Das Dialogprojekt

"Wenn ich mit dem Herzen höre, werde ich den Sinn entdecken. Wie das Auge das Licht wahrnimmt und das Ohr den Klang, ist das Herz das Organ für den Sinn." (David Steindl-Rast, dt. J.H.)










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11.02.10
Linksammlung
 
Hier bauen wir eine Linksammlung zu Organisationen, Projekten und Personen auf, die
- den Dialogprozess nach Bohm/Buber/Dhority (I)
- und diesem Dialogrozess nahe stehende Kommunikationsverfahren (II)
einsetzen.

Ferner sind "freie" Dialoggruppen angegeben, deren methodischer Ausgangspunkt Erkenntnisse
von David Bohm sind (III)

Anschriften der von den Projektträgern (L. Freeman Dhority, Martina und Johannes F.
Hartkemeyer) ausgebildeten Dialogprozess-BegleiterInnen finden Sie auf dieser Web
site unter Dialogbegleiter / Adressen.

Letzte Aktualisierung: 22. Juli 2010.


                                                           Übersicht

I.    Organisationen, die den Bohm-Buber-Dhority'schen Dialogprozess
verwenden


I.1  Ausbildung zur Dialogprozess-Begleitung
I.2  Der Dialogprozess im Interkulturellen Kontext
I.3  Einsatz des Dialogprozesses in Unternehmen und Organisationen
I.4  Dialogseminar-Angebote von Bildungsinstitutionen

II.   Organisationen, die dem Bohm-Buber-Dhority'schen Dialogprozess nahe stehende Kommunikationsverfahren verwenden

III. Freie Dialoggruppen

 




I. Organisationen, die den Bohm-Buber-Dhority'schen
Dialogprozess verwenden

I.1 Ausbildung zur Dialogprozess-Begleitung

Bundeszentrale für politische Bildung (Bonn)
Modellprojekt Aus- und Fortbildung von Dialogmoderatoren (Martina Hartkemeyer und Heinz Verst)
Friedrich-Ebert-Stiftung (Bonn)*
Imam Musa Sadr Cultural & Research Institute (Teheran)
                                                              *Projektförderung
Dialogprojekt im Iran (2005/2006), auf Initiative der der Imam Musa Sadr Stiftung (Martina und Johannes F. Hartkemeyer)
Deutsche Botschaft Teheran / Iran*
Imam Musa Sadr Cultural & Research Institute (Teheran)
                                                              *Projektförderung
Dialog-Projekt im Iran: Ausbildung zur Dialogbegleitung nach dem Konzept ELTERN STÄRKEN - Ermutigung zum Dialog (Johannes Schopp und Jana Wehner)
Institut für Integrative Konfliktbearbeitung und Friedensentwicklung (Liebefeld / Schweiz)
Ausbildung zur Dialogprozess-Begleitung (Martina Hartkemyer, Freeman Dhority, Steffi Dobkowitz, Johannes F. Hartkemeyer)
Paritätisches Bildungswerk Bundesverband (Frankfurt am Main)
Zertifikationskurs Dialogbegleitung nach dem Konzept ELTERN STÄRKEN - Ermutigung zum Dialog (Johannes Schopp und Jana Wehner)
Pädagogische Hochschule Tirol, Institut für Schulentwicklung und Qualitätsmanagement (Innsbruck / Österreich)
Zertifikationskurs Dialogbegleitung nach dem Konzept ELTERN STÄRKEN - Ermutigung zum Dialog (Johannes Schopp und Jana Wehner)
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I. 2 Der Dialogprozess im interkulturellen Kontext

Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs
Im Rahmen von Vorbereitungstreffen zu den jährlichen Dialogtagen finden auch Einführungskurse zum Dialogprozess statt.

