dialogische Haltung in Seminar und Beratung
Ein Leitfaden für die Praxis

ist kürzlich in der dritten, völlig neu bearbeiteten Auflage erschienen. Ein Informationsblatt dazu können Sie hier herunterladen (PDF-Datei, 240 KB).
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
07.01.10
"Dialogprozessbegleiterin - ein wunderschönes Wort ..."
Interview mit Martina Hartkemeyer in HR 1 vom 3. Januar 2010
Im Rahmen der Sendung des Hessischen Rundfunks "HR1 Start am Sonntag" am 03. Januar 2010 über
"Die Kunst des Zuhörens"

ist Martina Hartkemeyer in einem Interview (mit Catherine Mundt) zu hören.
Sie können einen Mitschnitt des ersten Teils dieser Sendung hier anhören.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
06.03.10
Dialogprojekt im Iran

Johannes Schopp teilt uns soeben mit, dass das für April 2010 in Teheran geplante Dialogseminar

Dialogfähigkeit in der Elternbildung nach dem Konzept “Eltern Stärken“ im Iran

stattfinden wird. Einen ausführlichen; bebilderten  Bericht über das erste Teheran-Seminar im April 2007 können Sie hier herunterladen (PDF-Datei 3,57 MB).

Über die ersten Dialogseminare in Teheran mit Martina und Johannes Hartkemeyer in 2005 / 2006 finden Sie ausführliche Informationen auf dieser Website.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
05.02.10
Braucht der Dialog Regeln?
Rolf  Todesco und seine Zürcher Dialoggruppe diskutieren die  Frage des Dialog-"Settings" in lesenswerten Beiträgen per eMails. Wir geben diese Textcollage hier (PDF-Datei, ca. 124 KB) in unserer Werkstatt wieder, denn wir meinen, dass der Dialog als offener Prozess auch in seinen Rahmenbedingungen kritischer Nachfragen bedarf.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
12.02.10
Umfassender Überblick über den Bohm
... auf der Site "Mythen der Buchkultur"

Unter dem Titel


finden Sie in "Mythen der Buchkultur" einen modular aufgebauten,  deutschsprachigen Überblick über den Bohm’schen Dialog anhand von Literaturauszügen, Grafiken, Schemata etc. zu verschiedenen Themenaspekten: so zu Definitionen, Zielen, Typen, Setting, Methoden, Aufgaben des Dialogbegleiters, Phasen, historischen Wurzeln. Im Abschnitt »Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Dialogen und anderen Kommunikationsformen« wird besonders auf die Balintgruppenarbeit eingegangen.

Schauen Sie auch mal unter "Links" auf unserer Website, dort finden Sie zahlreiche einführende und weiterführende Artikel rund um den Dialog.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
15.01.10
Neu gestaltet auf unserer Webseite: Linksammlung
Wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit!
Hier erstellen wir eine
Linksammlung

zu Organisationen,
bei denen das Dialogverfahren nach Bohm/Buber/Dhority sowie ähnliche Kommunikationsformen eine Rolle spielen.

Falls Ihre Organisation in den Tabellen genannt ist: bitte prüfen Sie die Einträge und teilen uns etwaige Änderungswünsche mit. Gerne nehmen wir auch Ihre Anregungen für weitere Einträge auf.

Bitte melden Sie sich hierzu bei: mzimmer[at]dialogprojekt.de
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
10.12.09
Für die Kopenhagener Klimakonferenz ...
hatten wir uns auch gewünscht ...

... dialogische Gespräche ...


Nachfolgend finden Sie einige Links zum Klimaschutz und dazu, was Sie sofort tun können:
 
- unter anderem täglicher Newsletter zum Fortschritt der Konferenz
- zahlreiche Materialien zum Herunterladen
 
- zahlreiche Hintergrundinformationen zur Konferenz und zum Klimaschutz sowie die Klimapolitik-Konzeption des Umweltbundesamtes
- CO2-Rechner, mit dessen Hilfe Sie Ihre persönliche CO2-Bilanz für die verschiedensten Bereiche ermitteln können (zuhause, unterwegs, Ernährung, Konsum)
- zahlreiche Materialien zum Herunterladen
 
- Beispiel für ein Angebot zur CO2-Bilanzierung und Kompensation Ihrer Reisen und anderer Aktivitäten
 
Forestle - "grüne" Suchmaschine (basiert auf Yahoo)
Znout - "grüne" Suchmaschine (basiert auf Google)
- Jede Suche im Internet braucht ein gewisses Maß an Energie. Bei den beiden hier aufgeführten Beispielen "grüner" Suchmaschinen fließen die Werbe-Einnahmen in Umweltprojekte, um die mit dem Energieverbrauch verbundene CO2-Belastung zu kompensieren.


⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
20.12.09
Ein etwas anderer Beitrag zum Dialog ...
Nach dem Minarett-Verbot in der Schweiz ...

Unter der Überschrift „Basteln am Dialog“ berichtet die Süddeutsche Zeitung (18.12.2009) von dem Schweizer Schuhfabrikanten Guillaume Morand. Dieser hat „unter Missachtung des künftigen Verbots, nun das fünfte Minarett der Schweiz errichtet: Es erhebt sich auf dem Dach seiner Lagerhalle in Bussigny, ist eineinhalb Meter hoch und besteht aus einem PVC-Schlauch, etwas Holz und ein bisschen goldener Farbe ...“

Der gesamte Artikel ist nachzulesen unter

http://www.sueddeutsche.de/z5x38N/3196233/Basteln-am-Dialog.html

⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
23.12.09
Weihnachtstanz
Eine Weihnachtsgeschichte aus dem Sertao Nordostbrasiliens ...
Diese bewegende Erzählung von Markus Auditor nach Motiven einer Chronik des Padre Antonio Vieira können Sie hier nachlesen und herunterladen.

Wir wünschen Ihnen entspannende Feiertage.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
02.07.09
Ein Leben für den Dialog
Interview mit Dr. Johannes F. Hartkemeyer
In diesem Interview mit der Zeitschrift Wirtschaft + Weiterbildung (07/08-2009) gibt Hartkemeyer auch Auskunft darüber, wie er zum Dialog kam, wie sich die Dialogbegleiter-Ausbildung ausweitet und was unter wirklich "kreativer" Weiterbildung zu verstehen ist. Hier ein Ausschnitt zur Dialogbegleiter-Ausbildung:

"... Die Dialogbegleiterausbildung, die wir in Osnabrück gestartet haben, wird immer stärker auf die internationale Ebene gehoben. So startet demnächst eine Ausbildung in der Schweiz zusammen mit einer renommierten Friedensstiftung. Auch im Iran werden wieder Projekte laufen. Interessant ist auch, dass sich beispielsweise ein großes Sinfonieorchester auf das Dialogverfahren einlässt, oder dass in Deutschland junge Menschen mit Migrationshintergrund im Rahmen einer Bundesinitiative zu Dialogprozessbegleitern ausgebildet werden, um dann in sozialen Brennpunkten zu arbeiten."

Das vollständige Interview können Sie hier herunterladen (PDF-Datei, ca. 544 KB).

⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
18.09.09
Wie entsteht ein gutes Gespräch?
Artikel zum Dialogverfahren im neuen Heft von "Psychologie Heute"
In der aktuellen Ausgabe von "Psychologie Heute" (Heft 10/2009) hat Birgit Schönberger einige Grundlagen des Dialogverfahrens recht anschaulich herausgearbeitet und dabei aus einem Gespräch mit Johannes und Martina Hartkemeyer zitiert.

Nähere Angaben zu diesem Artikel finden Sie hier.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
18.06.09
Der Dialog hat Russland erreicht!
Der Dialog zieht weitere Kreise ...

Der Dialog zieht weitere Kreise. Jetzt ist er in Russland angekommen. Wie der

Sankt-Petersburg-Dialog

entstand, berichtet seine Initiatorin Melanie Lindemann in ihrem fesselnden Beitrag. Sie können ihn hier herunterladen (PDF-Datei, ca. 870 KB)
.

⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
14.04.09
Rundfunksendung am 15.04.2009 mit Martina & Johannes F. Hartkemeyer zum Dialog
Sendung des SWR2 zum Nachhören und Nachlesen.

In der Reihe "Kommunikation" brachte der SWR2
am Mittwoch, den 15. April, 10.05 - 10.30 Uhr
eine Sendung mit Martina & Johannes Hartkemeyer zum Dialog unter dem Titel
"Der Dialog - Wie entsteht ein gutes Gespräch?".
Nähere Informationen finden Sie
hier.

Mit diesem Link zum SWR2 können Sie das Sendemanuskript
zu Ihrer persönlichen Verwendung herunterladen
oder die Sendung hier nachhören.

⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
10.09.09
Was heißt "Empathie"?
Zitat aus dem Werk von Erich Fromm
Mitgefühl und Einfühlungsvermögen bedeuten, dass ich das, was der andere erlebt, in mir selbst erlebe und dass daher er und ich in dieser Erfahrung eins sind.

Quelle
:
Erich Fromm (1968): Die Revolution der Hoffnung. Für eine Humanisierung der Technik [Kapitel 4: Was heißt es, menschlich zu sein, Abschnitt e) Spezifisch menschliche Erfahrungen]. In: Erich Fromm Gesamtausgabe, hrsg. von Rainer Funk, Band IV, Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1999, Seite 319 Neben "Mitgefühl und Einfühlungsvermögen" behandelt Fromm in diesem Abschnitt "Zärtlichkeit", "Interesse", "Verantwortungsgefühl", "Identitätserleben und Integrität" sowie "Verwundbarkeit".

Das Zitat stammt aus der Rubrik "Das wöchentliche Fromm-Zitat" der Website der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
20.05.09
Kreativer Kopf und Vorreiter
Unter dieser Überschrift würdigte die Neue Osnabrücker Zeitung  die langjährige Tätigkeit von Johannes Hartkemeyer an der Spitze der Volkshochschule Osnabrück. Sie können den Artikel hier herunterladen (PDF-Datei 31 KB).

Hinzuzufügen ist hier, dass Johannes Hartkemeyer zusammen mit Martina Hartkemeyer und Freeman Dhority den Dialog in Deutschland etablierte und sich die Volkshochschule unter seiner Leitung zu einem Dialogzentrum mit zahlreichen Projekten im In- und Ausland, bis hin zum Iran, entwickelte.  Zu wünschen - und nicht anders vorstellbar - ist, dass der Dialog Johannes Hartkemeyer ein Herzensanliegen bleibt, und die "passive" Phase seiner Altersteilzeit höchst kreativ sein wird ...
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
16.04.09
Dialog als Grundlage der Begegnung von Kindertageseinrichtung und Schule
Vortrag von Martina Hartkemeyer am 5. Mai 2009 in Meißen

Martina Hartkemeyer wurde vom Sächsischen Sozialministerium eingeladen,
den Eröffnungsvortrag zu halten zur Jahrestagung

Kindertageseinrichtung und Schule im Dialog

Wie immer ermöglicht sie den Teilnehmenden,
anhand einfacher Übungen zu erleben, was der Dialog ist.


Nähere Informationen finden Sie hier auf dieser Website.

⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
07.09.09
Dialogprojekt im Iran 2010
Dialogfähigkeit in der Elternbildung
Johannes Schopp berichtet, dass das für April 2010 geplante Vertiefungsseminar zum Dialogprojekt

Dialogfähigkeit in der Elternbildung nach dem Konzept Eltern Stärken im Iran

aller Voraussicht nach auch stattfinden wird.

Einen ausführlichen; bebilderten  Bericht über das erste Teheran-Seminar im April 2007 können Sie anfordern von: manfred.zimmer [at-Symbol]gmail.com
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
28.07.09
Was bedeutet "Konzentration"?
Erich Fromm weiß es ...

Auf andere konzentriert zu sein heißt vor allem, zuhören zu können. Die meisten hören sich an, was andere sagen, oder erteilen ihnen sogar Ratschläge, ohne ihnen wirklich zuzuhören. Sie nehmen das, was der andere sagt, nicht ernst, und genauso wenig ernst nehmen sie ihre eigenen Antworten. Die Folge ist, daß das Gespräch sie ermüdet. Sie bilden sich ein, es würde sie noch mehr ermüden, wenn sie konzentriert zuhörten, aber das Gegenteil trifft zu. Jede konzentriert ausgeführte Tätigkeit macht einen wach (wenn auch hinterher eine natürliche und wohltuende Müdigkeit einsetzt), während jede unkonzentrierte Tätigkeit schläfrig macht und andererseits zur Folge hat, daß man abends dann schlecht einschläft.

Quelle: Erich Fromm, Die Kunst des Liebens (1956) [Kapitel 4: Die Praxis der Liebe]. In: Erich Fromm Gesamtausgabe, hrsg. von Rainer Funk, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1989, Seite 507.
Erich Fromm fragt in diesem Kapitel zunächst nach allgemeinen, erlernbaren Voraussetzungen für das Ausüben einer jeden Kunst. Hierzu zählt er neben Konzentration Geduld und Disziplin.

⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
06.04.09
Was Erich Fromm zum Dialog sagt
Dialog als Tanz

"Während sich der »Habenmensch« auf das verläßt, was er hat, vertraut der »Seinsmensch« auf die Tatsache, daß er ist, daß er lebendig ist und daß etwas Neues entstehen wird, wenn er nur den Mut hat, loszulassen und zu antworten. Er wirkt im Gespräch lebendig, weil er sich selbst nicht durch ängstliches Pochen auf das, was er hat, erstickt. Seine Lebendigkeit ist ansteckend, und der andere kann dadurch häufig seine Egozentrik überwinden. Die Unterhaltung hört auf, ein Austausch von Waren (Informationen, Wissen, Status) zu sein und wird zu einem Dialog, bei dem es keine Rolle mehr spielt, wer recht hat. Die Duellanten beginnen, miteinander zu tanzen, und sie trennen sich nicht im Gefühl des Triumphs oder im Gefühl der Niederlage, was beides gleich fruchtlos ist, sondern voll Freude."  Erich Fromm, 1976

Dies schrieb der große Sozialpsychologe und Psychoanalytiker (1900-1980) vor mehr als dreißig Jahren im Abschnitt "Miteinander sprechen" seines Buches "Haben oder Sein", 
den Sie hier (PDF-Datei, 22 KB) nachlesen können.




⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
22.03.09
Zum Dialog in der Elternbildung nach dem Konzept "Eltern Stärken"
Einige unter „Literatur / Publikationen anderer Autorinnen und Autorenr“ aufgeführte Dateien lassen sich zur Zeit aus technischen Gründen nicht auf unseren Server hochladen, so dass wir nur die Links zu anderen Webseiten angeben konnten. Betroffen davon sind die Berichte

Dialogfähigkeit in der Elternbildung nach dem Konzept ELTERN STÄRKEN in Teheran 2007"

sowie
Mit Eltern im Dialog – ungewöhnlich anders“ (Jugendhilfe-Report 3/2008)

Diese Berichte können Sie zu Ihrem persönlichen Gebrauch erhalten, wenn Sie eine eMail mit den entsprechenden Stichworten schicken an: manfred.zimmer[at]gmail.com
Unter dem oben genannten Link finden Sie weitere Artikel zum Konzept "Eltern Stärken".
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
28.04.09
Vortrag und Kurs mit Martina Hartkemeyer
Einladung vom Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein

Im Rahmen der Klausurtagung vom 28. - 30 April 2009

Kurs Generationendialog

spricht Martina Hartkemeyer in Kiel (Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein) über

"Das Dialogprojekt und die Kunst gemeinsam zu denken"

Im Workshop am nächsten Tag in Plön (Akademie am See Koppelsberg)
geht es um das gleiche Thema.

Nähere Informationen finden Sie hier.

⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
19.01.09
Der Dialog in Island
Der Dialog zieht weitere Kreise ...

Tobias Hartkemeyer erhält Einladung zum Dialog-Coaching nach Reykjavik

Im Rahmen des "European Year of Intercultural Dialogue" wurde ein europaweites Projekt mit dem Titel "Dialogue - The Creative Communication" eingerichtet. An diesem Projekt, das vom Centre for Woman and Gender Research an der Universität Leipzig koordiniert wird, arbeitet auch Tobias Hartkemeyer mit. Jetzt wurde er von Evolvia - Conscious Leadership, einem Coaching-Zentrum in Island, eingeladen, zusammen mit Matilda Gregersdtotter Dialogkurse durchzuführen. Nähere Informationen finden Sie hier.

Hinweis: Auf dieser Website unter "Links/Artikel rund um den Dialog", (zu 7 "Vom Gegeneinander-Reden zum Miteinander-Denken" - Dialog in politisch-gesellschaftlichen Konfliktfeldern, Abschnitt "Interkulturelles Zusammenleben") finden Sie auch einen Abschnit zu "Dialogue - The Creative Communication. Dort werden Links zu teilnehmenden Institutionen aufgeführt, mit deren Hilfe Sie sich über In Fortgang des Projekts informieren können.

⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
06.02.09
Bewusstheit durch Begegnung
Vortrag von Martina Hartkemeyer jetzt erhältlich.
Im Auditorium Netzwerk ist jetzt ein ein weiterer Vortrag von Martina Hartkemeyer auf 2 CDs erschienen:

"Bewusstheit durch Begegnung"

Er wurde aufgenommen auf dem Kongress "Bewusstsein und Transformation", Frauenchiemsee, 3. Tagung "Medizin und Spiritualität", April 2002. In dem von Klaus Dieter Platsch herausgegebenen Buch "Bewusstsein und Transformation - ein Geschmack vom Ganzen" sind sämtliche Tagungsbeiträge sowie die Diskussionsbeiträge wiedergegeben.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
03.04.09
"Achtsamkeit üben im Dialog"
Vortrag von Christine Findeis-Dorn auf CD erhältlich.
Der Vortrag von Christine Findeis-Dorn

"Achtsamkeit üben im Dialog"

ist jetzt als Mitschnitt von der IGT-Arbeitstagung im Rahmen der auf CD beim Auditorium-Netzwerk  erhältlich.

Unter "Literatur" / Publikationen anderer Autorinnen und Autoren stehen jetzt weitere Beiträge von Christine Findeis-Dorn zum Herunterladen bereit.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
22.03.09
Können Sie mit der "Kiste kalter Wörter" etwas anfangen?

Bitte schauen Sie mal in die „Kiste kalter Wörter“ in unserer Werkstatt oder hier. Darin finden Sie in lexikalischer Form alles zum Dialog, angefangen vom Begriff bis hin zu seiner weltweiten Anwendung. Dieses erste Glossar zum Dialog versteht sich als Experiment und wartet auf Ihre Kritik, die Sie per eMail an manfred.zimmer[at]gmail.com jederzeit äußern können. Gerne schicken wir Ihnen auch die WORD-Datei. Bitte nehmen Sie Änderungen mithilfe des Korrektur-Menüs vor.

⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
17.02.09
DIALOG.mACHT.SCHULE
Einladung zu einem öffentlichen Symposium

In Wien findet am Freitag, den 20. März  ein öffentliches Symposium statt zum Thema:

"Erfahrungen und Perspektiven mit dem Dialog-Modell. Gewaltprävention: Wie kann durch ein dialgoisches Miteinander der Gewalt begegnet werden?"


Das Symposium ist Teil des EU-Projektes

"Dialog - The Creative Communication".

Die Veranstaltung ist für alle Interessentinnen und Interessenten offen. Nähere Informationen können Sie hier herunterladen.

⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
17.02.09
Geschlechterdialoge
Dokumentation zu einer Fachtagung

In der Dokumentation einer Fachtung des Forums Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse und des Gunda-Werner-Instituts der Heinrich-Böll-Stiftung finden Sie zahlreiche Materialien, unter anderem einen Video-Trailer und mehrere PDF-Dateien zum Herunterladen. Die Broschüre "Männer laden ein - Geschlechterdialoge" enthält auch einen Beitrag der Dialogbegleiterin Heike Gumpert Über das Dialogverfahren. Die Startseite zur Dokumentation und zu weiteren Materialien zum Geschlechterdialog finden Sie hier.

⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
18.02.09
Dialogseminar in Teheran
Seminarbericht erschienen: Dialogfähigkeit in der Elternbildung nach dem Konzept Eltern Stärken.

Im April 2007 wurden auf Einladung des Imam Moussa Sadr Cultural & Research Institute Teheran Dialogische Seminare für Multiplikatoren und Eltern nach dem deutschen Konzept Eltern Stärken durchgeführt. Unter der Leitung der Dialog-Facilitatoren Johannes Schopp (Stadt Dortmund) und Jana Wehner (Stadt Iserlohn) fand eine Einführung statt in das Thema:

Dialogfähigkeit in der Elternbildung“

Sie können den vollständigen Projektbericht hier in der HTML-Version abrufen.[Link nicht mehr aktiv, evt. aber noch anderswo im I-Net abrufbar]

⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
18.08.08
Iran - Dialog statt Gewalt
Neuer Beitrag von Martina & Johannes F. Hartkemeyer zum Dialogprojekt im Iran
Nach wie vor stößt unser Dialogprojekt im Iran auf großes Interesse. Vor allem Multiplikatoren aus Bildung und Wissenschaft, aber auch aus Praxisbereichen wie Recht und Gesundheitswesen haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Dialog als universales Prinzip menschlicher Kommunikation in breiten Bevölkerungsschichten zu verankern. In Heft 15/2008 von  "Profile - Internationale Zeitschrift für Veränderung, Lernen, Dialog" ist ein neuer Artikel von Martina & Johannes F. Hartkemeyer zum Dialogprojekt im Iran erschienen, den Sie hier herunterladen können.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
17.01.09
Bitte lesen!
Artikel von Johannes Schopp & Fatos Bozkurt

Martin Bubers Dialogphilosophie in der Praxis mit Migrantinnen
Eltern lernen im Dialog

Der Artikel aus der Zeitschrift systema ist zwar nicht mehr brandneu aber dafür brandaktuell. Sie finden ihn hier auf dieser Website unter Literatur / Beiträge anderer Autoren
Sie können ihn auch hier herunterladen.

⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
17.01.09
Hinweis
Buch von Dialogbegleiterin Henriette Katharina Lingg

Bei Klett-Cotta ist ein Buch mit einem Beitrag zum Dialog als unterstützende Methode bei Systemaufstellungen erschienen:

Claude Rosselet, Georg Senoner, Henriette Katharina Lingg: Management Constellations. Mit Systemaufstellungen Komplexität managen

Diesen Artikel können sie hier herunterladen

⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
09.04.08
Der Dialog: Kollektives Denken als Trainingsinstrument
Neuer Artikel von Eelco de Geus

"Manchmal stoßen Seminarleiter in heiklen Trainingssituationen an ihre Grenzen: Vor allem dann, wenn es in internen Trainings um die Komponente der Weiterentwicklung als Seminargruppe geht, wenn - am Rande oder mit als Kernprogramm eines Trainings - gemeinsam über wichtige Themen nachgedacht und Antworten gefunden werden oder oft nur latent bestehende Konflikte angesprochen werden sollen. In solchen und vielen anderen Situationen eignet sich der Dialog als erfolgreiches Instrument, in dem die Teilnehmer im gesicherten Rahmen auch Themen ansprechen, die heikel sind und normalerweise eher vermieden werden. Eelco de Geus stellt in seinem Artikel dieses Werkzeug vor und beschreibt dessen Anwendung auf Trainingssituationen aus seiner Praxis heraus."

Eelco de Geus ist Gründer und Leiter des Instituts für Systemdynamik und Dialog. Er leitet Seminare und Ausbildungen für Familien-, Struktur- und Systemaufstellungen in Organisationen und Gemeinschaften in den Niederlanden, in Deutschland und in Österreich.

Den vollständigen Artikel finden Sie in LO - Lernende Organisation, Zeitschrift für Systemisches Management und Organisation (Verlag Systemisches Management - www.lo.isct.net) No. 42 März / April 2008, Seite 40 - 46; Sie können ihn auch hier herunterladen.

⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
18.04.08
Das Geheimnis des Dialogs
CD von / mit Martina Hartkemeyer


Vortrag auf der Arbeitstagung der Internationalen Gesellschaft für Tiefenpsychologie, Lindau 2002
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
15.07.08
Warum Gender-Dialoge?
Warum misslingen Gespräche zwischen Frau und Mann so oft und wie lässt sich das ändern?
In diesem kurzen Artikel zeigt die Gendertrainerin und Dialogbegleiterin Heike Gumpert die Vorteile der Dialogmethode (nicht nur) bei genderrelevanten Gesprächen. Sie können in hier herunterladen und finden ihn zusammen mit anderen Erstveröffentlichungen auf dieser Website unter Werkstatt / Berichte.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
04.11.08
Für "Last Minute"- InteressentInnen
Vortrag mit Übungen zum Dialog von und mit Martina Hartkemeyer

Im Rahmen der Fachtagung Fachtagung: "Das Lernhaus der Frauen - ein kommunales Instrument zur Gestaltung der Einwandungegesellschaft"
spricht Martina Hartkemeyer über

"Die Dialogmethode als Mittel des "Community-Organizing".

Termin:
Donnerstag, 6. November 2008, 16.30 - 18.00 Uhr

Ort:
VCH-Hotel Spenerhaus
Dominikanerstraße 5
60311 Frankfurt am Main

Nähere Informationen hier

⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
29.11.07
"Geteilte Wahrheit = doppelte Wahrheit? - Der Dialog als Weg"
Zeitschriftenbeitrag von Martina Hartkemyer zum Dialogprojekt.
Unter diesem Titel skizziert Martina Hartkemeyer die Rolle von Wahrheit im Dialog. Der Artikel ist soeben erschienen in der Zeitschrift "Praxis Gemeindepädagogik", 60. Jahrgang, Heft 4/2007 (Evangelische Verlagsanstalt Leipzig).
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
15.06.07
European Project for Interreligous Learning
"Learning to Live in a Europe of Many Religions"
European Project for Interreligious Learning (EPIL)
 
Vom 26. Mai bis zum 2. Juni 2007 fand in der Evangelischen Akademie Boldern/Zürich das erste Modul im Rahmen des European Project for Interreligous Learning“ statt (nähere Informationen siehe hier). In unserem Buch „Die Kunst des Dialogs“ (2005, S. 255 – 261) berichteten wir über die Projektgründung, Ziele und Aufgaben sowie die erfolgreiche Beteiligung des Dialogprozesses an der ersten Phase dieses internationalen Lernprojektes.
 
Wir möchten diesen Hinweis für die folgende Korrektur zu den Angaben in unseren Buch auf Seite 255 nutzen: An der Projektgründung war neben Dr. Reinhild Traitler-Espiritu nicht Elisabeth Raiser, sondern Teny Pirri-Simonian, M.Sc. beteiligt. Teny Pirri-Simonian (Beirut/Jordanien) gehört neben Reinhild Traitler-Espiritu dem Akademischen Leitungsteam von EPIL an und ist im Büro für Ökumenische Beziehungen des Weltkirchenrates tätig.
 
Weitere Informationen zum EPIL-Projekt finden Sie hier
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
21.07.06
Die Achse des Guten - Dialog im Iran
Den folgenden Artikel können Sie als PDF-Datei (116 Kb) herunterladen.

Die Achse des Guten - Dialog im Iran

In diesem Artikel (erschienen in der Zeitschrift "Wirtschaft und Weiterbildung", Verlag W Haufe, Würzburg, Nr. 06/2006, S. 52-56) erfahren Sie Näheres zu den beiden Seminaren zur Ausbildung zur Dialogbegleitung, die 2005/2006 in Teheran stattfanden.

⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
30.04.07
Ehrung für den Dialog
Osnabrück / Auszeichnung

„Nicht wegsehen, sondern hinsehen“

Bundesverdienstkreuz für Dr. Johannes Hartke­meyer
 
Dr. Johannes F. Hartkemeyer ist vom Bundespräsidenten Horst Köhler für sein so­ziales, ökologisches und bil­dungspolitisches Engage­ment mit dem Verdienst­kreuz am Bande des Ver­dienstordens der Bundes­re­publik Deutschland ausge­zeichnet worden.
   „Nicht wegsehen, sondern hinsehen, auch wenn es un­bequem ist“ – diese Hal­tung sieht Dr. Reinhold Kassing, Erster Kreisrat des Land­kreises, auf ganz beson­dere Weise durch den Direktor der Volkshoch­schule der Stadt Osnabrück verkörpert. In seiner Lau­datio im Bramscher Tuch­macher­muse­­um zeichnete er vor einem großen Kreis aus Familie, Verwandten, Be­kann­­ten und Weggefährten einen Lebenslauf von Hart­kemeyer, „der so viel­fältig ist, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll.“

   Geboren wurde Johannes F. Hartkemeyer 1950 in Bramsche als Sohn eines Landwirts, der früh verstarb. In jungen Jahren musste er so schon Verantwortung auf dem elterlichen Hof über­nehmen und konnte keine weiterführende Schule besu­chen. Sein ehrenamtliches Engagement begann schon 1966 mit dem Eintritt in die Katholische Landjugend­bewegung, wo er sich von Anfang an für eine nach­haltige Landwirtschaft und den Umweltschutz einsetzte.
   Stark geprägt ist sein Lebenslauf aber auch durch die intensive und hartnäckige Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit, die er durch zahlreiche Zeitzeugen-Interviews, ein interna­tionales Symposium zu den Emslandlagern und das gemeinsam mit seiner Frau verfasste Buch „Die Hölle von Bramsche“ betrieb.
   Nicht zuletzt zeichnete sich Hartkemeyer, der erst über den zweiten Bildungsweg zum Studium und zur Promotion kam, durch seine innovative Arbeit und The­orie in der Erwachsenen­bildung aus. Mehr als 100 Zeitschriftenaufsätze und Bücher hat er mittlerweile zu diesem Thema verfasst und gemeinsam mit seiner Frau Martina Osnabrück zum Zentrum des an der Volks­hochschule angebotenen Dia­­log­­verfahrens gemacht.
   „Johannes Hartkemeyer“, so resümierte Kassing, „hat sich in seinem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement als ein Mensch mit Visionen gezeigt, der immer für neues aufgeschlossen ist und gerne auch einmal quer denkt.“
   In seiner Dankesrede weitete Johannes Hartke­meyer seine Ehrung durch das Verdienstkreuz prompt auf alle seine Gäste aus, da „sie mich tatkräftig begleitet und unterstützt haben.“ Sie sei auch Anerkennung für alle diejenigen, „die sich nicht anpassen und auf ihren eigenen Gedanken beste­hen.“ (PA)

Quelle: Osnabrücker Sonntagszeitung, 22. April 2007
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
08.05.07
Dialogische Elternbildung in Teheran
60 Teilnehmenden das Konzept "Eltern stärken" vermittelt
„Die politische Lage war sehr brisant, es waren gerade die britischen Marinesoldaten festgenommen worden”, berichtet Jana Wehner, dass sie hin- und hergerissen gewesen sei, ob sie auf Einladung der Sadr-Stiftung für zwei Wochen im April in den Iran reisen solle. „Am ersten Tag als wir ankamen, wurden sie aber entlassen”, sagt die Diplom-Sozialpädagogin der Stadt Iserlohn, die in Teheran zusammen mit ihrem Kollegen vom Jugendamt Dortmund, Johannes Schopp, das Konzept der Dialogischen Elternbildung „Eltern stärken” vermittelte ... Lesen Sie den gesamten, bebilderten Artikel hier (PDF-Datei, 130 KB)
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
09.04.06
Iranische Delegation in Osnabrück zu Gast
 
Osnabrück/Dialog
 
Iranische Delegation in Osnabrück zu Gast
 
Dialogprojekt des Ehepaar Hartkemeyer trägt in Teheran Früchte.
 
Zur Zeit blicken die Augen der Welt mit Sorge in den nahen Osten. Die Drohkulisse, die sich rund um den Iran aufgebaut hat, hat beängstigende Ausmaße angenommen. Amerika droht dem Iran, der Iran droht Amerika und Israel – geredet wird nicht miteinander.
      Dabei ist gerade die Fähigkeit des Dialogs ein Weg, mit dem Menschen ihre Spannungen und Differenzen ohne Blutvergießen entschärfen zu können. Das Osnabrücker Ehepaar Martina und Johannes Hartkemeyer, Direktor der Volkshochschule Osnabrück, hat zusammen mit dem amerikanischen Professor Freeman Dhority vor Jahren ein Projekt ins Leben gerufen, das sich speziell mit dem Dialog als Technik der Konfliktlösung beschäftigt. In Seminaren erarbeiten sie mit Menschen Wege, die Standpunkte des anderen zu verstehen und so einen friedlichen Ausgleich zwischen den Meinungen zu erzielen.

 Eines der Arbeitsgebiete des Dialogprojektes ist schon seit Jahren der Iran. Mit Seminaren vor Ort haben die Hartkemeyers Vertrauen in der Bevölkerung und bei wichtigen Entscheidungsträgen gefunden. So gehört der ehemalige Präsident Seyyed Mohammad Khatami zu den Unterstützern des Projektes.
      Vor kurzem besuchte nun eine Delegation aus dem Iron Osnabrück, um hier weiter an Möglichkeiten eins Dialoges zu arbeiten.
      Wichtige Grundlage sei, so betont das Ehepaar Hartkemeyer, dass sich im Dialog die Menschen offen gegenüberstehen und die Eigenheiten des anderen akzeptieren. „Einen Gewinner oder Verlierer gibt es bei dem Dialog nicht.“ Im Iran werden ihre Bemühungen gut angenommen. Die Teilnehmer der ersten Seminare wirkten in ihrer Umgebung als Multiplikatoren.
      Wunder, wie einen schnellen gesellschaftlichen Wandel erwarten die Hartkemeyers nicht. Vielmehr gehe es um kleine Schritte zu einer offeneren, freieren Gesellschaft, die auch für traditionelle Ideen Platz lasse. So könne es mit der Zeit möglich sein, eine natürliche Verständigung zu erreichen. Solange es keinen Krieg gibt.
 
Quelle: Osnabrücker Sonntagszeitung, Sonntag, 9. April 2006, Seite 7.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
28.03.06
Presseberichte zum Dialogprojekt im Iran, 2. Phase (Februar 2006)
Dokumentation in der Frankfurter Rundschau vom 28. März 2006.

In ihrer Print-Ausgabe vom 28. März 2006 berichtet die Frankfurter Rundschau unter dem Titel "Die eigenen Bilder der fremden Kultur überprüfen" über unser Dialogprojekt im Iran. Sie gibt unter dem Titel "Terrorismus ist ein Verbrechen, auch gegen den Islam" auch ein Interview wieder, das wir kürzlich mit dem schiitischen Theologen und Jura-Professor Ayatollah Seyyed Mohammad Moussawi-Bodjnourdi in Teheran führten. Dieses Interview finden Sie auch in der Online-Ausgabe der FR.
Weitere Information zu unserem Dialogprojekt im Iran finden Sie hier.
Nachstehend der Bericht der FR zum Dialogprojekt:

 Die eigenen Bilder der fremden Kultur überprüfen

Die Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützt ein Dialogprojekt mit iranischen Partnern / Von Martina und Johannes F. Hartkemeyer
 
Das Verhältnis des Westens zu der islamischen Welt ist derzeit von steigendem Misstrauen und scheinbar unüberbrückbaren Gegensätzen geprägt. Vor allem Iran ist in jüngster Zeit durch den Atomstreit und die neue Präsidentschaft kein Kandidat für positive Nachrichten. Zeitgleich mit der bildgerecht inszenierten Verbrennung der deutschen Flagge vor der Deutschen Botschaft in Teheran gibt es in Iran auch eine andere Welt, die mangels explosiver Bildhaftigkeit nur selten Eingang in die westliche Wahrnehmungswelt findet. Die dort stattfindenden Veränderungsprozesse, wie auch das derzeit angelaufene Dialogprojekt, werden allerdings im Inneren der islamischen Gesellschaft – und von der nationalen Presse – interessiert wahrgenommen.
      Die Reaktionen auf den Karikaturenstreit ist durchaus unterschiedlich. Obwohl viele es als Beleidigung empfunden und ein anderes Verständnis von Presse- und Meinungsfreiheit haben, wird die Haltung und die Handlungsweise des neuen Staatspräsidenten Mahmud Ahmdinedschad offen kritisiert. Insbesondere seine Äußerungen zum Holocaust stoßen vielfach auf Missbilligung.