Diversity Dialogue Process

(keine eigene Website)

Seit 2008 treffen sich interkulturelle Trainer, Facilitator, Berater aus Deutschland, Slovenia, USA, UK, Frankreich, Niederland, Spanien, Polen, Rumänien, Japan usw. zwei Mal pro Jahr, um ihre Dialogkompetenz als Dialogbegleiter zu fördern. Jedes Jahr finden ein Train-the-Trainer Workshop in Frühling und ein peer-group Treffen in Herbst statt. Information: matoba[at]tele2.de
European Project for Interreligous Learning (EPIL) (Zürich, Wien, Sarajewo, Köln, Beirut)
In einzelnen Modulen dieses interreligösen Lernprojekts für Frauen wurde / wird auch der Dialogprozess eingesetzt.
Transcultural Dialogue Project (Witten / Herdecke)
Dialog-Project am ICCE der Universität Witten / Herdecke: Papers, Projekte, Team
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I.3 Einsatz des Dialogprozesses in Unternehmen und Organisationen

Alsterdialog - Institut für Personal- und Organisationsberatung (Hamburg)
Angebote i.W. zu Einrichtungen für Menschen mit Behinderung
Andrea Heer - Kommunikation & Prozessberatung (Köln)
Angebote zu Moderation, Coaching, Teamentwicklung, interkultureller Kompetenz
Andreas Zeuch (Dossenheim)
Angebote z.B. zu zu Beratung & Training, Coaching, Systemische Beratung bei Veränderungsprozessen
Avakom (Süßen)
Impuls Vorträge, Seminare & Workshops, Moderation, Coaching, Teamentwicklung (Dr. Ing. Martin Bonensteffen)
BeP Personalmanagement - Beratungsgruppe externes Personalmanagement (Hamburg)
Angebote z.B. zu Mitarbeiter- und Führungskräfte-Entwicklung, Organisations- und Teamentwicklung, Personalauswahl und -suche (Peter Pächnatz)
Bernhard Knecht & Co. Entwicklungspartner (Zürich / Schweiz)
Angebote zu Beratung, Prozessbegleitung, Mediation, Dialog
Berthold Hümbs - Organisationsentwicklung und Training (Meerbusch)
Angebote z.B. zu Führungskräfte- und Teamentwicklung,  Coaching, Projektmanagement- Basics, -Ausbildung, -Workshops
Brigitte Bösch - Prozessformen (Lustenau)
Angebote z.B. zur Begleitung von Dialogprozessen, zu Projektmanagement, zu Befragung und Evaluation
Claudia Bokeloh - bewusst kommunizieren (Stuttgart)
Analyse interner Kommunikation, Visions-, Strategieentwicklung, Prozessbegleitung, Beratung zur Optimierung
 Coaching Silvia Tews (Bad Iburg)  Beratung für Menschen in schwieriger beruflicher und persönlicher Situation, Coaching für Fach- und Führungskräfte, Vertriebscoaching
Communio - Kommunikations- und Kooperationstraining (Berlin, Düsseldorf, Essen, Köln)
Angebote z.B. zu Persönlichkeit & Spirit, Organisation & Spirit, Kommune & Spirit
Dialogbegleiter (Pressbaum / Österreich)
Angebote zu Dialogseminaren und zur Ausbildung zur Dialogprozess-Begleitung (Eelco de Geus, Benno Kapelari)
Dialog-Bildungswerk (Greven)
Bildungsangebote, Bildungsurlaub, Organisationsentwicklung (Wilfried Rehfeld)
Dialoge Beratungsgesellschaft (Bonn)
Angebote zu Organisationsberatung und Personalentwicklung im Dialog (Renate Jirmann, Ralf Hilgenstock und PartnerInnen im Netzwerk)
Dialog-Netzwerk e.V. - Dialogkompetenz für Unternehmen und Organisationen (Tübingen)
Angebote z.B. von Seminare zur Dialogfähigkeit für Führungskräfte
Dialogschule (Großenkneten)
Angebote zu Mediation, Konfliktlösung, Coaching, Supervision (Helmut Dannemann)
Dialogtour (Hamburg)
Angebote zu Workshops, Fachveranstaltungen, Supervision, Coaching (Melanie Lindemann)
Dialogwerkstatt Schleswig-Holstein (Stuvenborn)
Angebote zu Begleitung von Veränderungspro-zessen, Personal-, Organisations-, Persönlichkeits-entwicklung, Training (Hans-Dieter Eichhorst)
Dr. Platsch - Seite für Heilende Medizin (Eggstätt)
Ausbildung Heilende Medizin, Veranstaltungen zu Medizin und Spiritualität unter Einbeziehung des Dialogs (Dr. med. Klaus-Dieter Platsch)
Dr. Ulrike Daldrup - Mentoring & Entwicklung (Bremen)
Angebote z.B. zu Cross-Mentoring für Frauen, Mentoring für SchülerInnen, Unternehmens-kommunikation, Dialogtraining
e-fect - eco-forschung evaluation consulting training (Berlin, Trier)
Angebote zu Evaluation, Moderation, Forschung, Interdisziplinarität, Umweltpsychologie
Erich Carl Derks - gemeinsam - erfolgreich - Sein (Lauf)
Angebote z.B. zu Seminaren, Coaching, Beratung
Friedeborg Röcher (Bonn, Euskirchen)
Angebote z.B. zu Supervision und Beruf, Gründungsberatung, Einzelberatung, Teamentwicklung, Dialoggruppen
GesundesBusiness (Lauf)
Angebote zu "Beratung in der Krise", Coaching, NLP-Weiterbildung (Erich Carl Derks & Vera Reithmeier)
Henriette Katharina Lingg (Karlsfeld)
Angebote zu Facilitation / Beratung, Coaching / Supervision, Seminare / Training, Konferenzen / Tagungen
human facts ag - The human side of Management (Nesslau / St. Gallen / Schweiz)
Angebote zu Mitarbeiter-, Management- und Organisationsentwicklung (Dr. Eva Bilhuber Galli)
Imago mundi - LERNEN IN SYSTEMEN (Wien / Österreich)
Angebote zu Einzel- und Teamcoaching, Seminaren und Vorträgen, Therapie, Dialogprozessbegleitung, Supervision (Daniela Hofmann)
Im Dialog (Ludwigsburg)
Angebote zu Seminaren und Coachings, Kommunikation, Konflikt- und Teammanagement (Nicole Sach)
Innovation - Dr. Gerolf Bender & Partner (Schwabhausen)
Angebote zu Inno-Intro, Inno-Audit, Project-Audit
Irene Wolf - Organisationsberatung (Hamburg)
Angebote zu professioneller Organisationsberatung und Prozessbegleitung
Lebensgeschichten - erzählt und aufgeschrieben (Berlin)
Angebot zum professionellen Aufschreiben, Bearbeiten und Publizieren der eigenen Lebensgeschichte (Steffen Jacob)
Lebenshilfe Tirol (Innsbruck / Österreich)
Dienstleistungen für behinderte Menschen BegleiterInnen: Gabriele Amann, Andrea Noriller, Stefan Salzgeber
media intuitiva GmbH (Hünfeld)
Seminar-Angebote zur Persönlichkeits- und Teamentwicklung; mediales Heilen, Dialog, Voice-Dialog (Ingeborg Schneider, Jochen Feuerstein)
Peter Gabis (Lilienfeld / Österreich)
Information der Site u.a. über Projekte: Musik, Unterrichtstätigkeit, Workshops / Seminare, Klangmassage, Kommunikation & Dialog
psy-colog - Psychologische und psychotherapeutische Praxen in Eisenach
Angebote z.B. zu Paartherapie, Coaching / Supervision, Dialogprozessbegleitung (Friedhelm Wüstefeld, Annette Droste)
Professionelle Intuition (Ladenburg)
Angebote z.B. für Führungskräfte, Ärzte und andere medizinische Berufe; offene Seminarangebote für Professionelle; Teamentwicklung (Markus Hänsel)
Rainer Gumbel - Überzeugen und Verstehen (München)
Angebote zu "Training und Coaching aus einer Hand"
Schober Ehmer Consulting (Kassel)
Angebote zu Leadershipcoaching, Organisations-beratung, Bewusstseinsentwicklung, Supervision; Forschung
Schwarz & Partner - Organisationsentwicklung, Personalentwicklung (Karlsfeld)
Angebote zu Entwicklung von Personen und Systemen, interkulturelle Entwicklung, Arbeit mit Pferden
Shogai Consulting Marianne Herbst & Co. (Basel / Schweiz)
Angebote zu Beratung, Schulung Entwicklung
Sigrid Peuker - Training - Beratung - Moderation (Berlin)
Angebote z.B. zu Trainings und Seminaren für Führungskräfte, Selbständige und Hochschul-absolventen
Silkroad Management Consulting (Hofheim am Taunus)
Angebote zu Consulting, Coaching, Training, Moderation, Testverfahren; offene Angebote (Eva Nell)
Skill - für Menschen in lernenden Systemen (Heidelberg)
Angebote zu Einzel- und Team-Coaching /-Supervision, Konflikt-Coaching, Methoden-Coaching (Helga Pfetsch)
Soval - Netzwerk für Beratung, Lernen und Entwicklung (Innsbruck / Österreich)
Angebote z.B. zu Begleitung von Behinderten, Qualitätssicherung und Entwicklung, Dialog in Organisationen (Stefan Salzgeber)
SuCoO.net (Österreich)
Netzwerk von BeraterInnen (Supervision, Coaching, Organisationsentwicklung), die nach Kriterien des ÖVS) arbeiten (Michael Graf und andere)
Sylvia Ilona Baum - Systemische Beratung (Frankfurt am Main)
Angebote u.a. zu Karriere- und Management-beratung, Systemaufstellungen, Dialogpraxis
Tepe - Training - genetisches Lehren und Lernen (Bramsche)
Angebote z.B. zu Logistik (Aus- und Weiterbildung von DisponentInnen), anderen Branchen (Entwicklung, Coaching) (Herbert Tepe)
Trialog (Mainz)
Angebote zu Dialog, Qigong & Selbstmanagement, Dialog (Christine Findeis-Dorn)
von Bergen - Beratung, Training, Supervision (Hamburg)
Angebote z.B. zu "Dialog in Aktion", Voice Dialogue, Coaching, Personlentwicklung, Organisationsberatung (Wiebke von Bergen)
wdöff - training und beratung (Bonn)
Angebote z.B. zu Beratungsleistungen für Organisationen, Einzelpersonen, Coaching, Supervision, Schulungen (Ellen Schepp-Winter)
Wengel & Hipp - Institut für systemische Organisations- und Karriereberatung (Frankfurt am Main)
 Angebote zu Organisations- und Karriereberatung (Joachim Hipp, Katja Wengel)
Werner Ratering (Havixbeck)
Werner Ratering ist Bildhauer, Graphiker, Künstler und Dialogprozess-Begleiter. Er hat die Dialog-Graphiken kreiert.
Zentraler Fachdienst Elternbildung, Jugendamt der Stadt Dortmund
Im Bereich "Elternbildung" Angebote zum Projekt ELTERN STÄRKEN, zu dialogischen Eltern-seminaren, zu Ausbildungskursen für Dialogbegleiter
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I.4 Dialogseminar-Angebote von Bildungsinstitutionen