Initiative des Expräsidenten

Vergessen ist hierzulande, dass auf Initiative des ehemaligen iranischen Präsidenten Mohammed Khatami die Vereinten Nationen das Jahr 2001 zum Jahr des Dialogs der Weltkulturen erklärte. Kaum wahrgenommen wurde die Gründung eines „International Center for Dialogue among Civilisations“ (ICDAC), das sich dem Dialog zwischen den verschiedenen intellektuellen und kulturellen Strömungen des Westens und der islamischen Welt widmet.
      Internationale Literatur, die aus Poesie, Geschichte und Sozialwissenschaften Bezug zum dialogischen Denken bot, wurde in Farsi übersetzt und unter dem Logo des Instituts herausgegeben. Darunter auch das Buch „Miteinander denken“ von Hartkemeyer und Dhority, auf das Fatemeh Sadr-Tabatabai, die in Düsseldorf Pädagogik studierte und die seit langem zwischen beiden Ländern hin- und her pendelt, durch eine Zeitungs-Rezension gestoßen war. Es sollte eine ungeahnte Wirkung entfalten. Eine Anfrage aus Teheran, den Dialogansatz in der Praxis kennen zu lernen und für Multiplikatoren aus verschiedenen Bereichen der Zivilgesellschaft zu trainieren, erreichte die Friedrich-Ebert-Stiftung Ohne Unterstützung der FES, wäre die praktische Umsetzung der Arbeit in Iran nicht möglich geworden.
Was ist Dialog?
Grundlegende dialogische Fähigkeiten – wie das Unterscheiden von Beobachtung und Bewertung, das Suspendieren festgefahrener Meinungen, Wechseln von Positionen in Konfliktfällen oder die Analyse misslungener Gespräche – sind Gegenstand der gemeinsamen Übungen. Durchgeführt wurde das Seminar im symbolträchtigen Imam- Ali- Museum, das dem Gründer der schiitischen Religionsgemeinschaft gewidmet ist. Die Stadt Teheran stellte es kostenlos zur Verfügung. Mehr als 20 Frauen und Männer aus verschiedenen Bereichen der Zivilgesellschaft, bildeten sich in diesem Kommunikationsverfahren fort. Darunter auch die Gründerin der Frauenpartei Irans, die Enkeltochter von Revolutionsführer Khomeiny, Fereshte Tabatabai.
      Tatkräftige Unterstützung erfahren die Organisatoren vor Ort auch durch die Moussa-Sadr-Stiftung, die im Nahen Osten zahlreiche Bildungs- und Sozialprogramme durchführt, wie etwa die Alphabetisierung in Flüchtlingslagern. Moussa Sadr war in den 70 Jahren in Libyen spurlos verschollen. Seine älteste Tochter Hawra Sadr, Leiterin der Stiftung, nahm an dem Dialogseminar teil und Fatemeh Sadr-Tabatabai übersetzte für die Stiftung auch die in Osnabrück entwickelten Studienmaterialien. Hawra will mit ihrer Stiftung helfen, den Dialogprozess als Kern einer zivilgesellschaftlichen Weiterentwicklung in Iran insbesondere im Bildungswesen zu verankern. Diese Dialog-Ausbildung stellt den Auftakt einer Reihe von Trainingsmaßnahmen dar.
Hohe Lernbereitschaft

Das Engagement der Teheraner Teilnehmer ist groß. Intensiv wird in den Übungssequenzen gearbeitet, in den Gesprächsrunden werden auch brisante Themen nicht ausgespart. Die in Teheran gemachten Erfahrungen mit dem Dialogansatz zeigen, wie groß die Lernbereitschaft der Teilnehmenden ist. Zugleich bleibt es unverzichtbar, auch die eigenen Bilder der fremden Kultur immer wieder zu überprüfen. Viele Dinge, die für uns selbstverständlich sind, so etwa, dass man bei uns auch als Frau unbekannten Männern zur Begrüßung die Hand reicht – und umgekehrt – können im Iran ein Fauxpas sein. Auch die weibliche Kleidungskultur der Iranerinnen erscheint Europäern zunächst fremd. Aber gerade das Erkennen derartiger Unterschiede und das Aufdecken der gegenseitigen Vorurteile sind Grundlage jeder interkulturellen Verständigung. Doch diese von den westlichen Frauen als Freiheits einschränkend empfundene Kleidungstradition hindert die Iranerinnen nicht daran, akademische Grade zu erzielen, hohe berufliche Ziele zu verwirklichen, mehrere Fremdsprachen fließend zu sprechen und eine moderne Lebensweise zu führen. Auch das Nichthandgeben mit den Frauen ist keine allgemeine Praxis. So hielt Prof. Bodjnourdi, mit dem wir uns zum Gespräch über Ziele und Werte des Islam trafen, (s. Gespräch mit Bodjnourdi oben) die Einhaltung dieser kulturellen Einschränkung nicht für theologisch begründet.
      In vielen politischen Gesprächen wird darauf hingewiesen, welche entscheidende Rolle Iran nicht nur vor dem aktuellen Hintergrund der Energiepolitik spielt: Persien ist schließlich der älteste Agrar- und Kulturraum der Erde. Und die heutige Rolle dieser Kultur könnte zu einer Schlüsselfunktion für die Entwicklung einer friedlichen Zukunft werden. Diese andere Seite der islamischen Denktradition gemeinsam herauszuarbeiten und zu befördern, kann eine wichtige Kulturaufgabe sein. Für die Verbreitung des Dialogansatzes in Persien bestehen gute Chancen. Im Bildungswesen und bei Nichtregierungsorganisationen sind weitere Multiplikatorenseminare geplant. Derzeit sind Gäste aus Iran in Deutschland. Das Ausbildungsmaterial soll weiter überarbeitet werden und eventuell als mehrsprachiges Dialoghandbuch dienen.
      Es bleibt zu hoffen, dass der Eishauch der internationalen Atom- und Ölinteressen diese zarten Pflänzchen überleben lässt.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
01.11.05
Das neue Dialogbuch
 
Johannes F. & Martina Hartkemeyer

 
Die Kunst des Dialogs –
Kreative Kommunikation entdecken
 
Erfahrungen, Anregungen, Übungen
 
Dialogbuch
 
Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 2005, 467 Seiten, € 28,- (D) /sFr 49,70.
Gebunden mit Schutzumschlag, ca. 72 s/w-Abb., 24 Seiten vierfarbiger Tafelteil (heraustrennbar), Register, Sonderformat 185 x 228 mm 467 Seiten, ISBN 3-608-94118-5.
 
Wie kommuniziert man heute kreativ – in alltäglichen Gesprächen, privaten Vereinbarungen oder bei Verhandlungen in der internationalen Politik? Martina und Johannes Hartkemeyer ermutigen dazu, auch unter schwierigen Umständen die Kunst des Dialogs im Großen wie im Kleinen zu wagen. Die privaten wie globalen, die wirtschaftlichen wie die strategischen Verflechtungen belegen tagtäglich, dass wir gemeinsam in einer Welt leben müssen.
 
Der Dialogprozess:
  • ist nicht-hierarchisch und ergebnisoffen,
  • führt von Vergegnung zu Begegnung,
  • lädt ein zu neuen Sichtweisen und Kreativität,
  • schafft Raum, um einander anzuerkennen,
  • und Neues zu erkennen,
  • erschließt Wege zum gelungenen Gespräch im Alltag.
 Themenbereiche: 
  • Alltags- und Arbeitswelt, Schule und Universität,
  • Erziehung, Lernende Unternehmen, politisch-gesellschaftliche Konfliktfelder,
  • Modellvorstellungen zum Dialog.

 Projektberichte:

  • deutsche und internationale Schulprojekte,
  • ökologischer Dialog,
  • interreligiöses Frauenprojekt des Weltkirchenrates in Genf,
  • Begegnung zwischen Guerilleros und dem Präsidenten Kolumbiens,
  • Versöhnungsprozess in Südafrika,
  • Dialog in Namibia ... 
Erfahrungsberichte aus der Dialogpraxis: 
  • mehr als zwei Dutzend fesselnde Beiträge von Dialogprozess-Begleiterinnen und -Begleitern,
Weitere Highlights 
  • internationale Gesprächspartner zu pädagogischen, philosophischen und praktischen dialogischen Fragestellungen,
  • Dialog-Werkstatt: mit Übungen, Tipps und methodischen Hilfen, vielfältigem Material zum Experimentieren,
  • Zum Heraustrennen: farbige Illustrationen der Kernfähigkeiten des Künstlers Werner Ratering,
  • Umfangreiches kommentiertes Literatur- und Internetverzeichnis zum Weiterlesen und –studieren,
  • detailliertes Register als wertvolle Arbeitshilfe.
 
Dieses Buch ist eine Einladung zu kreativer Kommunikation, zu einer Kultur der Ermutigung. Es macht uns bekannt mit Menschen, die unter schwierigen Verhältnissen zum Dialog und zur Begegnung auffordern, stellt Initiativen vor, die mit Vielfalt und Kreativität, mit Engagement und Energie menschliche Bedingungen schaffen, um die Entwicklung von Vielfalt und Lebendigkeit zu fördern.
       Dieses Lese-Abenteuer führt in die Gedankenwelt des Dialogs ein. Wir lernen Bedingungen erfolgreicher Dialogprozesse und dialogische Kernfähigkeiten kennen. Die Kunst des Dialogs verhilft dazu, einen anderen, neuen Blick zu wagen. Gerade an sensiblen Nahtstellen, in interkulturellen, religiösen oder politischen Konfliktzonen ermöglichen dialogische Prozesse kreative Lösungen. Ein Feld von Ideen, internationalen Initiativen und regionalen Netzwerken wird präsentiert – Zeichen dafür, dass eine qualitativ andere Kommunikationskultur bereits verwirklicht wird und sich etabliert.
      Dank der leserfreundlichen Sprache, der sorgfältigen didaktischen Strukturierung, der ausgewogenen Mischung von Praxis und Theorie und nicht zuletzt der aufwändigen künstlerischen Gestaltung wird dieses Standardwerk zum Dialog für alle Interessierten bald zum unverzichtbaren Lese-, Lern- und Arbeitsbuch werden.
 
 
Stimmen zum Dialogprozess:
 
»… eine Vision, dass wir anders miteinander umgehen könnten.«
Westdeutscher Rundfunk
 
»… Zentrale Kompetenzen, die gerade auch in der Konfliktbearbeitung äußerst hilfreich sind und oft eher technokratisch orientierte Kommunikationsvorstellungen korrigieren …«
Institut für Friedenspädagogik Tübingen
 
»Innovativ … Das Dialog-Projekt als Bestandteil eines weltweiten Paradigmenwechsels …«
Süddeutsche Zeitung
 
 
Bei Klett-Cotta außerdem zum Dialog lieferbar:
 
Martina und Johannes F. Hartkemeyer, Freeman Dhority:
Miteinander denken: Das Geheimnis des Dialogs
ISBN 3-608-91943-0
 
David Bohm:
Der Dialog
Das offene Gespräch am Ende der Diskussionen
ISBN 3-608-91857-4
 
Linda Ellinor, Glenna Gerard:
Der Dialog im Unternehmen
ISBN 3-608-91959-7
 
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
15.03.06
Rezensionen zu dem neuen Buch
Lohnende Investition
 
Fortschritt basiert nicht allein auf Erfindungen in technologisch-naturwissenschaftlichen Bereichen. Echter Fortschritt braucht vor allem einen qualitativ verbesserten Umgang von Mensch zu Mensch. Genau hier setzt die Idee der „dialogischen Intelligenz“ bzw. der „Kunst des Dialogs“ an.
Nach dem Buch „Miteinander Denken: Das Geheimnis de Dialogs“ liegt nun ein weiteres Werk vor, deren Autoren sich nicht mit einer Darlegung der Idee zufrieden geben. Es entfaltet neben einer Einführung in den Dialog vielschichtige Darstellungen, Beispiele, Erfahrungsberichte und Interviews mit verschiedensten Anwendern der Dialog-Idee in der Praxis und dazu eine „Dialog-Werkstatt“, die zu einer tätigen Umsetzung im Alltag einlädt.
Was ein Dialog ist, wie er zu erlernen und umzusetzen ist, zeigen die Autoren an einer Fülle von Beispielen aus dem Alltag, der Familie, der Schule, der Universität, am Arbeitsplatz, in einer lernenden Organisation, in einem weltweit operierenden Unternehmen und in politischen Konfliktfeldern wie der Gentechnik und dem interkulturellen Zusammenleben.
Der Kauf dieses Buches ist eine sehr lohnende Investition und ist Dozierenden und Studierenden von wirtschafts-, sozialwissenschaftlichen und technischen Studiengängen an Fachhochschulen und Universitäten sowie Teilnehmern von Nachdiplomstudienangeboten sehr anzuraten.
Ebenso interessant ist dieses Buch für Trainer, Berater und Führungskräfte in der Praxis, die ihre Wirkung in face-to-face-Kommunikationen sowie in der Zusammenarbeit mit Personengruppen verbessern möchten.
Dieses spannende, umfangreiche und in allen Passagen vollkommen nachvollziehbare Kompendium ist uneingeschränkt allen Menschen ans Herz zu legen, die sich auf die Idee der kreativen Kommunikation jenseits von richtig / falsch einlassen wollen.
 
Zeitschrift für Systemdenken und Entscheidungsfindung im Management, Dezember 2006.



Die Kunst des Dialogs wagen

Wie kommuniziert man heute kreativ – etwa in alltäglichen privaten Vereinbarungen oder bei Verhandlungen in der internationalen Politik. Johannes und Martina Hartkemeyer ermutigen auch in schwierigen Umständen, die Kunst des Dialogs im Großen wie im Kleinen zu wagen. Denn die privaten wie globalen, die wirtschaftlichen wie die strategischen Verflechtungen belegen tagtäglich, dass wir gemeinsam in ener Welt leben müssen. Die Bedingungen sind nicht gut oder schlecht, sondern das Werkzeug, mit denen wir im Dialog etwas Neues, Besseres, Anderes herstellen.
 
DOSB Press, 30. Mai 2006.


 
Einladung zu kreativer Kommunikation

Das Buch versteht sich als Einladung zu kreativer Kommunikation, zu einer Kultur der Ermutigung. Das umfassende Werk sprengt dabei den Rahmen der Arbeitswelt. Es geht auch um Kommunikationsformen in der Familie oder im öffentlichen Leben. Das Autorenpaar führt in die Methodik ein, stellt viele Beispiele vor, wo Menschen in schwierigen Situationen (Opfer/Täter-Beziehungen) zum Dialog und zu einer beide Seiten fruchtbaren Weiterentwicklung fanden. „Dialogprozess-Begleiterinnen“ und „-Begleiter“ berichten über ihre Erfahrungen. Wer in seinem Unternehmen darüber nachdenkt, Kommunikationsformen zu verbessern, kann dieses Buch zurate ziehen.
 
Business Solutions 07, März 2006.


Die Kunst des Dialogs

Wie kann man es erreichen, richtig gehört und verstanden zu werden und zugleich anderen offen entgegenzutreten?
Qualitative Kommunikation ist ein kreativer Prozess, der erlernbar ist. Durch die Kunst des Dialogs könnten zwischenmenschliche Beziehungen reibungsloser gestaltet werden, wobei alle Beteiligten davon profitieren. Die Dialog-Definition geht zurück auf Martin Bubers Begriff der Be-Gegnung im Gegensatz zu den im Alltag üblichen Ver-Gegnungen. Das Autorenehepaar Hartkemeyer demonstriert an vielen Fallbeispielen, die Anwendbarkeit des dialogischen Kommunikationsmodells.

März 2006
 
 
Anregendes Werkbuch
  
Die Kunst, Kreativität in menschlichen Beziehungen zu entfalten, ist Thema dieses anregenden Werkbuches. Das Kapitel 2 kann darin als Grundlagenkapitel gelten, denn es beschreibt die Grundlagen des Dialogs. Der Dialog ist eine spezifische Gesprächsform, die der Physiker David Bohm entwickelt hat; er greift dabei u. a, auf Martin Buber und seinen philosophischen Ansatz zurück. Der Dialog als solcher ist mittlerweile in verschieden en Publikationen erläutert worden. Das Kapitel 2 fasst die wesentlichen Elemente zusammen. Der Dialog ist nicht einfach der Austausch von Meinungen, er ist auch keine Form der Durchsetzung von Positionen oder das Spielfeld geübter Rhetoriker. Dialog zielt darauf, dass alle Beteiligten in einem kreativen Feld zu neuen Einsichten und Erkenntnissen kommen. Insofern ist er eine Hilfe, um auch in vielen Gremien mit ihren eingefahrenen Kommunikationsmustern auf kreative Weise etwas Neues zu gestalten.
 
Dazu braucht es die Beachtung bestimmter Regeln. Ich muss lernwillig, ja neugierig sein, die Andersartigkeit der Anderen radikal respektieren und von Herzen sprechen. Weiterhin muss ich so zuhören können, dass auch bei mir etwas Neues entstehen kann. Alles was sich zeigt, darf in der Schwebe gehalten werden; das heißt, ich muss mich während des Dialogs noch nicht entscheiden. Dann kann ich erkundend fragen und nach vorne ausgerichtet plädieren sowie immer wieder verlangsamen. Alle diese Kernfähigkeiten werden für den Dialog gebraucht. Die Haltungen, die dahinter stecken, tauchen in so gut wie allen Gesprächsführungsansätzen auf; insofern sind sie nicht neu, stellen aber ein weites Übungsfeld für jegliche Art der Kommunikation dar. Bereits von daher kann sich die Beschäftigung mit dem lohnen, weil jede der Dialoghaltung auch alleine und bereits durch Beobachtungen geübt werden kann.
Will der Dialog zu einem Stichwort, einer Frage geführt werden – und viele Gremien, die vor neue Herausforderungen gestellt sind, könnten sich ja das mal gönnen – braucht es eine klare Vereinbarung des Rahmens (Zeit und Raum) und einiger Regel: am Besten auch für den Anfang die Unterstützung derer, die im Dialog Erfahrungen haben.
Zwei Interviewsequenzen runden dieses Grundkapitel ab.
 
Ab dann kann man viel über Kommunikation und Konstruktion von Wirklichkeiten lernen. So haben wir es immer mit einem konkreten Menschen als Gesprächspartner zu tun, den wir aber durch unsere Brille sehen, so dass wir jeweils mit „zwei Menschen“ zu tun haben.
Weitere Kapitel in diesem unfangreichen Werkbuch stellen Praxisfelde vor, in denen der Dialog eingeführt oder als Mittel zur Kommunikationsgestaltung genutzt wurde. Eine erfrischende Erfahrung vermittelt dabei die Einführung des Dialogs in einer Abteilungsleiterbesprechung. Gerade solche Routinesitzungen sind wenig von Kreativität geprägt. Hier war ein langer Lernprozess nötig. Doch kann, z. B. bei der Entwicklung von der Kooperation in Seelsorgeeinheiten mit verschiedenen Gremien einmal das Dialogelement „neugieriges Erkunden“ oder der Dialog als Ganzer geübt werden (vgl. 213-219).
Nach den vielfältigen Beispielen gibt es ein eigenes Kapitel, in dem de Dialog zu anderen Formen von Kommunikationsstrukturen in Beziehung gesetzt wird, vornehmlich dem Open-Space und der TZI sowie der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. Jeder Dialog trägt zur Konstruktion von Wirklichkeit bei; nicht nur meine Meinung gilt, in der „Haltung der Suspendierung“ werden mir die Augen für unterschiedliche Wahrnehmungen und damit Wahrheiten geöffnet. Auch dazu gibt es Anregungen, vorrangig in der Form von Interviews mit Philosophen, Wissenschaftlern oder Kommunikationstrainern. Den Schluss des Buches bildet eine Dialogwerkstatt mit Anregungen zu Qualifizierung von Dialogprozessbegleitern.
Ich gestehe gern, dass ich mich in diesem Buch (immerhin mehr als 400 Seiten) immer wieder „verlesen“ habe. Die Autoren verstehen es gut, Neugierde zu wecken, wenn man mit dieser Methode arbeiten will. Auch habe ich viele interessante Anregungen entdeckt, die mir weit über die Gestaltung von Kommunikation hinaus in meiner Arbeit helfen.
Wer allerdings noch wenig von den Gesetzmäßigkeiten der Kommunikation weiß und/oder den Dialog als Kommunikationsform nicht kennt, dem empfehle ich erst einmal das Grundlagenbuch von David Bohm, Der Dialog (Stuttgart 2002) oder Hartkemeyer u.a., Miteinander Denken – Das Geheimnis des Dialogs (Stuttgart 2001) oder Marshall Rosenberg, Gewaltfreie Kommunikation (Junfermann Verlag 2001).
Und in eben dieser Reihenfolge empfehle ich diese drei Bücher denjenigen, die sich mit dem Stichwort Kommunikation, vor allem im Hinblick auf das Führen von Mitarbeitergespräche bzw. das Steuern von Kommunikation in Gruppen und Gremien beschäftigen wollen.

Informationen März-April 2006, S. 43-44, Dr. Mathias Ball

 

Dialog: die Quelle der Kreativität

Für einen Dialog bedarf es einer bestimmten Einstellung und einiger Kernfähigkeiten, die das Autorenpaar knapp erläutert, um dann in jedem Kapitel an Hand konkreter Fallbeispiele die Erläuterungen zu erweitern und zu vertiefen. Grundvoraussetzung ist eine lernende offene Haltung. Sie fußt auf der Einsicht, dass der individuelle Ausschnitt, den ein Mensch von der Welt wahrnehmen kann, nicht zum guten Leben ausreicht und durch die Sichtweisen und Erfahrungen der Anderen bereichert wird. Also bedarf es eines radikalen Respekts gegenüber der Andersartigkeit des Anderen. Dazu kommt, „von Herzen sprechen“ zu lernen, also sich nicht in der Sprache zu verstecken, sondern das auszudrücken, was einem wirklich am Herzen liegt. Annahmen und Bewertungen gilt es, vorübergehend an den Rand zu stellen oder neugierig daraufhin zu untersuchen, wie sie über das bisher Gesagte hinaus transportieren. So werden sie in eine Schwebe gebracht, die Festgefahrenes für den Dialog öffnet.