Bildungshaus St. Arbogast (Österreich) 2010: "Dialog und Spiritualität" (Freeman Dhority,Steffi Dobkowitz, Christian Hörl)
Dialogprojekt Arbogast
Boldern! Evangelisches Tagungs- und Studienzentrum (Männedorf / Schweiz)
Einsatz des Dialogprozessen im MitarbeiterInnen-Team (Daniel Schmid Holz)
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II. Organisationen, die dem Bohm-Buber-Dhority'schen Dialogprozess nahe stehende Kommunikationsverfahren verwenden
Andreas Martin Eisen - Lebensberatung & Sozialberatung (life coaching) (Barbing bei Regensburg)
U.a.: Dialog nach Bohm, Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg
Bildungsverein Soziales Lernen und Kommunikation e.V. (Hannover) U.a.: Dialog nach Bohm (Renate Stöcker), Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg
Bremer Forum Diversity (Paritätisches Bildungswerk Bremen)
Dialog Forum "Diversity" (Nadine Beaumart)
desy - Deutsches Elektronen-Sychroton Fortbildungsseminare zu Dialog nach Bohm, Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg
dialog forum (Mörlenbach)
Konfliktberatung (Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg), Coaching, Teamentwicklung, Lernberatung für Erwachsene (Rita Geimer-Scherez)
EAK - Europäisches Aus- und Fortbildungsinstitut für Kommunikation (Henndort / Österreich)
U.a.: Dialog nach Bohm, Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg
Europäisches Institut Conflict-Culture-Cooperation (EICCC) (Oberasbach)
ISeminare/Ausbildungen, Beratung/Supervision, Konfliktbearbeitung (Hervé Ott, Karl-Heinz Bittel)
Ferien vom Krieg - Schritte zur konkreten Utopie einer friedlichen Welt (Frankfurt am Main)
Projekt des Komitee für Grundrechte und Demokratie, in dem auch Dialog-Facilitatoren eingesetzt werden
Projekt Projekt
Hennings Coaching (Hannover)
U.a.: Dialog nach Bohm, Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg, Open Space, Systemaufstellungen (Jens Hennings)
Institut für achtsame Kommunikation und Unternehmenskultur (Mechernich)
U.a.: Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg (Christel Siry)
Institut für Jugendarbeit (Gauting)
U.a.: Dialog nach Bohm, Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg (Ralph Neuberth, Anna Matzenauer)
Krischanitz & Nöbauer Organisationsberatung OG (Wien)
U.a.: Teamentwicklung, Projektmanagement, Präsentation / Moderation, Dialog nach Bohm
Peacemakergemeinschaft Schweiz (Spiegel bei Bern)
U.a.: Dialog nach Bohm, Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg (Barbara Wegmüller)
Reinwald-Kommunikation (Stuttgart)
U.a.: Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg (Gabriele Reinwald)
Rolf Todesco (Chur / Schweiz)
Dialog-Einführungs- und -Vertiefungsseminare, Anlehnung an Bohm
sgier consulting & coaching (Chur / Schweiz)
U.a.: Dialog nach Bohm, Systemaufstellungen (Silvio Gier)
Syscomed Gesundheitszentrum (Wien / Linz / Österreich) Workshops, Seminare, Trainings für Betriebspersonal, Dialogmethode nach David Bohm (Andrea A. Vaculik, Werner-Kurt Mayrhuber)
Tagesmütter e.V. (Reutlingen)
U.a. im Prgramm 2009 Dialog nach Bohm, Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg (Gabriele Mattheis)
Zentrum für sensitive Wahrnehmung (Zürich / Schweiz)
IU.a. Dialogseminare in Anlehnung an Bohm (Marina Wallier)
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III. Freie Dialoggruppen

Berliner Dialoggruppe (keine eigene Website)
Seit 2003 bestehende Bohm/Buber/Dhority'sche Dialoggruppe unter der Moderation von Sigrid Peuker
Dialog zwischen Kulturen und Generationen
Seit 2004 bestehende Bohm'sche Dialoggruppe im Rahmen der Interkulturellen Kooperation für Internationales Berlin
Dialog-Abende (Fachhochschule Vorarlberg, Österreich)
Offene Dialog-Abende zum Dialog als Kunst gemeinsam zu denken, in Anlehnung an Bohm/Isaacs (Peter Jancsary und Falko Wilms)
Dialog im Aktsaal (Zürich / Schweiz)
Seit 2001, "Dialog über Kunst und die Kunst des Dialoges", Anlehnung an Bohm (Paolo Bianchi & Rolf Todesco)
Einladung zum Dialog im Nordwesten (z.Zt. keine eigene Website)
Seit 2005 bestehende Bohm/Buber/Dhority'sche Dialoggruppe in Osnabrück (Anke Winkler und Johannes Bohmann)
Stuttgarter Dialog-Jahresgruppe
Seit November 2009 (Gründungstreffen); Forschungs- u. Entwicklungsgruppe, "Wiener Dialogschule&qu ot; (MarieLuise K. Stiefel)
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10.01.06
Einstiegsseiten zum Dialogverfahren

Sie finden hier Seiten zum Dialogverfahren, die zahlreiche Informationen bieten und von denen aus sie spezielle Themen rund um den Dialog auffinden können. Letzte Änderungen: 18. Juni 2010

(1) „Mythen der Buchkultur“
Geben einen umfassenden deutschsprachigen Überblick über den Bohm’schen Dialog anhand von Literaturauszügen, Grafiken, Schemata etc. zu verschiedenen Themenaspekten: so zu Definitionen, Zielen, Typen, Setting, Methoden, Aufgaben des Dialogbegleiters, Phasen, historischen Wurzeln. Im Abschnitt »Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Dialogen und anderen Kommunikationsformen« wird besonders auf die Balintgruppenarbeit eingegangen.