      Das Buch stellt best practice für die Anwendung der Dialogmethode von in der Politik, in der Arbeitswelt und Unternehmensführung, in Schule und Erziehung, in lernenden Organisationen. Dabei werden die Prozesse sehr genau beschrieben und Erfahrungen aus einzelnen Projekten anschaulich weitergegeben. Der Begriff „Dialog“ mang manchem Manager zu weich erscheinen. Beim genauen Hinsehen wird klar: Dialog ist die beste Methode, um Gemeinsamkeit zu erzeugen und damit einen kreativen Schub zur Lösung von Problemen.

Chefposition, Februar 2006.

Die Kunst des Dialogs

Der Dialog ist ein Kommunikationenverfahren, ein ergebnisoffener Prozess, in dem die Regeln, Methoden und Rituale sich für den Erkenntnisprozess als dienlich erweisen sollen. Es wurde im Wesentlichen vom Quantenphysiker David Bohm und dem jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber entwickelt. Bei David Bohm bedeutet Dialog das „Fließen von Sinn“ – das Suchen und Entwickeln neuer, zuvor nicht bekannter Bedeutung in einer Gruppe um und durch die Menschen. Damit soll der Dialog ermöglichen, den Voraussetzungen, Ideen, Annahmen, Überzeugungen und Gefühlen von Menschen auf den Grund zu gehen, die unterschwellig die Interaktionen in der Gruppe beherrschen. Dialog ist weder Diskussion noch Debatte, aber auch kein Disput. Es geht nicht darum, sich durchzusetzen, „Punkte zu machen“ und mit der eigenen Meinung „zu gewinnen“, sondern alle Beteiligten gewinnen zu lassen und ihnen gleichzeitig neue Einsichten zu vermitteln.
In diesem Buch beschreiben Johannes und Martina Hartkemeyer, wie Dialog in interschiedlichen Situationen funktioniert und angewendet werden kann: Ein sehr übersichtliches Lehr- und Lernbuch mit zahlreichen Übungen, abwechslungsreich gestaltet und sehr kompakt dargelegt.

Lernende Organisation, Nr. 28, November / Dezember 2005.

Wie Dialoge gelingen können

„... die Unterhaltung hört auf, ein Austausch von Waren (Informationen, Wissen, Status) zu sein und wird zu einem Dialog, bei dem es keine Rolle mehr spielt, wer Recht hat. Die Duellanten beginnen, miteinander zu tanzen, und sie trennen sich nicht im Gefühl des Triumphes oder im Gefühl der Niederlage, was beides gleich fruchtlos ist, sondern voll Freude.«
So hat der große Sozialpsychologe Erich Fromm einmal die Gesprächshaltung von am Sein orientierten Menschen beschrieben. In einem solchen Gespräch geht es also nicht darum, sich durchzusetzen, zu überzeugen, rhetorisch zu brillieren, selbst Kompromisse (die vielfach für beide Seiten nur "zähneknirschend" akzeptiert werden können und zu neuem Streit führen) sind nicht gefragt. Was ein wirklicher Dialog ist und vor allem wie diese Kunst ohne großen Aufwand an Theorie zu erlernen ist, das zeigen die Autorin und der Autor dieses exzellenten Buches an einer Fülle von Beispielen aus den verschiedensten Praxisbereichen, angefangen vom Dialog im Alltag, in der Familie, Schule, Universität und am Arbeitsplatz bis hin zu lernenden Organisation, weltweit agierenden Unternehmen und politischen Konfliktfeldern wie Gentechnik und interkulturellem Zusammenleben. Die ermutigende Botschaft ist, dass jedefrau/jedermann, vom Hausmann bis zum Unternehmensleiter oder Politiker, den Dialog zunächst gleichsam als Rezept erlernen kann. Dabei mögen die von den Autoren eingeführten „Zehn Kernfähigkeiten“ – und seien es auch nur die ersten fünf davon – eine Starthilfe sein; das eigentliche Lernen, so die Mahnung der Autoren, muss sich jedoch in der Praxis vollziehen – bis der Dialog in Fleisch und Blut übergegangen, zur Haltung geworden ist. Ein fesselndes, phantasievoll gestaltetes und rundum gelungenes Selbstlern-, Lehr- und Arbeitsbuch mit dem Potenzial, zum ständigen "Dialogbegleiter" zu werden.

Amazon.de, © Amazon.de

Echter Dialog: So werden Unternehmen wirklich kreativ


Der Mensch wird am „Du“ zum „Ich“ – dieser Satz des Religionsphilosophen Martin Buber erinnert uns daran, dass wir den Dialog mit anderen brauchen, um uns selbst entwickeln zu können. Der Quantenphysiker David Bohm wurde mit seinem Buch „Der Dialog“ in der Tradition Bubers zum Begründer der modernen Dialogtheorie.
      Die Regeln des Dialogs fordern einfach nur Achtung für den anderen und Aufmerksamkeit für das, was er zu sagen hat. Bei näherem Hinsehen werden folgende Forderungen an die Dialogteilnehmer gestellt: Erkunde die tief sitzenden Wertvorstellungen des anderen, erfasse das Wesen und die Intensität seiner Emotionen, erkenne das Muster seiner Denkprozesse und die Bedeutung seiner kulturellen Herkunft. Der Dialogprozess ist gemeinsames Nachdenken mit offenen Ende und nicht etwa ein Streit um das bessere Argument, bei dem Gedanken verteidigt und zementiert werden.
      Die theoretischen Grundlagen wurden bei Bohm gut herausgearbeitet. Es mangelt aber an Rezepten, wie das offene Gespräch hergestellt werden könnte. Dr. Johannes F. Hartkemeyer, Direktor der Volkshochschule der Stadt Osnabrück, und Martina Hartkemeyer, Leiterin des Dialog-Projekts der Adolf-Reichwein-Gesellschaft, schaffen hier Abhilfe. Mit der Frage, wie man seine eigene „dialogische Intelligenz“ trainieren kann und offene Gespräche führen lernt, hat sich das Autorenehepaar offenbar die letzten Jahre sehr intensiv beschäftigt. Zum einen haben sie die Dialogbegleiter-Ausbildung des Amerikaners Freeman Dhority nach Deutschland geholt.
      Zum anderen haben sie weltweit nach Dialog-Experimenten gefahndet und mit ihnen Interviews geführt, die dieses Buch alleine schon lesenswert machen. Unentbehrlich wird das Buch aber dadurch, dass auf 60 Seiten der „Dialog in der Arbeitswelt“ zu Ehren kommt und Beispiele samt Übungen zur Einführung von Dialogprozessen in der Industrie veröffentlich werden.
 
Wirtschaft + Weiterbildung, November 2005.


Von Herzen sprechen und respektvoll lernen
„Können Sie sich vorstellen, dass sich unsere Spitzenpolitiker von Regierung und Opposition zum Dialog an einen Tisch setzen und ihre Annahmen, Überzeugungen, Glaubenssätze nicht nur in der Schwebe halten, sondern diese auch kritisch hinterfragen lassen? Dass sie ernsthaft und empathisch zuhören, von Herzen sprechen und eine interessierte, erkundende Haltung einnehmen? Warum erscheint das so absurd? So beginnt das 7. Kapitel des neuen Buches des Autoren-Ehepaars Johannes und Martina Hartkemeyer.
      Und sie liefern auch gleich eine Erklärung, warum uns das so abwegig erscheint. Die Erwartungen des Publikums sind letztlich widersprüchlich. Mit Beifall wird belohnt, wer zackige Antworten, schnelle Lösungen und raffinierte Attacken parat hat. Die Wähler, die, offiziell politikverdrossen, einen anderen Politikstil wünschen, votieren letztlich für den, der mit durchsetzungsfähigen Monologen die Szene beherrscht statt Dialogen Raum zu geben. Das 7. Kapitel schlüsselt den „Dialog in politisch-gesellschaftlichen Konfliktfeldern“ auf, so das es von einem „Gegeneinander Reden zum Miteinander Denken“ kommen kann. Dazu werden in den Spannungsfeldern Gentechnologie, Ökologie, interkulturelles und interreligiöses Gespräch, Aids-Prävention, Umgang mit politischen Rebellen in Kolumbien und Täter-Opfer-Ausgleich konkrete Projekte und Prozesse beschrieben, in denen sich die Dialogmethode bewährt hat. Interviews und Erfahrungsberichte unterstreichen den Beispielcharakter.
      Doch um bis zum 7. Kapitel zu kommen, sind eine Reihe von Stationen zu passieren, in denen Grundlagen der Dialogmethode kurz erläutert, in Bezug auf Alltagsthemen vorgestellt und anhand von Beispielen und Modellen aus der Erziehung, der Schule, der Universität und der Arbeitswelt praktisch sichtbar gemacht werden. Im 6. Kapitel wird das Dialogverfahren mit konkreten Erfahrungen in lernenden Organisationen beschrieben. An das Dialogverfahren anschließende Kommunikations­methoden wie Mediation und gewaltfreie Kommunikation werden im 8. Kapitel skizziert. Und dazu gibt es im Schlusskapitel noch weitere Impulse, Methoden, Seminarbeispiele und Materialien, nachdem sich im 9. Kapitel in Gesprächen mit Humberto R. Maturana, Hans-Peter Dürr und Rupert Sheldrake Zugänge zum Verständnis von dialogischen Prozessen finden.
      Für einen Dialog bedarf es eine bestimmten Einstellung und einiger Kernfähigkeiten, die das Autorenpaar knapp erläutert, um dann in jedem Kapitel und in der konkreten Anwendung die Erläuterungen immer mehr zu erweitern und zu vertiefen. Grundvoraussetzung ist eine lernende, offene Haltung. Sie fußt auf de Einsicht, dass der individuelle Ausschnitt, den ein Mensch von der Welt wahrnehmen kann, nicht zum guten Leben ausreicht und durch die Sichtweisen und Erfahrungen der Anderen bereichert wird. Also bedarf es eines radikalen Respekts gegenüber der Andersartigkeit des Anderen.
      Dazu kommt, „von Herzen sprechen“ zu lernen, also sich nicht in der Sprache zu verstecken, sondern das auszudrücken, was einem wirklich am Herzen liegt und was als bedeutsam empfunden wird. Annahmen und Bewertungen gilt es vorübergehend an den Rand zu stellen oder neugierig daraufhin zu untersuchen, was sie über das bisher Gesagte hinaus transportieren. So werden sie in eine Schwebe gebracht, die Festgefahrenes für den Dialog öffnet. Dazu bedarf es einer Verlangsamung, die in einer hektischen Zeit schwer herbeizuführen, aber notwendig ist, um dem Verstehen und nicht nur dem Sprechen Raum zu geben.
      Das Buch von Hartkemeyer stellt beste Praktiken des Dialogverfahrens vor. Grenzen und Schwierigkeiten de Methode werden teilweise beschrieben, aber nicht durchgearbeitet. Hier braucht es noch eine „Kritik des Dialogs“, um Missbrauch und Fehlplatzierung der Methode, aber auch das Scheitern des Dialogs in den Ansatz einzubeziehen. Denn das Potenzial des Dialogs ist unerschöpflich. Und dieses Buch ist ein guter Botschafter dafür.
Norbert Copray
Publik-Forum, Nr. 22, November 2005.
 

Informativ und anregend
 
Der Dialog eröffnet vielfältige Möglichkeiten einer neuen Qualität in der Kommunikation und zwischenmenschlichen Begegnung. Dies wird in dem anspruchsvollen Handbuch anschaulich geschildert. 10 Kernfähigkeiten sind Voraussetzung für den Dialogprozess. Ausführlich und mit vielen Praxisbeispielen aus dem In- und Ausland werden dessen Einsatzmöglichkeiten dargestellt: im Alltag, in Erziehung, Schule und Arbeitswelt, in Unternehmen und im politisch-gesellschaftlichen-religiösen Raum. Eingefügt sind Gespräche mit Persönlichkeiten wie Hans-Georg-Gadamer, Hartmut von Hentig, Verena Kast u.v.a. Ein Kapitel „Dialog-Werkstatt“ enthält Übungen, Seminarbeispiele und Ausbildungsinformationen zur Dialogprozess-Begleitung. Umfangreicher Anhang mit kommentierten Literaturangaben und Internetadressen, Personenregister und Anschriften. Ein informatives und anregendes Buch für alle, die an kreativer Kommunikation interessiert sind.
                                                                                                                                                                                             Sigrid Hamann
ekz-Informationsdienst 1/06.
 
 
 
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
25.10.05
On Dialogue - A Proposal / Übersetzung von Helga Pfetsch
 Hier finden Sie den berühmten Text zum Dialog von David Bohm, Donald Factor und Peter Garrett aus dem Jahr 1991 in der  Übersetzung der Dialog-Begleiterin Helga Pfetsch.
 

David Bohm, Donald Factor, Peter Garrett

 

DER DIALOG - EIN VORSCHLAG

 
Wir schlagen vor, gemeinsam zu erkunden, was jeder von uns sagt, denkt und fühlt, darüber hinaus aber auch die tiefer liegenden Beweggründe, Annahmen und Glaubenssätzen, die dieses Sagen, Denken und Fühlen bestimmen.
 
 
       Der Dialog, so wie wir den Begriff verwenden, ist eine Möglichkeit, die Wurzel der zahlreichen Krisen zu ergründen, denen die Menschheit sich heute gegenübersieht. Der Dialog macht es möglich, die Prozesse zu untersuchen und zu verstehen, die eine echte Kommunikation zwischen einzelnen Menschen, Nationen und auch den Mitgliedern einer Organisation erschweren und stören. In unserer modernen Kultur sind die Menschen wohl fähig, auf mancherlei Art mit einander zu interagieren: ohne größere Schwierigkeiten singen, tanzen oder spielen sie zusammen; nur ihr Vermögen, mit einander über Dinge zu reden, die sie zutiefst betreffen, scheint unweigerlich zum Disput, zur Spaltung und oft zur Gewalt zu führen. Unserer Ansicht nach weist das auf einen ernsten und weit verbreiteten Defekt im Prozess des menschlichen Denkens hin.
 
       Der Dialog ermöglicht es einer Gruppe von Menschen, den individuellen und gemeinsamen Voraussetzungen, Ideen, Überzeugungen und Gefühlen auf den Grund zu gehen, die unterschwellig ihre Interaktionen bestimmen. Der Dialog bietet eine Möglichkeit, Erfolge und Mißerfolge in der Kommunikation offenzulegen und die oft erstaunlichen Muster von Inkohärenz aufzuzeigen, die häufig dazu führen, daß die Mitglieder der Gruppe bestimmte Probleme vermeiden oder dann wieder, gegen alle Vernunft, beharrlich Meinungen über ein Problem verteidigen.
 
       Im Dialog bietet sich die Möglichkeit zu beobachten, wie verdeckte Wertungen und Absichten unser Verhalten bestimmen können und wie unbemerkte, beispielsweise kulturelle oder geschlechtsspezifische Differenzen aufeinanderprallen, ohne daß wir merken, was sich abspielt. So kann der Dialog als ein Schauplatz betrachtet werden, an dem gemeinsames Lernen stattfindet und wo daraus Harmonie, Gemeinschaftsgefühl und Kreativität entstehen können.
       Da der Dialog von seiner Natur her ein Entdeckungsfeld ist, sind seine Bedeutung und seine Methoden noch in der Entfaltung begriffen. So können keine Regeln für das Organisieren eines Dialogs festgelegt werden, weil er vom Wesen her ein Lernprozeß ist - Lernen nicht verstanden als Konsumieren von Informationen oder Doktrinen, die von einer Autorität vorgelegt werden, und auch nicht als Überprüfen und Kritisieren einer Theorie oder eines Programms, sondern vielmehr als Teil eines Entfaltungsprozesses des kreativen Miteinanders unter Gleichgestellten.
 
       Nichtsdestotrotz meinen wir, daß es wichtig ist, Sinn und Hintergrund des Dialogs verständlich zu machen.
 
       Unsere Annäherung an diese Art des Dialogs geschah in einer Folge von Gesprächen, die 1983 begannen und in denen wir uns mit David Bohms Gedanken beschäftigten, daß der eigentliche Grund für die endlosen Krisen der Menschheit eine vorherrschende Inkohärenz im Prozeß menschlichen Denkens ist. Das führte dazu, daß wir in den folgenden Jahren in verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Gruppen eine Anzahl größerer Gespräche und Seminare veranstalteten, die dann ihrerseits Dialoggestalt annahmen.
 
       Im weiteren Verlauf wurde uns zunehmend klarer, daß der Prozeß des Dialogführens ein sehr wirkungsvolles Mittel zum Verständnis dafür ist, wie Denken abläuft. Uns wurde bewußt, daß wir in einer Welt leben, die fast vollständig von menschlichen Initiativen und damit von menschlichem Denken produziert worden ist. Der Raum, in dem wir sitzen, die Sprache in der diese Worte geschrieben (und in die sie übersetzt) wurden, unsere nationalen Grenzen, unsere Wertsysteme und sogar das, was wir für unmittelbare Wahrnehmungen der Realität halten, sind im Grunde Anzeichen davon, wie wir Menschen denken und mit Gedanken umgehen. Uns wurde deutlich, daß wir die wahre Krise unserer Zeit nur angehen können, wenn wir willens sind, die verschiedenen Ebenen des Denkens zu erforschen und zu begreifen, und nur auf diese Weise mehr als vorübergehende Lösungen für die unendlichen menschlichen Probleme, mit denen wir konfrontiert werden, finden können.
 
       Wir benützen den Begriff "Denken" hier nicht nur für die Produkte unseres bewußten Intellekts, sondern auch für unsere Gefühle, Emotionen, Absichten und Wünsche. Der Begriff beinhaltet auch solche feinen konditionierten Ergebnisse von Lernen wie beispielsweise das, was es uns erlaubt, den Sinn einer Abfolge von einzelnen Szenen in einem Film zu erfassen, die abstrakten Symbole auf Straßenschildern zu entschlüsseln oder die nichtverbalen Prozesse, die für den Erwerb grundlegender mechanischer Fähigkeiten wie beispielsweise Fahrradfahren nötig sind. In diesem Wortsinn ist Denken also die aktive Reaktion des Gedächtnisses in jeder Phase des Lebens, und praktisch unser gesamtes Wissen und Können wird durch Denken produziert, zum Ausdruck gebracht, kommuniziert, transformiert und angewandt.
       Um diesen Ansatz noch klarer zu machen, behaupten wir, daß auch das, was wir als rationales Denken bezeichnen - jedenfalls bei etwas näherem Hinschauen - weitgehend aus Reaktionen besteht, die von vorausgehendem Denken bedingt und bestimmt werden. Wenn wir das aufmerksam betrachten, was wir normalerweise als Realität begreifen, dann sehen wir, daß diese "Realität" eine ganze Sammlung von Ideen, Erinnerungen und Reflexen beinhaltet, die von persönlichen Bedürfnissen, Ängsten und Wünschen gefärbt ist, und all das wiederum von den Schranken unserer Sprache und von historisch, geschlechts- und kulturbedingten Gewohnheiten eingeschränkt und verzerrt ist. Es ist äußerst schwierig, diese Mischung auseinander zu nehmen oder jemals Klarheit darüber zu bekommen, ob das, was wir wahrnehmen - oder unsere Einstellung zu diesen Wahrnehmungen - überhaupt genau ist.
 
       Das Erschwerende ist dabei, daß unser Denken diese problematische Tatsache normalerweise nicht in unser Bewußtsein dringen läßt, uns vielmehr erfolgreich das Gefühl vermittelt, daß die Art, wie jeder von uns die Welt interpretiert, die einzig denkbare ist. Was wir brauchen, ist ein Mittel, mit dessen Hilfe wir Denkprozesse so verlangsamen können, daß es möglich wird, sie zu beobachten, während sie noch stattfinden.
 
       Unser Körper hat diese Möglichkeit, aber unserem Denken fehlt sie offenbar. Wenn jemand den Arm hebt, dann weiß er, daß er dies willentlich steuert und nicht irgend jemand anderes es für ihn oder mit ihm tut. Man nennt das Propriozeption (Selbstwahrnehmung). Wir können unsere Körperaktivitäten erkennen, während sie sich abspielen, aber diese Fähigkeit fehlt uns im Bereich des Denkens. Beispielsweise merken wir nicht, daß unsere Haltung einem anderen Menschen gegenüber möglicherweise zutiefst davon beeinflußt ist, wie wir jemand ganz anderen einschätzen, der bestimmte Aspekte des Verhaltens oder auch Aussehens mit diesem Menschen gemein hat. Vielmehr gehen wir davon aus, daß unsere Haltung ihm gegenüber sich direkt aus seinem Verhalten ableitet. Das Problem beim Denken besteht darin, daß die Aufmerksamkeit, die nötig wäre, um eine solche Inkohärenz festzustellen, offenbar selten zur Verfügung steht, wenn sie am meisten gebraucht wird.
 
WARUM DIALOG?
 
       Der Dialog befaßt sich damit, einen Raum zu schaffen, innerhalb dessen solche Aufmerksamkeit aufgebracht werden kann. Er gewährt ein Offenlegen von Gedanken und Gemeintem, das eine Art gemeinschaftlicher Propriozeption (Selbstwahrnehmung) oder ein unmittelbares Zurückspiegeln von Denkinhalt und den weniger offensichtlichen dynamischen Strukturen, die ihn beherrschen, ermöglicht. Im Dialog kann das individuell und gemeinsam erlebt werden. Jeder Hörer kann jedem Sprecher und dem Rest der Gruppe seine Sicht der Annahmen und Implikationen in all dem, was ausgesprochen und was vermieden wird, zurückspiegeln. Das gibt jedem Teilnehmer die Gelegenheit, vorgefaßte Meinungen, Vorurteile und typische Muster, die den eigenen Gedanken, Meinungen, Überzeugungen und Gefühlen zugrundeliegen, und auch die Rollen, die er oder sie gerne gewohnheitsmäßig spielt, genau zu betrachten. Und es besteht Gelegenheit, diese Erkenntnisse den anderen mitzuteilen.
 
       Das Wort Dialog leitet sich von zwei Wurzeln ab: "dia", was "durch" heißt, und "logos", was "das Wort" oder genauer, "Wortbedeutung" heißt. Das Bild, das aus beidem entsteht, ist das eines Fließens von Sinn um die Teilnehmer und durch sie hindurch. Beliebig viele Menschen können einen Dialog führen, man kann sogar mit sich selbst dialogisieren - aber der Dialog, von dem wir reden, verlangt eine Gruppe von zwischen zwanzig und vierzig Menschen, die im Kreis sitzend mit einander redet.
 
       Eine Vorstellung vom Stellenwert eines solchen Dialogs kann man aus Berichten über Gruppen etwa dieser Größe in Sammler- und Jägerkulturen gewinnen, deren Treffen keinem erkennbaren sichtbaren Plan und auch keinem vorherbestimmten Zweck folgten. Solche Treffen schienen eine Art Zusammenhalt oder Kameradschaft zu bewirken oder zu verstärken, die den Teilnehmern erlaubte, ohne Instruktion oder weiteren Verbalaustausch zu wissen, was von ihnen erwartet wurde. Mit anderen Worten: in der Gruppe entwickelte sich etwas, was wir als kohärente Kultur der Sinneinigkeit bezeichnen könnten.
 
       Der Londoner Psychiater Dr. Patrick de Maré hat Pionierarbeit geleistet, um unter modernen Bedingungen etwas ähnliches zu tun. Er stellte Gruppen etwa dieser Größe zusammen, die einen soziotherapeutischen Zweck erfüllen sollten. Seiner Ansicht nach läßt sich die Hauptursache für die schwere und weitgreifende Erkrankung unserer Gesellschaft auf der soziokulturellen Ebene finden, und er ist der Meinung, daß solche Gruppen als Mikrokulturen die Möglichkeit bieten, die Quelle dieses Krankseins unserer größeren Zivilisation zu entlarven. Unsere Erfahrungen haben uns dazu geführt, diesen Gedanken auszuweiten, indem wir die fundamentale Rolle der Gedankenaktivität bei der Entstehung und dem Weiterbestehen dieses Krankheitszustands betonen und ihr besondere Aufmerksamkeit widmen.
 
       Als Mikrokosmos einer größeren Kultur bietet sich der Dialog dazu an, ein breites Spektrum möglicher Beziehungen aufzuzeigen. Er kann die Wirkung der Gesellschaft auf das Individuum und die Wirkung des Individuums auf die Gesellschaft aufdecken. Er kann zeigen, wie Macht ausgeübt oder verschenkt wird und wie beherrschend die normalerweise unbemerkten Regeln des Systems sind, das unsere Kultur ausmacht. Am intensivsten jedoch geht es im Dialog darum, die Dynamik dessen zu begreifen, wie das Denken solche Verbindungen herstellt.
        Im Dialog geht es nicht darum, vorsätzlich Verhalten zu verändern, noch darum, die Teilnehmer einem vorher gesetzten Ziel näherzubringen. Solche Bemühungen würden die Prozesse, die zu erforschen der Dialog sich vorgenommen hat, verschleiern und verdunkeln. Natürlich geschehen Veränderungen, da beobachtetes Denken sich anders verhält als unbeobachtetes. So kann der Dialog Gelegenheit bieten, daß Denken und Gefühle in unaufhörlich Aufmerksamkeit fordernden Bewegungen frei spielen. Themen von spezifischer oder persönlicher Natur werden sich mit Bereichen tieferer oder allgemeinerer Bedeutung verknüpfen. Jeder Gegenstand kann Eingang finden und kein Inhalt ist ausgeschlossen. Solche Aktivitäten sind in unserer Kultur sehr selten.
 
ZWECK UND BEDEUTUNG
 
       In der Regel setzen Menschen sich entweder zusammen, um eine Aufgabe zu bewältigen oder um sich unterhalten zu lassen, und beides kann als Zweck oder Ziel bezeichnet werden. Von seiner Natur her ist der Dialog mit keinem solchen Zweck oder Ziel in Einklang zu bringen, außer dem Interesse seiner Teilnehmer an der Entfaltung und der Enthüllung des tieferen gemeinsamen Sinnverständnisses, das sich herauskristallisieren kann. Gelegentlich ist das unterhaltsam oder belehrend und kann zu neuen Einsichten führen oder existierende Probleme ansprechen. Überraschenderweise führt der Dialog in seinen Frühstadien allerdings oft dazu, daß Frustrationen erlebt werden.
 
       Eine Gruppe von Menschen, die eingeladen wurden, Zeit und Aufmerksamkeit einer Aufgabe zu widmen, die kein offensichtliches Ziel hat und in keine erkennbare Richtung geführt wird, kann rasch eine ganze Menge Ängste oder Ärger erleben. Bei einigen führt das vielleicht dazu, daß sie die Gruppe aufbrechen oder versuchen, Kontrolle zu übernehmen und ihr eine bestimmt Richtung zu geben. Ziele, die vorher nicht erkennbar waren, zeigen sich. Zu bestimmten Gedanken tauchen starke Gefühle auf. Vielleicht werden Positionen verteidigt, und oft ist das Ergebnis eine Polarisation. All das ist jedoch ein Teil des Prozesses. Genau das hält den Dialog in Gang und sorgt dafür, daß er sich unaufhörlich und kreativ in neue Bereiche ausdehnt.
 
       In einer Versammlung von zwischen zwanzig und vierzig Menschen können extreme Frustration, Ärger, Konflikte oder andere Schwierigkeiten auftreten, doch in Gruppen dieser Größe können solche Probleme mit verhältnismäßiger Leichtigkeit aufgefangen werden. Sie können sogar der zentrale Konzentrationspunkt für das Erforschen dessen werden, was man als eine Art "Meta-Dialog" verstehen könnte, mit dem Ziel, den Prozess des Dialogs selbst zu klären.
      
       In dem Maße, in dem Sensibilität und Erfahrung wachsen, kommt es zu einer Wahrnehmung von Sinneinigkeit, und die Teilnehmer entdecken, daß sie einander weder bekämpfen, noch einfach nur interagieren. Wachsendes Vertrauen unter den Gruppenmitgliedern - und Vertrauen in den Prozeß - führt dazu, daß Gedanken und Gefühle geäußert werden, die üblicherweise unausgesprochen bleiben. Weder wird ein Konsens aufgezwungen, noch wird versucht, den Konflikt zu vermeiden. Weder einzelne Individuen noch Untergruppen können dominieren, weil jedes Thema, einschließlich Dominanz und Unterwerfung ja jederzeit betrachtet werden kann.
 
       Die Teilnehmer stellen fest, daß sie an einem unaufhörlich sich verändernden und weiterentwickelnden gemeinsamen Sinngebilde beteiligt sind. Daraus entsteht ein gemeinsamer Bewußtseinsinhalt, der eine Ebene von Kreativität und Einsicht erlaubt, die Individuen und Gruppen, die auf die üblichen Weisen miteinander umgehen, normalerweise verschlossen bleibt. Diesen Aspekt des Dialogs hat Patrick de Maré als Koinonia bezeichnet, was "unpersönliche Zusammengehörigkeit" bedeutet und ursprünglich zur Beschreibung der frühen Demokratie in Athen benützt wurde, in der alle freien Männer der Stadt sich zum gemeinsamen Regieren versammelten.
       Indem diese Zugehörigkeit erfahren wird, beginnt sie Vorrang vor dem vordergründigeren Inhalt der Unterhaltung zu gewinnen. Dies ist ein wichtiges Stadium im Dialog, ein Augenblick vermehrter Übereinstimmung, in dem die Gruppe fähig ist, sich über ihre wahrgenommenen Blockierungen oder Grenzen hinwegzusetzen und in neues Gebiet vorzudringen. Es ist auch ein Punkt, an dem eine Gruppe beginnen könnte, sich zu entspannen und sich in dem Hochgefühl zu aalen, das diese Erfahrung begleitet. Dieser Punkt bewirkt manchmal Verwechslungen zwischen dem Dialog und manchen Formen psychotherapeutischer Gruppenarbeit. Vielleicht möchten Teilnehmer die Gruppe gern zusammenhalten, um das angenehme Gefühl von Sicherheit und Zugehörigkeit aufrechtzuerhalten, das mit diesem Zustand einhergeht. Es ähnelt dem Gemeinschaftsgefühl, das oft in Therapiegruppen oder in Teambildungsseminaren erreicht wird, wo es als Beweis für den Erfolg der eingesetzten Methode gesehen wird. Jenseits dieses Punkts liegen jedoch noch bedeutendere und subtilere Bereiche von Kreativität, Einsicht und Verständnis, die nur erreicht werden, wenn der Prozess des Hinterfragens weiterverfolgt und damit riskiert wird, daß man sich erneut in Zonen potentiell chaotischer und frustrierender Ungewißheit begibt.
 
WAS DER DIALOG NICHT IST
 
       Der Dialog ist keine Diskussion. Das Wort Diskussion hat die gleiche Wurzel wie die englischen Worte "percussion" (Schlag, Stoß) und "concussion" (Erschütterung), und beide beinhalten die Idee des Zerrüttens und Auseinanderreißens von etwas. Der Dialog ist auch keine Debatte. Sowohl der Diskussion als auch der Debatte haftet eine Tendenz an, auf ein Ziel zuzustreben, eine Übereinstimmung herauszuarbeiten, ein Problem zu lösen oder den Sieg der eigenen Meinung voranzutreiben. Auch ist der Dialog keine schöngeistige Gesellschaft mit der Absicht zu unterhalten, Freundschaft zu knüpfen und Klatsch und andere Informationen auszutauschen. Obwohl das Wort Dialog oft in dieser Richtung verwendet wurde und wird, beinhaltet seine tiefere Bedeutung von der Wortwurzel her, daß er an alledem nicht primär interessiert ist.
 
       Dialog ist auch kein neuer Name für Team- oder Sensibilitätstraining, obwohl er an der Oberfläche diesen und anderen verwandten Formen der Gruppenarbeit ähnelt. Seine Folgen mögen psychotherapeutischer Natur sein, doch konzentriert er sich nicht darauf, bei Teilnehmern emotionale Blockaden abzubauen oder etwas zu lehren oder trainieren oder zu analysieren. Dabei ist der Dialog eine Plattform, auf der Lernen und Abbau von Blockaden stattfinden kann und es auch oft tut. Der Dialog ist keine Technik zum Lösen von Problemen oder Konflikten, auch wenn im Laufe eines Dialogs durchaus Probleme gelöst werden können, oder vielleicht auch später, jedenfalls als Ergebnis des vertieften Verstehens und der Verbundenheit, die unter den Teilnehmern stattfindet. Der Dialog ist, wie wir schon betont haben, in erster Linie ein Mittel, um den Bereich des Denkens zu erforschen.
 
       Der Dialog ähnelt einer Anzahl anderer Formen von Gruppenaktivitäten und enthält möglicherweise zeitweise Aspekte von ihnen, ist aber in der Tat etwas in unserer Kultur ganz Neues. Wir glauben, daß er eine Aktivität darstellt, die sich als lebensnotwendig für die zukünftige Gesundung unsere Kultur erweisen könnte.
 
  
WIE MAN EINEN DIALOG BEGINNT
 
       Das "Suspendieren" (vorübergehend in der Schwebe halten) von Gedanken, Impulsen, Wertungen etc. bildet das Herzstück des Dialogs. Es ist einer seiner wichtigsten neuen Aspekte. Es ist nicht ganz leicht, diesen Aspekt verständlich zu machen, weil das Suspendieren ungewohnt und subtil ist. Es erfordert Aufmerksamkeit, Zuhören und Hinsehen und ist eine notwendige Voraussetzung für eingehendes Forschen. Sprechen ist beim Dialog natürlich notwendig, denn ohne Worte gäbe es wenig zu erforschen. Doch der Prozess des Nachforschens spielt sich beim Zuhören ab - sich selbst und anderen. Zum Suspendieren gehört es, eigene Reaktionen, Impulse, Gefühle und Meinungen so offenzulegen, daß andere in der Gruppe sie erkennen und spüren und zurückspiegeln können. Es bedeutet nicht, sie zurückzudrängen oder zu unterdrücken und auch nicht, sie aufzuschieben. Es bedeutet einfach nur, ihnen ernsthaft Aufmerksamkeit zu schenken, damit ihre Strukturen erkannt werden können, während sie stattfinden.
 
       Wenn Sie beispielsweise fähig sind, Aufmerksamkeit aufzubringen für die starken Gefühle, die vielleicht den Ausdruck eines bestimmten Gedankens, eines eigenen oder den eines anderen, begleiten, - und wenn es Ihnen gelingt, diese Aufmerksamkeit beizubehalten, dann wird sich der Denkprozeß tendenziell verlangsamen. Und das erlaubt Ihnen vielleicht, den tieferen Sinn, der Ihrem Gedankenprozeß zugrundeliegt, zu erkennen und die oft inkohärente Struktur einer Handlung zu spüren, die Sie sonst vielleicht automatisch vollzogen hätten. Ähnlich kann, wenn eine Gruppe solche Gefühle suspendieren und ihnen Aufmerksamkeit schenken kann, der Prozeß, der in der Gruppe vom Denken zum Fühlen zum Handeln fließt, sich ebenfalls verlangsamen und seinen tieferen, hintergründigeren Sinn und mögliche implizite Verzerrungen offenbaren und schließlich zu etwas führen, was wir als eine neue kohärente, gemeinsame Einsicht beschreiben könnten.
 
       Gedanken, Impulse, Wertungen etc. zu suspendieren, erfordert eine ernsthafte Aufmerksamkeit dem Gesamtprozeß gegenüber, den wir betrachtet haben - sowohl auf Seiten des einzelnen als auch der Gruppe. Damit ist Arbeit verbunden, eine Arbeit, die zunächst sehr mühselig erscheinen mag. Doch wenn diese Mühe aufgebracht wird, entwickelt sich die Fähigkeit, solche Aufmerksamkeit unaufhörlich aufzubringen, und dann wird immer weniger Anstrengung dazu erforderlich sein.
 
ZAHLEN: Am besten funktioniert der Dialog mit zwischen zwanzig und vierzig Menschen, die in einander zugewandt im Kreis sitzen. Eine Gruppe dieser Größe macht das Entstehen und Beobachten verschiedener Untergruppen oder Unterkulturen möglich, die dazu beitragen können, aufzudecken, wie gemeinsames Denken funktioniert. Das ist wichtig, weil die Differenzen zwischen solchen Subkulturen oft ein unerkannter Grund für mißlingende Kommunikation und Konflikte ist. Kleineren Gruppen fehlt die erforderliche Unterschiedlichkeit, die solche Tendenzen erst aufdeckt, und sie betonen in der Regel eher vertraute Beziehungen und individuelle oder Familienrollen.
 
       Bei einigen Gruppen hatten wir bis zu sechzig Teilnehmer, aber bei einer so großen Zahl wird der Prozeß schwerfällig. Man braucht dann zwei konzentrische Kreise, damit alle so sitzen, daß sie einander sehen und hören können. Damit sind die in der zweiten Reihe im Nachteil, und weniger Teilnehmer haben die Gelegenheit zu sprechen.
 
       Hier sollte vielleicht erwähnt werden, daß einige Teilnehmer eher viel reden, während andere Schwierigkeiten damit haben, sich in Gruppen zu äußern. Es empfiehlt sich jedoch, daran zu denken, daß das Wort "teilnehmen" zwei Bedeutungen hat: "teilnehmen an" und "sich seinen Teil nehmen von". Zuhören ist mindestens ebenso wichtig wie sprechen. Oft werden die ruhigeren Teilnehmer mehr reden, wenn die Dialog-Erfahrung ihnen vertrauter geworden ist, während die beherrschenderen Personen dann dazu tendieren, weniger zu sprechen und mehr zuzuhören.
 
DAUER: Ein Dialog braucht seine Zeit, um in Gang zu kommen. Er ist eine ungewohnte Art, mit anderen gemeinsame Erfahrungen zu machen und eine Art Einführung ist notwendig, in der der Sinn des Ganzen klar wird. Doch auch nach einer klaren Einleitung, kann die Gruppe, wenn die Teilnehmer beginnen, miteinander zu reden, Verwirrung und Frustration erleben, sowie selbstzweiflerische Bedenken, ob sie denn nun wirklich in den Dialog eingestiegen ist. Es wäre sehr optimistisch zu erwarten, daß ein Dialog während der ersten Sitzung fließen und sehr in die Tiefe gehen kann. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, daß Beharrlichkeit erforderlich ist.
 
       Bei der Organisation von Dialogen ist es hilfreich, sich zu Beginn auf die Dauer der Sitzung zu einigen und jemanden zu bestimmen, der auf die Zeit achtet und das Ende ansagt. Wir haben festgestellt, daß etwa zwei Stunden optimal sind. Bei längeren Sitzungen riskieren wir Ermüdungserscheinungen, die die Qualität der Teilnahme verringern. Viele Gruppen arbeiten mit überlangen Marathonsitzungen, in denen diese Ermüdungserscheinungen dazu benutzt werden, Teilnehmerhemmungen abzubauen. Im Dialog geht es dagegen mehr darum, die sozialen Konstrukte und Hemmungen, die unsere Kommunikation beeinflussen, zu erforschen als sie zu umgehen.
 