Die Seite von William van den Heuvel  bietet umfassende Möglichkeiten zu Informationen über den den Bohm’schen Dialog; zum Beispiel das Herunterladen einer Reihe von Artikeln von Bohm selbst und seinem Kreis (Kommentare zu Bohm) sowie von Beiträgen über spezielle Themen zum Dialog. Neben biografischen Daten zu Bohm sind ausgewählte Zitate aus Bohms Werk und auch ein Interview mit David Bohm zugänglich. Der Link enthält auch, in Form offener Briefe, Stellungnahmen aus dem Kreis um Bohm zu dessen Schrift Dialogue – A Proposal (s. unten). 
 
Das Thinkg-Net ermöglicht – neben den zum Teil schon auf der Seite von van den Heuvel angebotenen Möglichkeiten, Artikel herunterzuladen – das Abspielen von Video- und Audiodateien von und über Bohm. Die Seite enthält eine noch im Aufbau befindliche Zusammenstellung von Zitaten aus David Bohms On Dialogue. Sie ermöglicht ferner den Austausch mit Dialoggruppen.
 
»Selected Websites on  Dialogue« gehen zwar vom Dialogbegriff David Bohms aus und stellen entsprechende Links zur Verfügung. Doch wird der Begriff in der Folge so weit gefasst, dass Links wie »Interfaith and intercultural dialogue«, »Political dialogue«, »Conversation theory« selten zum Ziel führen.
 
Im Jahr 1996 wurde ein virtuelles Dialog-Experiment durchgeführt. Fünf Monate lang führten 50 Teilnehmen­de aus aller Welt über das Internet unter Beteiligung von Linda Ellinor und Glenna Gerard Dialoge (Community of Inquiry and Practice, CIP). Den Erfahrungsbericht (Ausgangsfragen, Organisation, Beiträge, Bewertung etc.) können Sie auf dieser Site abrufen. Zahlreiche Links führen Sie zu weiterführenden Fragen, z. B. wie es mög­lich ist, auf kollektive Bedeutung zu hören. Leider ist der Erfahrungsbericht nicht mehr zugänglich.

(6) David-Bohm-Homepage [NEU]
Die Site enthält neben einem Portrait von David Bohm, Auszügen aus einer Biografie und einer Zusammenstellung von Zitaten aus seinen Büchern zahlreiche Artikel und Links zu Literatur von und über David Bohm.

(7)Stalinski, Sherryl & Patrick: The Dialogue Kit. A starter resource for learning, why, what, who, where, and how to practice dialogue. Arora Now Foundation [nicht datiert], 35 Seiten.  [NEU]
Nach einer Definition von Dialog als Gegensatz zu Diskussion und in Anlehnung an Isaacs ("A conversation with a Center instead of sides"; Kompetenzen: Listening, Respecting, Suspending, Voicing) werden in diesem Handbuch detaillierte Hinweise für die Durchführung generativer Dialoge in der Praxis bei 5 - 15 Teilnehmenden gegeben; neben Hinweisen zum Bohm-Dialogue auch solche zu ähnlichen Verfahren, wie zum Beispiel "Roundtables", "World Café", "Open Space", "Conversation Conference".


Enzyklopädische Artikel zum Bohm-Dialog

(8) Bohm Dialogue. Wikipedia, the free encyclopedia (Stand: 22.Mai 2010). [NEU 18.06.2010]
Der Wikipedia-Artikel (engl.) definiert den Bohm-Dialog als eine Art "freies Assoziieren in Gruppen ohne bestimmten Zweck" außer dass versucht wird, dasmenschliche Denken zu erkunden. Der Bohm-Dialog wird meist zur organisationalen Entwicklung eingesetzt, unterscheidet sich jedoch z.B. bezüglich Gruppengröße und anderer Empfehlungen Bohms erheblich von dessen ursprünglichen Intentionen. Hiernach werden z.B. in der Dialogphase keine Entscheidungen getroffen, die Teilnehmenden suspendieren ihre Urteile und legen sie zur Betrachtung durch die Gruppe offen. Autoren, die diese Form des Bohm’schen Dialogs in der "Nach-Bohm-Aera" verkörpern sind z.B. Peter Senge und William Isaacs und (teilweise) Patricia Shaw. Deutschsprachige Literatur wird in diesem Artikel nicht rezipiert.