       Je regelmäßiger die Gruppe sich treffen kann, desto tieferes und bedeutsameres Gebiet wird erforscht werden. Oft werden Wochenenden benützt, um eine Folge von Sitzungen abzuhalten, aber wenn der Dialog über eine längere Zeitspanne fortgesetzt werden soll, würden wir mindestens eine Woche Abstand zwischen den Sitzungen vorschlagen, um Zeit für individuelle Reflektion und Weiterdenken zu geben. Es gibt keine Beschränkung dafür, wie lange eine Dialoggruppe ihre Arbeit fortsetzen sollte. Es würde jedoch dem Geist des Dialogs widersprechen, wenn er zu etwas Fixiertem oder Institutionalisiertem würde.
 
LEITUNG: Der Dialog ist vom Wesen her ein Gespräch zwischen Gleichen. Jede machtausübende Autorität, wie vorsichtig und einfühlsam auch immer, kann das freie Spiel der Gedanken und die oft zerbrechlichen und subtilen Gefühle, die vielleicht mitgeteilt werden könnten, hemmen und verhindern. Der Dialog ist der Manipulation gegenüber anfällig, doch vom Geist her paßt beides nicht zusammen. Hierarchie hat keinen Platz im Dialog.
 
       In den frühen Stadien ist jedoch eine Führung erforderlich, die den Teilnehmern hilft, die feinen Unterschiede zwischen dem Dialog und anderen Formen von Gruppenprozessen zu erkennen. Mindestens ein erfahrener Dialogförderer (Facilitator), lieber noch zwei sind unbedingt nötig. Ihre Rolle sollte es sein, gelegentlich auf Situationen hinzuweisen, die eventuell zu Stagnationspunkten für die Gruppe werden können, mit anderen Worten, dem Prozess der gemeinsamen Propriozeption voranzuhelfen, doch sollten diese Interventionen nie manipulativ oder auffällig sein. Die Dialogförderer sind Teilnehmer so wie alle anderen auch. Wenn eine Führung notwendig erscheint, sollte sie in Form eines "von hinten Lenkens" geschehen und die Absicht verfolgen, sich selbst so rasch wie möglich überflüssig zu machen.
 
       Dieser Entwurf ist keineswegs als Ersatz für erfahrene Dialogförderer gedacht. Wir möchten aber vorschlagen, daß sein Inhalt mit der Gruppe während des erstens Treffens besprochen wird, damit alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sicher sein können, sich auf dasselbe Abenteuer einzulassen.
 
THEMEN: Der Dialog kann mit jedem Thema beginnen, das für die Teilnehmer von Interesse ist. Wenn Gruppenmitglieder das Gefühl haben, daß bestimmte Themen störend oder unpassend sind, ist es wichtig, daß sie diese Gedanken innerhalb des Dialogs ausdrücken. Kein Inhalt sollte ausgeschlossen werden.
 
       Oft reden die Teilnehmer nach einer Sitzung über den Dialog oder geben dann ihrer Unzufriedenheit oder Frustration Ausdruck. Aber genau solches Material bietet die fruchtbarsten Bedingungen für ein Vorankommen zu tieferen Bereichen von Sinn und Kohärenz, fort von der Oberflächlichkeit von "Groupthink", Höflichkeiten oder Partygesprächen.
 
  
DER DIALOG IN BEREITS BESTEHENDEN ORGANISATIONEN
 
       Bisher haben wir vor allem über Dialoge berichtet, die Individuen verschiedener Herkunft zusammenbringen und nicht solche aus bestehenden Organisationen. Aber der Wert des Dialogs kann natürlich auch von den Zugehörigen einer festen Organisation als Mittel erfahren werden, die Kreativität in ihrer Kooperation zu verbessern.
 
       In diesem Fall verändert sich der Ablauf des Dialogs beträchtlich. Mitglieder einer Organisation haben bereits eine Anzahl verschiedener Beziehungen untereinander und zu ihrer Organisation als solcher aufgebaut. Es mag schon von vornherein eine Hierarchie geben oder ein Bedürfnis, die Kollegen, das Team oder die Abteilung zu schützen. Es kann Angst davor geben, Gedanken auszusprechen, die als Kritik an Höhergestellten oder an Normen innerhalb der Organisationskultur verstanden werden könnten. Karrieren oder die soziale Akzeptanz einzelner könnte gefährdet scheinen durch die Teilnahme an einem Prozeß, der Gewicht auf Transparenz und Offenheit, Ehrlichkeit, Spontaneität und die Art von Interesse an anderen legt, die lang verdeckt gehaltene Gebiete von Verletzlichkeit auftun kann.
 
        In einer festen Organisation wird der Dialog vermutlich mit dem Aufdecken jener Zweifel und Ängste beginnen müssen, die ganz sicher mit der Teilnahme verknüpft sind. Vielleicht müssen die Mitglieder mit einer ziemlich genauen Tagesordnung beginnen, von der abzuweichen sie dann im Laufe des Dialogs ermutigt werden können. Das ist der Unterschied zu einmaligen oder sich selbst zusammenstellenden Gruppen, in denen die Teilnehmer die Freiheit haben, mit jedem beliebigen Thema zu beginnen. Aber wie schon erwähnt sollte kein Inhalt ausgeschlossen werden, da der Impuls, ein Thema auszuschließen, an sich schon reich an Material für das Nachforschen ist.
 
       Die meisten Organisationen haben vorherbestimmte feste Ziele und Zwecke, die selten in Frage gestellt werden. Auch dies scheint zunächst vielleicht unvereinbar mit dem freien und offenen Gedankenspiel, das dem Dialog eigen ist. Doch auch diese Hürde kann genommen werden, wenn man den Teilnehmern von Anfang an hilft sich klarzumachen, daß Überlegungen zu solchen  Themen wesentlich für das Wohlergehen der Organisation sein und umgekehrt dazu beitragen können, sowohl die Selbstachtung des Teilnehmers zu vergrößern als auch das Ansehen in dem er oder sie bei anderen steht.
 
       Das kreative Potential des Dialogs ist groß genug, um ein zeitweiliges Suspendieren der Strukturen und Beziehungen, die eine Organisation ausmachen, zu erlauben.
 
       * * *
 
       Schließlich möchten wir noch einmal deutlich sagen, daß wir den Dialog weder als Patentrezept hinstellen wollen, noch als eine Methode oder Technik, die erfolgreicher ist als alle anderen Formen von sozialer Interaktion. Nicht alle Menschen werden den Dialog als nützlich empfinden, noch wird er in allen Kontexten nützlich sein. Viele Methoden der Gruppentherapie sind sehr wertvoll, und es gibt viele Aufgaben, die eine starke Führung und eine klar geformte organisatorische Struktur brauchen.
 
       Viel von dem, was wir hier beschrieben haben, kann unabhängig erreicht werden, und dazu möchten wir auch gern ermutigen. Viele der in diesem Entwurf dargestellten Ideen sind immer noch Gegenstand unserer eigenen fortdauernden Forschungen. Wir raten nicht dazu, sie als festgefügt und endgültig zu betrachten, sondern vielmehr dazu, sie als Teil Ihres eigenen Dialoges zu untersuchen.
 
       Der Geist des Dialogs ist der von freiem Spiel, einer Art gemeinsamer Tanz des Denkens, der trotzdem eine ungeheure Kraft hat und einen kohärenten Zweck enthüllt. Einmal begonnen wird er zu einem immer weiterführenden Abenteuer, das den Weg zu bedeutsamer und kreativer Veränderung öffnen kann.
 
                    Deutsch von Helga Pfetsch, Heidelberg
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
07.11.05
Pressebericht zum Projekt "Liebend gern erziehen"
   
Liebend gern erziehen
Arbeitskreis des Lokalen Bündnisses für Familien stellt sich vor
 
-sp- Ibbenbüren. Autoritär, Laissez-faire, demokratisch oder diktatorisch – „Liebend gern erziehen“, war der Titel der gestrigen Veranstaltung des Lokalen Bündnisses für Familien im Rathaus. Dazu waren mehr als 80 Menschen aus Schule, Kindergarten und Politik sowie Eltern eingeladen.
      Wolfgang Flohre, Leiter der Familienbildungsstätte, hob die Bedeutung de Erziehung hervor. Die Veranstaltung solle Initiativgruppen und Organisationen vorstellen, die sich mit der Stärkung von Elternkompetenzen befassen.
      Dr. Martina Hartkemeyer, Autorin und Mutter von vier Kindern, hielt den Fachvortrag mit dem Titel „Liebend gern erziehen“. Diesen entwickelte sie im Dialog mit den Anwesenden, befasste sich mit den Herausforderungen des Erziehungsalltags und mit der Frage, wie dieser mit Kindern positiv gestaltet werden kann.
      „Erziehung ist eine Kunst.“ Und die Basis der Erziehung sei der Dialog, machte sie deutlich. Zentral sei dabei der „Anfängergeist“: sich Kindern mit kreative Neugier zu nähern und nicht als Erwachsener, sozusagen allwissend. Zwei weitere wichtige Fähigkeiten seien Sprechen und Hören. Das habe auch mit Körpersprache zu tun. Das Kind müsse man ernst nehmen. Dazu gehöre ebenso Respekt. Hartkemeyer riet dazu, sich häufiger mal in das Kind hinein zu versetzen. „Wie ging es mir, wenn ich als Kind geweint habe.“
      Sogenannte Methoden lehnte sie ab. „Oder wenden Sie bei Problemen mit dem Partner oder Freunden auch Methoden an?“ Zudem sei jede Familie unterschiedlich, wie auch jede Familie unterschiedliche Wohnzimmer, Schlafzimmer, Esszimmer habe. Um dies zu verdeutlichen, schilderte sie die unterschiedlichen Wahrnehmungen des Pastors, Biologen, Försters, Wanderers und Malers, wenn diese einen Wald beträten. „Müssen sich alle meinem Bild unterwerfen?“
      Schon seit mehreren Monaten trifft sich in Ibbenbüren ein Arbeitskreis, in dem sich Institutionen zusammengeschlossen haben, die sich auf unterschiedliche Weise um die Erweiterung der Erziehungskompetenz von Eltern bemühen. Ihm gehören die Fabi, die Evangelische Jugendhilfe, das Elternforum Ibbenbüren, die Familienberatungsstelle der Caritas und das Jugendamt an. Diese stellten sich anschließend vor.
Ibbenbürener Volkszeitung, 29.09.2005.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
02.11.05
Stimmen und Rezensionen zum ersten Buch "Miteinander Denken"
Hier finden Sie Stimmen und neuere Rezensionen zum ersten Buch "Miteinander Denken", das inzwischen in der dritten Auflage vorliegt.
 
Stimmen  
 
 
„Das Buch ist nicht abgehoben, sondern sehr konkret mit vielen Beispielen. Die Ansichten von Experten aus allen Teilen der Welt werden in der Form vermittelt, die dem Dialog am nächsten ist ... liebevolle Gestaltung und ausgezeichnete Leserführung ...“
(Neue Osnabrücker Zeitung)

 „... ganz großes Kompliment ... Selten hat mich ein Buch so fasziniert ...“
(Dr. Hans Heinrich Reinhardt, Unternehmensberatung)

„Dies gelingt: ... Dialog als Disziplin erlernbar ... vielfältige Anregungen ... Anleitung für die Erwachsenenbildung ...“
(Dr. Volker Otto, Direktor des Deutschen Volkshochschulverbandes)

„... hervorragend gestaltetes und sprachlich gekonntes Buch ...“
(Publik Forum, Buch des Monats)

„... (das) Buch habe ich verschlungen ... „Dialog und TZ I sehr vereinbar ...“
(Ruth C. Cohn, Begründerin der Themenzentrierten Interaktion, TZ I)

„... sehr nützliches Buch, bei dem tatsächliches Üben im Vordergrund
steht. Die Autoren sind Veränderungsprofis ...“
(Trainer-Presse-Spiegel)

„... innovativ ... das Dialog-Projekt als Bestandteil eines weltweiten Paradigmenwechsels ...“
(Prof. Dr. Horst Siebert in der Süddeutschen Zeitung)

„Ein Buch, das uns lange gefehlt hat“
(Business Bestseller - Informationen für Führungskräfte)

„Wie man Dialoge anzettelt und führt schildert das Buch in anschaulicher Weise. Urteil: eine lohnende Entdeckungsreise“
(Das Schweizer Wirtschaftsmagazin „Bilanz“)

„Es ist ein facettenreiches Buch, das Selbstdarstellungen und Visionen von Experten enthält“
(Info 3 Anthroposophie heute)

„Mit Enthusiasmus habe ich ...,Miteinander denken - das Geheimnis des Dialogs’ gelesen“
(ecology + communication ecco Unternehmensberatung)

„... ist die Lektüre dieses Buches dringend empfohlen ... Sei es privat, in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Politik“
(Agenda-Die schweizer Arbeitsmarktzeitschrift)

„Dialog kann man lernen, wer ihn beherrscht, wird sehen, daß alles besser läuft. Ein erfrischendes und lehrreiches Buch ...“
(Die Welt/Welt am Sonntag)

„Internationales Interesse ... Ein Buch macht Furore“
(Osnabrücker Nachrichten)

„Ein großartiges Buch. Es macht Freude es zu lesen“
(Prof. Karl-Henrik Robert, The Natural Step, Schweden)

„... ein schönes Buch ... Praktische Tips Handreichungen bietet dieses
Buch .. zuhauf.“
(Bayerischer Rundfunk)

„... ästhetisch anspruchsvolles Buch ... praktisches Handbuch zur
Dialogbegleitung ... die Lektüre wird zu einem Leseerlebnis.“
(Forschungs- und Literaturreport Weiterbildung, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung)

„Ihr Dialog-Buch hat mich begeistert. Es ist sehr anregend - Konzeption, Aufbau und Ausstattung hervorragend. Es läßt ahnen, zu was ein Dialog fähig ist.“
(EMS Entwicklungsberatung, Hans Martin Lang)

„Das Buch ist eine echte Innovation. Es wird Grundlage für ein interkulturelles deutsch-japanisches Dialogprojekt“
(Dr. Kazuma Matoba, Universität Witten Herdecke)

Ein ausgezeichnetes Buch! Es wird Pflichtlektüre für das nächste Semester
(Prof. Dr. Martha Friedenthal-Haase, Friedrich-Schiller-Universität, Jena)

·    „Das Geheimnis des Dialogs zu ergründen bleibt ... eine dauernde und
lohnende Aufgabe, der Sie sich dankenswerterweise widmen“
(Johannes Rau, Bundespräsident)

„ ... eine Vision, dass wir anders miteinander umgehen könnten“
(Westdeutscher Rundfunk)

Rezensionen
 
Miteinander Denken
 
Dialog ist kein Zaubermittel, aber ein erster einfacher Schritt, wie in Teams, in ‚Führungsbeziehungen, in Meetings, aber auch zwischen den Mitgliedern der Organisation optimaler kommuniziert werden kann – für alle Beteiligten.
Den Dialog muss man üben; und in diesem Buch wird verraten wie.  Die insgesamt 10 Kernfähigkeiten, die hier vorgestellt werden, unterstützen die Lernenden dabei. Darüber hinaus wird dargestellt, wie der Dialogprozess abläuft, welche Rolle und Rahmenbedingungen der Dialogbegleiter braucht und wie der Dialog nicht nur in Organisationen, sondern auch im sozialen Alltag, lin der Politik und beim Thema Ökologie angewendet werden kann.
praxisorientiert, anwenderfreundlich und verständlich beschrieben: Das sind die Qualitäten dieses Buches, die den Leser begleiten. Freeman Dhority, der Co-Autor dieses Buches, hat William Isaacs in seinem MIT-Projekt zum Thema Dialog langjährig begleitet und Dialog erstmals in Deutschland eingeführt.
 
Lernende Organisation, Nr. 28, November / Dezember 2005.
 
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
25.10.05
Gespräch mit Annemarie Schimmel
Über die Notwendigkeit und die Chancen eines west-östlichen Dialogs
 
»Es ist Zeit für einen Dialog auf ein west‑östlichen Divan«
 
Ein Gespräch mit Annemarie Schimmel
 
 
Annemarie Schimmel wurde 1922 in Erfurt geboren, promovierte mit 19 Jahren in Ägyptologie, habilitierte in Orientalistik in Marburg, lehrte als Professorin für Indomuslimische Kultur unter anderem in Ankara, Bonn und Harvard und veröffentlichte mehr als 100 selbstständige Publikationen. Sie trägt zahlreiche Auszeichnungen und mehr als 20 Ehrendoktorwürden ‑ auch von arabischen Staaten. Annemarie Schimmel ist Friedenspreisträgerin des deutschen Buchhandels und wurde im Jahr 2002 in Osnabrück mit dem Muhammad- Nafi-Tschelebi Publizistikpreis ausgezeichnet. Sie verstarb im Januar 2003.
 
 
Hartkemeyer: Frau Schimmel, in Ihrem Leben hat der Koran eine wichtige Rolle gespielt Dort heißt es: »Durch das Gedenken an Gott wird das Herz still.«
 
Schimmel: Ja, das erinnert mich an den großen persischen Dichter Rumi, dessen Mausoleum in Konja ich schon über 30mal besucht habe. Die Rohrflöte war für ihn das Bild des menschlichen Herzens. Getrennt vom Ursprung, getrennt von Gottes Gegenwart, so Rumi, ist alles Sehnsucht ‑ ausgedrückt in Musik.
 
Der Islam scheint durch dieses Grundgefühl geprägt zu sein.
 
Diese Tota1ität, dass Gott durch alles spricht, seine Zeichen in der Natur, in der Geschichte und im Menschen ausdrückt und man von daher alles in gut und böse unterscheiden und danach handeln kann, muss man verstehen lernen. Für dieses Verständnis wird bei uns wenig getan: Seit 900 Jahren hat der Islam gewissermaßen eine »schlechte Presse«. Im Christentum galt Mohammed eher als eine Art Kardinal, der es nicht zum Papst geschafft hat und deshalb eine neue Religion gründete.
 
Sind die Unterschiede im christlichen und muslimischen Denken tatsächlich so groß?
 
Diese Dimension können sich die meisten Menschen kaum vorstellen. Dafür ein Beispiel: Ich wurde im Westen stark angegriffen, weil ich mir erlaubt hatte, Salman Rushdie wegen seiner »satanischen Verse« zu kritisieren, Die meisten Menschen haben keine Ahnung davon, wie stark diese »Verse« die Weltanschauung der Muslime gekränkt haben. So etwas zerstört den Dialog. Ich habe versucht, für dieses Problem das Bewusstsein zu schärfen. Man muss verstehen lernen, dass die Muslime auch Jesus stärker verteidigen als die Christen, wenn er angegriffen wird. Und die meisten Menschen wissen gar nicht, wie groß das Ansehen und die Verehrung Marias im Islam ist. Lesen Sie Sure 19 im Koran. Viele Menschen im Westen schätzen den Islam völlig falsch ein. So ist beispielsweise die Vorstellung, dass eine Feindseligkeit gegenüber dem Christentum im Islam begründet sein soll, völlig absurd. Der Koran ist eigentlich das Buch von »Liebenden« und »Geliebten«. Ein außerkoranisches Gotteswort lautet:»Wenn jemand den Koran liest, so ist es, als ob er mit Mir spräche und Ich mit ihm!« Es wird gern von den Muslimen, vor allem von den Sufis, den Mystikern, verwendet. Denn der Koran ist nach muslimischem Glauben das ungeschaffene Wort Gottes, durch das man Gott nahe kommen kann, »Ihn, den die Blicke nicht erreichen« (Sure 6,103).
      Daher ist die Lektüre des Korans zentral. Sie ist eine geradezu sakramentale Handlung, selbst wenn der oder die Lesende die Worte nicht verstehen, wie es ja bei den Millionen von Gläubigen aus der nicht-arabischen Welt der Fall ist. Aber ob Türke oder Malaye, Perser oder Nigerianer, deutscher oder japanischer Muslim ‑ jeder Fromme weiß, dass das ungeschaffene Wort Gottes Träger aller göttlichen Weisheit ist. Der Koran ist das buchgewordene Wort Gottes, so wie Christus im Christentum das inkarnierte, fleischgewordene Wort Gottes ist. Für den Muslim bedeutet das, dass mit Gott im Grunde nur durch die andächtige Lektüre oder Rezitation des Gotteswortes eine innige, ja, die grundsätzliche Beziehung entsteht.
 
Welche Rolle spielt das Gebet?
 
Das fünfmalige Gebet zu festgelegten Zeiten des Tages und »an den Enden des Tages« ist ein liturgischer Akt. Das gilt jedoch nicht für ein freies Gebet oder ein Bittgebet im traditionellen Sinn. Am Ende der vorgeschriebenen Formeln und Bewegungen jeder Gebetseinheit aber kann man Bitt- und Dankgebete hinzufügen, ebenso wie den »dhikr«, das Gottesgedenken mit seinen hundertfältigen Wiederholungen bestimmter Gottesnamen oder religiöser Formeln.
 
Dem Islam wird eine gewisse Schicksalsergebenheit unterstellt, der uns umtriebigen Westlern fremd ist, Kann der Mensch im Islam überhaupt mit Gott reden, wenn er nicht gerufen wird? Sind Gott und Mensch nicht zwei Seiten einer Medaille?
 
Aus der gesamten islamischen Theologie ergibt sich diese Tatsache zwingend. Da Gott ja der Initiator allen Handelns ist, stammt »Gebet wie auch Erhörung« von Ihm. Man findet daher schon in der frühislamischen Tradition und vor allem in der Mystik, die sich etwa ein Jahrhundert nach dem Tode des Propheten (632) zu entwickeln begann, eine ganze Anzahl von Gebeten, die diesen Gedanken ausdrücken, denn, wie es ein bekanntes Wort sagt, »Gott inspiriert niemanden, um Vergebung zu bitten, wenn Er ihm nicht schon vergeben hätte.« Man könnte eine schöne kleine Anthologie aus arabischen, persischen, türkischen und Urdu-Gebeten zusammenstellen, in denen dieser Gedanke mehr oder minder deutlich ausgesprochen wird. Rumis »Mathnawi« z. B. enthält zahlreiche Texte über das Gebet, das nicht ein dem Menschen eigenes Werk ist, sondern »wie Rosen aus einem Ascheneimer« dank Gottes Gnade erblüht. Steht nicht im Koran: »Rufet mich an, und ich will antworten« (Sure 40,62)? Aber solch ein Ruf muss von Gott initiiert werden. Und wenn der Sucher sein Gebet an Gott richtet, wird er am Ende auch verstehen, dass Gebet und Antwort zusammen gehören, ja, dass das Gebet des Menschen im Grunde eine Antwort aus Gottes Anrede ist. Dann wird ihm klar, dass selbst die Nichterhörung eines Gebets eine Gnade ist. »Er wollte Nutzen ‑ ich hielt's für Zerstörung ... Gelobt sei Gott für diese Nichterhörung« sagt Rumi, der große Beter. Denn wie sollte der Mensch wissen, was für ihn gut ist? Das zentrale Anliegen des Islam, die »Ergebung in Gottes Willen«, wird hier besonders deutlich.
 
Welche kulturellen Wirkungen hat der Islam auf den Westen gehabt?
 
Die Banken wären nicht vorstellbar ohne arabische Ziffern. Die europäische Medizin basierte noch bis ins 18.Jahrhundert auf arabischen Fachbüchern. Auch die Astronomie war hoch entwickelt. Kaum jemand weiß, dass der »Alkohol«, dessen Genuss den Muslimen verboten ist, als Begriff für »feinste Substanz« aus der arabischen Alchemie stammt. Oder der »Baldachin« aus Bagdad. In der ersten Koranübersetzung versuchte Nikolaus Cusanus ein besseres Verständnis für den Islam abzuleisten, Luther hat ihn allerdings später nur drucken lassen, um zu zeigen wie unsinnig er ist. Meine Studenten, die Luther bewunderten, muss ich da leider enttäuschen, was seine Toleranz betrifft. Spanien dagegen ist ein gutes Beispiel für eine kulturelle Symbiose durch kulturellen Dialog. Muslime, Christen und Juden lebten vergleichsweise friedlich zusammen. Die Blütezeit wurde erst 1492 endgültig durch die christliche Konquista zerstört. Die Christen verfolgten Muslime und Juden. Spanische Juden sind vor den Christen sogar ins islamische Ankara geflüchtet. Schriftbesitzer, gemeint ist die Bibel, wurden im Islam als Schutzbefohlene angesehen und konnten mit Ausnahme des Kalifats alle Ämter erreichen. Erst Herder hat in seiner Ideengeschichte dem Islam Gerechtigkeit angetan. Und Goethe meinte, wenn Islam heißt „»ergeben in Gottes Willen«, dann sterben wir alle im Islam. Der Orientalist Friedrich Rückert, der als Dichter an den Rand geschoben wurde, hat übrigens die beste Koranübersetzung erarbeitet. Auch Rainer Maria Rilke hat in »Mohammeds Berufung« den Einbruch des Geistigen (»Numinosen«) sehr gut verstanden und dieses Gedicht als das Geheimnis der Offenbarung schön gestaltet.
 
Hat die Haltung des Geistigen, der Sufismus, tatsächlich eine solche Bedeutung für den modernen Islam?
 
Ich glaube, diese geistige Ebene ist irgendwie immer präsent. Es gehört Intelligenz, Toleranz und Entdeckerfreude dazu, diese Ebene zu erspüren und zu pflegen. Darin liegt eine Chance für den Dialog. Denn der Gedanke des Friedens wird im Islam über alle Vernunft gesetzt. Da muss ich Ihnen die Geschichte eines Freundes aus Konja erzählen. Der Letzte von zehn Söhnen einer lieben frommen Mutter war nach nur drei Monaten als Tischler in Lengerich gestorben. Und ich überlegte, wie ich diese Frau trösten könnte. Zu meiner Verwunderung war sie ganz gefasst und sagte zu mir: »Ismael wollte immer nach Deutschland. Jetzt ist er euer ewiger Gast.«
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
25.10.05
Gespräch mit Ralph Giordano
Vom Dialog und der "zweiten Schuld"

»Nur die Wahrheit hat Bestand« – die These der »Zweiten Schuld«

 Ein Gespräch mit Ralph Giordano
 
 
Ralph Giordano wurde am 20. März 1923 in Hamburg geboren. Er fiel unter die Verfolgung durch die Nürnberger Rassegesetze. Mit seiner Familie entging er knapp dem Hungertod in einem Versteck.
      Giordano wurde Journalist und Schriftsteller und drehte zahlreiche Dokumentarfilme, die international Auszeichnungen erhielten. Bekannt wurde er durch seinen Familienroman »Die Bertinis«. Als Überlebender des Holocaust ist sein Lebensthema die Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen von Rassismus, Faschismus und Antisemitismus.
 
 
 
Hartkemeyer: Ralph Giordano, warum ist der Umgang mit der deutschen Geschichte, speziell der NS-Zeit, auch heute noch so problembehaftet? Warum reicht die Anstößigkeit der »Wehrmachtsausstellung«  bis in die Enkelgeneration hinein?
 
Giordano: Ich frage mich oft, was geschehen wäre, wenn die so genannte Kriegsgeneration einen offenen, ehrlichen und wahrhaftigen Dialog über diese Zeit und ihre eigene Rolle darin geführt hätte? Wie hätte es sich ausgewirkt, wenn es für die große Zahl der Angehörigen der Kriegsgeneration, also diejenige, die verantwortlich war für das, was unter Hitler geschah, keine Frage von Paragraphen oder Gefängnissen, sondern eine Frage der politischen und persönlichen Hygiene gewesen wäre? Ich denke, das gesamte Klima der Bundesrepublik Deutschland und die politische Kultur hätten eine völlig andere Qualität.
      Aber statt einer offenen und ehrlichen Auseinandersetzung mit den Untaten fand nach dem Krieg das größte Verdrängungs‑ und Eingliederungswerk der Geschichte statt. Der große Friede mit den Tätern bedeutet, dass Millionen so gut wie straflos gemordet werden konnten. Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind die Verantwortlichen ja nicht nur straffrei davongekommen, sie konnten ihre Karrieren auch unbeschadet fortsetzen. Dass verdrängt wurde um der eigenen Karriere willen bedeutet, dass man Vergangenheit ununterbrochen zur Gegenwart macht, indem man sie unaufgearbeitet vor sich herschiebt. Diese Verdrängung und Verleugnung der ersten Schuld habe ich die »zweite Schuld« genannt.
 
Die mangelnde Auseinandersetzung hat auch bei Ihnen Spuren hinterlassen.?
 
Giordano: Mag die Zeit auch vieles heilen, die Erinnerungen an die Zeit von 1933 bis 1945 werden für mich von Jahr zu Jahr intensiven. Die Energie, die ich für diese Last aufbringen muss, wird größer. Dazu kommt für mich die zweite Bürde, nämlich hinzunehmen, dass für diesen Leichenberg niemand haftbar gemacht werden konnte. Das ist insofern eine gefährliche Situation, weil es die Täter von morgen ermutigen könnte.
 
Können Sie der Tätergeneration nicht verzeihen? Gibt es für Sie so etwas wie eine Kollektivschuld der Deutschen?
 
Giordano: Ich bin selbst ein Deutscher, insofern ist das, was ich meine, schon komplexer. Aus meiner Sicht ist es notwendig, sich sowohl mit der individuellen Verstrickung auseinander zu setzen als auch mit den Ingredienzien des gesamten Schuldkomplexes. Ab 1938 haben wir in unserer Familie nur noch über »die Deutschen« gesprochen, zu denen sich unsere Familie nicht mehr zugehörig fühlen wollte und auch aufgrund der Entrechtung nicht mehr zugehörig fühlen durfte.
      Ich habe gesagt und halte daran fest, dass die überwältigende Mehrheit der Deutschen von damals zu Hitler gestanden hat. Oft unbewusst ‑ aber das ändert nichts an dieser Tatsache. Diese Zustimmung war so groß, dass ich von der Kollektivschuld bestimmter Generationen, und natürlich auf sie beschränkt, gesprochen habe und nach wie vor spreche. Ich bin deshalb auch angefeindet worden, weil es das größte Reizwort der deutschen Nachkriegsgeschichte war.
 
Ich meine aber, dass eine Differenzierung notwendig ist, Ich will das an einem Beispiel deutlich machen. Mein Großvater war Bauer, im katholischen Zentrum aktiv und Bürgermeister. Er wurde 1933 abgesetzt und sollte nach Bürgermoor ins KZ, weil er seinen Widerstand nicht aufgegeben hatte, obwohl er schon über 70 war. Sein Nachbar, ebenfalls Bauer, war bereits 1933 ins KZ verschleppt worden. Darauf hin hat er die Bauern im Dorf mobilisiert, um auf das KZ zu marschieren. Der Nachbar wurde freigelassen. Er selbst ist mit seinem Pferdewogen verunglückt, bevor die Nazis ihn fassten. Mein Großvater war natürlich auch Deutscher, aber er hat mit seinen Möglichkeiten versucht, etwas zu tun. Ihn in diese Kollektivschuld mit ein zu beziehen ist für mich ein Problem.
 
Giordano: Selbstverständlich ist der Widerstand ausgenommen. Aber dieser Widerstand war eine Insel im Meer der braunen Zustimmung. Ich habe die Stimmung damals in Deutschland erlebt. Die überwältigende Mehrheit hat mit einer langen Vorgeschichte dafür gesorgt, dass Hitler so erfolgreich war. Es ist diesem System weltanschaulich gelungen, bei den damaligen Deutschen ins Schwarze zu treffen. Diese Befindlichkeit der überwältigende Mehrheit der damaligen Deutschen war das Problem und ist es bis heute, wenn es darum geht, Farbe zu bekennen. Es bereitete Scham zu erkennen, einem System angehangen zu haben, dessen krimineller Charakter von vornherein klar war.
 
Das ist wahrscheinlich eine ganz entscheidende Ursache?
 
Giordano: Wissen Sie, das Schrecklichste, was mir in all diesen Jahren begegnet ist, war, wenn die Leute gesagt haben: Ich habe von nichts gewusst!
      Wenn sie das sagen, sparen sie die Jahre von 1933 bis 1941 vor dem Holocaust aus. Das eben entsetzt mich, weil der kriminelle Charakter dieses Systems für Menschen, die ihre humane Orientierung ein bisschen behalten hatten, von vornherein klar war.
      Alle Parteien bis auf eine wurden verboten. Die Gewerkschaften waren verboten. Dann die öffentliche Bücherverbrennung. Der Boykott jüdischer Geschäfte schon ab dem 1.April 1933. Dann die Errichtung von Konzentrationslagern. Dann die Ermordung von Hitlers SA-Rivalen Röhm. Ich war 11 Jahre alt, es war das Tagesgespräch, alle wussten davon. Dann die Diskriminierung der Juden durch die Nürnberger Gesetze im September 1935. Dann die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938. Sie machten die Deutschen zu Mitwissern, dass sie von einer Verbrecherbande regiert werden. Und die Deportation der Juden geschieht 1940 und 1941 am helllichten Tag.
      Wenn die Leute sagen, aber wir haben von nichts gewusst, sparen sie das alles aus. Und es entsteht der Eindruck, als wenn bis zum Holocaust das Nazireich ein bürgerlicher Rechtsstaat gewesen ist, an dem nicht auszusetzen war. Das ist das eigentlich Schreckliche.
      Leider wurde Hitler nur militärisch geschlagen. Die Verwüstungen des Geistes und des Gefühls der meisten Menschen lebten weiter. Deserteure galten bis in unsere Zeit als »Verräter«. Dagegen gab es den »großen Frieden« mit den Tätern.
 
Was hat für Sie versagt, die Menschen, die Justiz, die Politik?
 
Giordano: Wir haben gesehen, dass der Staat nicht fertig wird mit seinen gewalttätigen Vorgängern. Der Staat als Gewalttäter kommt im Bürgerlichen Gesetzbuch gar nicht vor. Keiner der Nazi-Richter ist angesichts ihrer 32000 Todesurteile auch nur angeklagt worden.
 
Ihnen wird nicht selten vorgehalten, jetzt muss doch endlich ein Schlussstrich gezogen werden.
 
Giordano: Zum ersten Mal habe ich diesen Satz 1945 gehört, zum letzten Mal vorige Woche. Meistens von Leuten, die sich mit dem, womit sie Schluss machen wollen, nie ernstlich innerlich auseinandergesetzt haben.
 
Wollen und können Sie sich mit den Tätern versöhnen?
 
Giordano: Es ist für mich selbstverständlich, zur Versöhnung bereit zu sein. Aber dazu gehört Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit. Dieses vorausgesetzt gebe ich jedem ehemaligen Nazi die Hand.
      Ich will Ihnen ein Beispiel nennen: 1958/59 habe ich im Gericht dem Aufseher des KZ Oranienburg gegenüber gesessen. Er war nicht nur geständig, sondern er hat sich sogar mehr belastet als es die Zeugen taten. Er konnte sich nicht verstellen, Eine absolute Ausnahme. Das Urteil lautete lebenslänglich.
      Ich habe ihn später im Zuchthaus Rheinbach besucht. Er sprach mit mir über das Führerprinzip, über die Verantwortung des Einzelnen. Er hatte sich im Gefängnis mit dem Nationalsozialismus und mit sich selbst auseinander gesetzt. Zum Schluss streckte er mir seine Hand ‑ die Mörderhand ‑ entgegen, mir, dem Überlebenden des Holocaust. Ich nahm sie an. Er war ein Anderer geworden. Ich sah seine Wandlung und wusste, in einem »vierten Reich« würde er mir nichts tun.
 
Was hält Ihre Meinung über das Gute im Menschen aufrecht?
 
Wissen Sie, auch wenn das Wort oft unendlich misshandelt wird ‑ die Liebe. Nur sie ist ‑ wie die Wahrheit ‑ dauerhaft. Nur ihre Werke haben Bestand. Aber wie schwer ist es, das zu erkennen oder gar zu erreichen?
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
25.10.05
Gespräch mit Joseph Weizenbaum

Über den Dialog als sozialen Prozess

»Wir suchen nach Erkenntnis und ertrinken in Informationen«
 
Ein Gespräch mit Joseph Weizenbaum
 
 
Prof. Dr. Joseph Weizenbaum wurde 1923 in Berlin geboren. Er emigrierte in die USA und arbeitete lange Jahre als Professor für Computerwissenschaften am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge. Gleichzeitig gilt er als einer der schärfsten Kritiker von Überschätzungen der Computeranwendung, insbesondere der »Künstlichen Intelligenz«(K1). Bekannt wurde er vor allem durch sein Buch »Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft.«
 
 
 
Hartkemeyer: Herr Weizenbaum, angeblich sind wir auf dem Weg ins Informationszeitalter. Und dieses wird bestimmt durch digitale Netze und global organisiert im Internet. Für manche Kommunikationswissenschaftler sind wir gar auf dem Weg in eine postsprachliche Kultur.
 
Weizenbaum: Es ist Alltagspraxis geworden, Informationen mit Wissen oder gar Ideen zu verwechseln. Das hat überhaupt nichts miteinander zu tun. Im Gegenteil, Nonsenstexte, von dressierten Affen am PC geschrieben, haben informationstheoretisch einen größeren Informationsgehalt als Shakespeares Werke.
      Der Kontextbezug wird einfach unterschlagen. Das ist so, als wenn ich ein Kunstwerk von Michelangelo zermahle und aus der chemischen Analyse seine Idee rekonstruieren wollte.
 
So ist die euphorische Ankündigung des Informationszeitalters ein Irrglaube?
 
Weizenbaum: Natürlich. Informationen kann man weder essen, noch trinken, aber man kann in ihnen ertrinken. Der Mensch denkt doch nicht aufgrund von Informationen, sondern aufgrund von Ideen. Er ist selbst eine Idee. Ich denke, dass eine instrumentelle Vernunft, eine triumphierende Technik und eine zügellose Naturwissenschaft Suchtmittel sind. Und ich glaube, dass diese eine sich selbst erfüllende konkrete Wirklichkeit schaffen, die den Menschen anwendet. Für mich ist das ein Alptraum. Die Macht, die der Mensch sucht und die er scheinbar durch seine Naturwissenschaft und Technik erworben hat, hat sich in bestimmten Bereichen ‑ und das fühlen viele Menschen auch ‑ in Ohnmacht gegenüber der Technik verwandelt. Es hat eine Verkehrung der Verhältnisse stattgefunden.
 
Aus Ihrer Sichtein faustischer Pakt? Ist es die Totalität der Technik, die Sie kritisieren?
 
Weizenbaum: Ich bin gegen jeden Totalitarismus. Meine Familie ist in der Nazizeit aus Deutschland geflüchtet, um der Vernichtung zu entgehen. Und wir haben wie niemals zuvor erfahren, was der Mensch seinen Mitmenschen antun kann. Insofern ist dieses totalitäre Deutschland ein sehr lehrreiches Beispiel gewesen. Deutschland verwirklichte die »Endlösung der Judenfrage« oder das »Judenproblem« wie ein Lehrstück in instrumenteller Vernunft. Damals gab es eine sonderbare Entwicklung des Antisemitismus. Die Nazis hatten es geschafft, »den Juden« abstrakt auf den Begriff zu bringen als etwas Böses. Unsere Nachbarn und alle, die Juden konkret kannten, sagten häufig: Es mag ja sein, dass »der Jude« böse ist, aber die konkrete Familie, die ich kenne, ist lieb und nett. Für die Nazis setzte sich »der Jude« aber nicht aus konkreten Menschen zusammen. Er wurde versachlicht, zur Sache. Dann wurde er mit einem Stern gekennzeichnet, Zum Schluss mit einer Nummer. Die Verwandlung in Zahlen war unmittelbare Vorstufe der Vernichtung. Ich meine, die technische Zivilisation ist heute durch das technisch instrumentelle kalte Denken genauso gefährdet wie damals.
 
Das führt mich zu der Frage, warum Begriffe wie »Dialog« und »Mentale Modelle« mittlerweile in der Entwicklung von Kommunikationsstilen und Organisationen eine entscheidende Rolle spielen.
 
Weizenbaum: Aber Sie meinen damit einen menschlichen Dialog, einen sozialen Prozess, der sich zwischen Gedankenwelten von Menschen abspielt. Computermodelle unterscheiden sich in wesentlicher Hinsicht von Denkmodellen. Sie sind explizit formuliert, das heißt, sie haben eine mathematische Begriffsschrift. Und deshalb sind sie scheinbar klarer und präziser als eine gesprochene Sprache. Sie haben scheinbare Klarheit in der Bedeutung und sie sind scheinbar auch einfach in ihrer Syntax. Außerdem, so ist die Annahme der Systemtheoretiker, können alle Begriffe und Beziehungen, die in einer normalen Sprache sich formulieren lassen, auch in die Computersprache übersetzt werden.
 
Aber, wie operationalisieren Sie zum Beispiel Begriffe wie »Liebe« und »Glück«?
 
Weizenbaum: Genau das ist das Problem. Wenn Sie das auf den Begriff bringen wollen, so ist meine Annahme, zerstören Sie das, worum es wirklich geht. Oder Sie meinen eine mechanische Liebe oder ein mechanisch operationalisierbares Glück, was sich ausdrücken lässt in bestimmten Einkommensgrößen, oder es wird in Zusammenhang gebracht mit der Größe Ihres Autos, der Größe Ihrer Wohnung und so weiter.
 
Ist das nichtgenau das, was die moderne Werbebotschaft, die Werbewirtschaft signalisiert? Diese Operationalisierbarkeit von Glück über den Konsum, aber die Konsumfähigkeiten?
 
Weizenbaum: Ja. Wenn der Mensch sich darauf bewusst reduziert, reduziert er sich als Mensch. Und wenn sich der Mensch im Verhältnis zur Maschine sprachlich reduziert, wird er zur Maschine.
 
Glauben Sie, dass die Informationstechnologie bei der Entwicklung von vernetztem Denken oder ökologischem Bewusstsein von Bedeutung ist?
 
Weizenbaum: Sie könnte es vielleicht. Aber sie tut es in dieser Trivialität nicht. Bleiben Sie beim Unterricht. Wenn sie den Schulgarten aufgeben oder dem Kind zugunsten von PC den Umgang mit Tieren erschweren, machen sie das Gegenteil. Sie schaffen kein Bewusstsein. Sie töten das Prinzip Verantwortung. Denn virtuelle Pflanzen brauchen keine Pflege.
 
Aber sind nicht Innovationen durch die gigantische Datenintegration leichter möglich?
 
Weizenbaum: Wir müssen uns eingestehen, dass die großen Probleme unserer Welt, wie Krieg, Hunger, Armut, Umweltzerstörung ... ‑ eine große Liste ‑ nicht deshalb existieren oder so schwer lösbar sind, weil wir irgend etwas nicht wissen Im Sinne von Information, oder weil wir technisch nicht erreichbar wären, sondern weil den entscheidenden Fragen durch die Flucht in die Technik immer wieder ausgewichen wird.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
17.02.09
Termintabelle 2008
Termin Kurs/Veranstaltung Veranstalter/
Dialogbegleiter/
Referenten
Ort Hinweise
04. - 06. Februar 2008 Betriebskultur dialogisch gestalten -Führungslehrgang Martina Hartkemeyer Hertenstein/Schweiz Info/
Anm.
07. Februar 2008 Einladung zum Dialog im Nordwesten Renate Michaelis u. Dr. Ulrike Daldrup Osnabrück Info/
Anm.
8. - 10. Februar 2008 Einführung in den Dialogprozess Martina Hartkemeyer u. Werner Ratering Osnabrück Info/
Anm
.
ab 25. Februar 2008 Miteinander neue Gedanken denken - Lerngruppe Dialog Friedeborg Röcher Mechernich-Urfey (Eifel) Info/
Anm
ab 5. März 2008 Miteinander neue Gedanken denken - Offene Dialogabende Friedeborg Röcher u. Annette Niederhellmann-Mogk Bonn Info/
Anm
.
6. März 2008 Einladung zum Dialog im Nordwesten Renate Michaelis u. Dr. Ulrike Daldrup Osnabrück Info/
Anm.
31. März 2008 Miteinander neue Gedanken denken - Lerngruppe Dialog Friedeborg Röcher Mechernich-Urfey Info/
Anm.
31. März – 3. April 2008
Ausbildung zur Dialogprozess-Begleitung, Gruppe O, Teil III
Freeman Dhority u. Martina Hartkemeyer Osnabrück  Info/
Anm.
5. April 2008 Das Geheimnis des Dialogs (Vortrag) Martina Hartkemeyer Dresden Info/
Anm
.
5. April 2008 Dialogische Ansätze im Coaching - Anregung zur Reflexion und Selbstverantwortung (Workshop) Martina Hartkemeyer Dresden Info/
Anm.
10. - 12. April 2008 Dialog-Vertiefung IV: Dialog und Emotionen Freeman Dhority u.
Steffi Dobkowitz
Vorarlberg/Österreich Info/
Anm.
28. April 2008 Miteinander neue Gedanken denken - Lerngruppe Dialog Friedeborg Röcher Mechernich-Urfey (Eifel) Info/
Anm.
01. Mai – 03. Mai 2008 Dialog-Vertiefung I: Miteinander Denken: Dialogische Kompetenzen und Begegnungen
Freeman Dhority u.
Steffi Dobkowitz
Wien Info/
Anm.
19. Mai 2008 Miteinander neue Gedanken denken - Lerngruppe Dialog Friedeborg Röcher Mechernich-Urfey (Eifel) Info/
Anm.
23. - 25. Mai 2008 Einführung in den Dialog
Freeman Dhority u.
Steffi Dobkowitz
D-Wald-Michelbach Info/
Anm.
30. Mai – 1. Juni 2008
„Der Dialog in der Praxis“ -Tagung für Dialogprozess-Begleiter und dialogerfahrene Menschen, die Dialoge in ihrem beruflichen oder privaten Umfeld leiten
Claudia Bokeloh Stuttgart
11. Juni 2008 Dialog-Abend Friedeborg Röcher u. Dr. Annette Niederhellmann-Mogk Bonn Info /
Anm
.
16. Juni - 19. Juni 2008
Ausbildung zur Dialogprozess-Begleitung,
Gruppe P, Teil I
Freeman Dhority u. Martina Hartkemeyer Osnabrück Info /
Anm.
20. –  22. Juni 2008 Dialog-Wochenende in Italien. Buddhistische Dorfgemeinschaft Bordo Kerstin Borgmann u. Joachim Bessell Viganella (VB) / Italien Info /
Anm.
23. Juni 2008 Miteinander neue Gedanken denken - Lerngruppe Dialog Friedeborg Röcher Mechernich-Urfey (Eifel) Info /
Anm.
4. –  6. Juli 2008 Einführung in den Dialog Freeman Dhority u.
Steffi Dobkowitz
Penzberg/Oberbayern Info /
Anm
.
7. August 2008 Einladung zum Dialog im Nordwesten Dr. Ulrike Daldrup Osnabrück Info /
Anm.
4. September 2008 Einladung zum Dialog im Nordwesten Dr. Ulrike Daldrup Osnabrück Info /
Anm.
2. Oktober 2008 Einladung zum Dialog im Nordwesten Dr. Ulrike Daldrup Osnabrück Info /
Anm.
2. - 4. Oktober 2008 Einführung in den Dialog Freeman Dhority u.
Steffi Dobkowitz
Nähe Dresden Info /
Anm.
2. - 5. Oktober 2008 Einander anerkennen - Neues erkennen. Dialogwerkstatt für Gruppenleiterinnen Christine Findeis-Dorn Ammersbek bei Hamburg Info /
Anm.
6. Oktober 2008 Dialog der Generationen (Kreativ-Forum) Martina Hartkemeyer Hannover Info /
Anm.
6. - 8. Oktober 2008 Betriebskultur dialogisch gestalten - Führungslehrgang Werner Ratering Hertenstein / Schweiz Info /
Anm.
20. – 23. Oktober 2008
Ausbildung zur Dialogprozess-Begleitung,
Gruppe P, Teil II
Freeman Dhority u. Martina Hartkemeyer Osnabrück Info /
Anm.
26. - 30. Oktober 2008 Die Kunst des Dialogs. Würdigen statt werten Christine Findeis-Dorn Lindau Info /
Anm.
6. November 2008 Die Dialogmethode als Mittel des "Community- Organizing" Martina Hartkemeyer
Vortrag
Frankfurt / Main Info /
Anm.
6. November 2008 Einladung zum Dialog im Nordwesten Dr. Ulrike Daldrup Osnabrück Info /
Anm.
6. – 8. November 2008 Einführung in den Dialog Freeman Dhority u. Steffi Dobkowitz Kurs vorverlegt auf den 2. - 4. Oktober 2008, siehe dort
14. – 16. November 2008 Dialog-Vertiefung V: Dialog und Spiritualität Freeman Dhority u.
Steffi Dobkowitz
Kurs verlegt auf den
28.-30. Mai 2009
siehe dort
14. - 16. November 2008 Die Kunst des Dialogs. Achtsam kommunizieren - auch bei Ärger, Konflikten und in Dilemmasituationen Christine Findeis-Dorn Münster Info /
Anm.
17. November 2008 Das Geheimnis des Dialogs oder die Kunst miteinander zu denken Martina Hartkemeyer Potsdam Info /
Anm
.
18. November 2008 Praktische Einführung in den Dialog - Vortrag mit Übungen Martina Hartkemeyer Berlin Info /
Anm.
21. - 23. November 2008 Achtsamkeit im Dialog: Anders miteinander sprechen - hören - denken lernen Christine Findeis-Dorn Georgsmarienhütte bei Osnabrück
27.- 28. November 2008 Einführung in den Dialog Martina Hartkemeyer Zürich Klausur-tagung
4. Dezember 2008 Einladung zum Dialog im Nordwesten Dr. Ulrike Daldrup Osnabrück Info /
Anm.
5. - 7. Dezember 2008 Einführung in den Dialog Dr. Martina Hartkemeyer Osnabrück Info /
Anm.
6. u. 7. Dezember 2008 Leadership Meets Tango - Workshop für Führungskräfte Irene Wolf und Ute Walter Hamburg Info /
Anm.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion
29.01.10
Termintabelle 2009

Termintabelle 2009


Termin Kurs/Veranstaltung Veranstalter/
Dialogbegleiter/
Referenten
Ort Hinweise
8. Januar 2009 Einladung zum Dialog im Nordwesten Dr. Ulrike Daldrup Osnabrück Info /
Anm.
9. - 11. Januar 2009 Achtsam kommunizieren - auch bei Ärger, Konflikten und in Dilemmasituationen  Christine Findeis-Dorn Georgsmarienhütte bei Osnabrück

Info /
Anm.

24. u. 25. Januar 2009 Leadership Meets Tango - Workshop für Führungskräfte Irene Wolf und Ute Walter Hamburg Info /
Anm.
5. Februar 2009 Einladung zum Dialog im Nordwesten Dr. Ulrike Daldrup Osnabrück

Info /
Anm.

25. - 27. Februar 2009 Betriebskultur dialogisch gestalten - Führungslehrgang Martina Hartkemeyer Hertenstein / Schweiz Info /
Anm.
5. März 2009 Einladung zum Dialog im Nordwesten Dr. Ulrike Daldrup Osnabrück Info /
Anm.
20. März 2009 DIALOG.mACHT.SCHULE Veranstalter: Österreichischer Austauschdienst Wien Info/
Anm.
22. März 2009 Dialog an besonderen Orten Dr. Annette Niederhellmann-Mogk Vogelsang / Eifel Info/
Anm.
30. März – 2. April 2009

Ausbildung zur Dialogprozess-Begleitung,
Gruppe P, Teil III

Freeman Dhority u. Martina Hartkemeyer Osnabrück Info /
Anm.
18. - 19. April 2009 Ausbildung zur Dialogprozess-Begleitung: Einführungskurs 1 Veranstalter: IICP
Dialogbegleitung: Freeman Dhority u. Steffi Dobkowitz
Bern / Schweiz Info /
Anm.
28. - 30. April 2009 Dialogvertiefung Freeman Dhority und Steffi Dobkowitz Dortmund Info
28. April 2009 Das Dialogprojekt und die Kunst, gemeinsam zu denken - Vortrag Martina Hartkemeyer Kiel Info
29. April 2009 Das Dialogprojekt und die Kunst, gemeinsam zu denken - Workshop Martina Hartkemeyer Plön Info
2. - 3. Mai 2009 Dialog an besonderen Orten Dr. Annette Niederhellmann-Mogk Vogelsang / Eifel Info/
Anm.
4. Mai 2009 Dialog als Grundlage der Begegnung von Kindertageseinrichtung und Schule - Vortrag mit Übungen Martina Hartkemeyer Meißen Info
7. Mai 2009 Einladung zum Dialog im Nordwesten Dr. Ulrike Daldrup Osnabrück Info /
Anm.
8. - 9. Mai 2009 "Durch verschiedene Fenster sehen wir die eine Sonne" - Das Geheimnis des Dialogs im interkulturellen Gespräch Martina Hartkemeyer Luzern / Schweiz Info /
Anm.
21. - 22. Mai 2009 Schwierige Patienten gibt es nicht! - Möglichkeiten des Dialogs im Gesundheits- und Sozialwesen Daniela Hofmann Wien / Österreich Info /
Anm.
28. - 30. Mai 2009 Dialog-Vertiefung V: Dialog und Spiritualität Freeman Dhority und Steffi Dobkowitz Vorarlberg / Österreich Info /
Anm
.
2. - 3. Juni 2009 Anregungen zum Dialog Martina Hartkemeyer Freeman Dhority Zürich Klausurtagung
04. Juni 2009 Einladung zum Dialog im Nordwesten Johannes Bohmann und Anke Winkler Osnabrück Info/
Anm.
4. - 5. Juni 2009 Anregungen zum Dialog Martina Hartkemeyer und Freeman Dhority Zürich Klausurtagung
10. Juni Dialog der Generationen  Martina Hartkemeyer Leipzig Info/
Anm.
13. - 14. Juni 2009 Leadership Meets Tango - Workshop für Führungskräfte Irene Wolf und Ute Walter Hamburg Info
Anm.
02. Juli 2009 Einladung zum Dialog im Nordwesten Johannes Bohmann und Anke Winkler Osnabrück Info/
Anm.
06. Aug. 2009 Einladung zum Dialog im Nordwesten Johannes Bohmann und Anke Winkler Osnabrück Info/
Anm.
Block I:
2. - 4. Sept. 2009
"Eltern Stärken" - Ausbildung zur/m  Dialogbegleiter/in (Zertifizierungskurs)

Veranstalter: LVR
Leitung und Begleitung:
Johannes Schopp & Jana Wehner

Bonn Info /
Anm.
03. Sept. 2009 Einladung zum Dialog im Nordwesten Johannes Bohmann und Anke Winkler Osnabrück Info/
Anm.
04. - 06. Sept. 2009 Modellprojekt Aus- und Fortbildung von Dialogmoderatoren Veranstalter: Bundeszentrale für politische Bildung Dialogbegleiter: Martina Hartkemeyer u. Heinz Verst Essen Intern
16. Sept. 2009 Das Geheimnis des Dialogs oder die Kunst, miteinander zu denken Veranstalter:
Soziale Stadt Potsdam e.V.
Martina Hartkemeyer
Potsdam Info /
Anm.
18. - 20. Sept. 2009 Die Kunst des offenen Dialogs - Profis stärken Heinz Verst Wuppertal Info /
Anm.
25. - 26. Sept. 2009 Ausbildung zur Dialogprozess-Begleitung: Einführungskurs 2 Veranstalter: IICP
Dialogbegleitung: Johannes F. & Martina Hartkemeyer
Bern / Schweiz Info /
Anm.
28. Sept. - 01. Okt. 2009 Ausbildung zur Dialogprozess-Begleitung, Teil I Veranstalter: IICP
Leitung u. Begleitung: Martina Hartkemeyer und Freeman Dhority
Bern / Schweiz Info /
Anm.
01. Okt. 2009 Einladung zum Dialog im Nordwesten Johannes Bohmann und Anke Winkler Osnabrück Info/
Anm.
02 - 04. Okt. 2009 Die Kunst des offenen, vielstimmigen Dialogs - Eine Einführung Heinz Verst Wuppertal Info /
Anm.
05. - 09. Okt. 2009 Weiterbildung zur Dialog-Begleitung nach dem Konzept "Eltern Stärken - Ermutigung zum Dialog"  (Zertifizierungskurs) Veranstalter: Parität. Bildungswerk BV
Leitung u. Begleitung: Johannes Schopp & Jana Wehner
List / Sylt Info /
Anm.
9. - 11. Okt. 2009 Dialog-Vertiefung V: Dialog und Spiritualität Freeman Dhority und Steffi Dobkowitz D-Wald-Michelbach Info /
Anm.
19. - 21. Okt. 2009 Dialog-Vertiefung Freeman Dhority und Steffi Dobkowitz Dortmund Info
30./31. Okt. - 01. Nov. 2009 Modellprojekt Aus- und Fortbildung von Dialogmoderatoren Veranstalter: Bundeszentrale für politische Bildung
Dialogbegleiter: Martina Hartkemeyer u. Heinz Verst
 Stuttgart intern
1. Nov. 2009 Dialog an besonderen Orten Dr. Annette Niederhellmann-Mogk Vogelsang / Eifel Info/
Anm.
5. Nov. 2009 Einladung zum Dialog im Nordwesten Johannes Bohmann und Anke Winkler Osnabrück Info /
Anm.
Block II:
18. - 20. Nov.
2009
"Eltern Stärken" - Ausbildung zur/m  Dialogbegleiter/in
(Zertifizierungskurs)
Veranstalter: LVR
Leitung und Begleitung:
Johannes Schopp & Jana Wehner
Königswinter
Info /
Anm.
27. - 28. Nov. 2009 Dialogfähigkeit - Eine Schlüsselkompetenz
der Zukunft für Wirtschaft und Gesellschaft. Ein Seminar für Führungskräfte aus Unternehmen und Institutionen
Leitung: Peter Scholz, Roland Götz
Begleitung: Sylvia Zürker, Dorothee León Cadenillas, Pam Meyer-Bothling, Michael Nadig
Pforzheim-Hohenwart Info /
Anm.
27. - 29. 11. 2009 Das Geheimnis des Dialogs: Miteinander Denken Christine Findeis-Dorn Münster i. W. Info /
Anm.
03. Dez. 2009 Einladung zum Dialog im Nordwesten Johannes Bohmann und Anke Winkler Osnabrück Info/
Anm.
⇑ zum Textanfang springen  
Artikel einem Bekannten weiterempfehlen Artikel einem Bekannten empfehlen   
Druckversion Druckversion