(9) Dialog. Wikipedia, die freie Enzyklopädie (Stand: 25. Mai 2010). [NEU 18.06.2010]
In dem (revisionsbedürftigen) Wikipedia-Artikel wird auch kurz auf den Bohm-Dialog eingegangen.
Dass Bohm und Buber das Dialogprojekt gemeinsam entwickelt haben, wie der Artikel behauptet, darf bezweifelt werden. In der Biographie von David Peat über David Bohm taucht der Name Martin Buber jedenfalls nicht auf.

 
26.10.05
Artikel rund um den Dialog

Die im Folgenden aufgeführten Beiträge beziehen sich auf die einzelnen Kapitel unseres Buches Die Kunst des Dialogs"Kreative Kommunikation entdecken" (2005). Dabei können sich einzelne URLs gegenüber den im Buch angegebenen Adressen geändert haben. Artikel, die nicht im Buch aufgeführt sind, werden mit [NEU] gekennzeichnet. Letzte Änderungen: 15. Juni 2010
 
Zu 2: Einführung in die Kunst des Dialogs
 
Beiträge von David Bohm
 

David Bohm: For Truth Try Dialogue. Reprinted in Resurgence No. 156, Vol. 13 (1993), p. 10–13. [NEU]
Deutsche Übersetzungen z. B. durch Helga Pfetsch [auf dieser Homepage] und Hanna Mandl. Diese Einführungsschrift in den Dialog ist aus Gesprächen hervorgegangen, an denen die Autoren seit 1983 teilnahmen. Die Autoren äußern sich gut verständlich über die Notwendigkeit, Ziel und Zweck des Dialogs sowie einige Regeln zur Durchführungspraxis.
 
Über Bedeutung, Zielsetzung und Erkundung im Dialog. Transkript einer Tonbandaufzeichnung aus dem Jahr 1990. Übersetzung: Günther Gettinger. 2 Seiten. [NEU]
Es geht beim Dialog vorrangig nicht um eine "Verbesserung der zwischenmenschlichen Kommunikation oder um das Erzielen eines bestimmten Ergebnisses“, sondern um eine „unmittelbare Wahrung gegebener Kommunikationswiderstände“ und das „Entstehen eines gemeinsamen Bewusstseins“.


David Bohm: [Why Dialogue?]. E
xcerpted from David Bohm On Dialogue (transcribed and edited by Phildea Fleming and James Brodsky from a meeting with David Bohm.1990. [NEU]

Exploration into the Meaning of the Word »Meaning«. From a seminar conducted by David Bohm in Ojai, California, December 1–3, 1989. In: Proprioception of Thought, David Bohm (David Bohm Seminars, P. O. Box 1452, Ojai, CA 93023, 1999), Seite 51–53.

 

David Bohm erkundet zusammen mit Studenten in Frage und Antwort die Bedeutung des Begriffs "meaning"  (Bedeutung, Sinn) und ordnet ihm die Begriffe »significance« (Bedeutung), »value« (Wert) und »purpose« (Absicht; Zweck) zu, wobei er diese Wörter auch etymologisch ableitet.

David Bohm 1917–1992. An Interview. By F. David Peat and John Briggs. In: Omni, Jan. 1987.
Bohm plädiert hier für eine ganzheitliche Sicht des Universums. Materie und Leben bilden nach seiner Ansicht ein Ganzes. In diesem Interview geht um die These der »impliziten Ordnung«, die der herkömmlichen Quantenmechanik widerspricht.
Im Jahr 1959 stieß Bohm auf das Buch »First and Last Freedom« von Krishnamurti. Sein besonderes Interesse war dessen »tiefe Einsicht« in das Problem der Teilhabe des Beobachters am Beobachteten. Auf wenigen Seiten gelingt es Bohm meisterhaft, in die Denkweise seines späteren »spirituellen Mentors« einzuführen.
 
Beiträge über David Bohm

Gry, Naomi: David Bohm and group dialogue or The interconnectedness of everything. The Jewish Quaterly, Herbst 2003, Seite 93–97. [NEU]
In diesem persönlich gefärbten Beitrag geht die Autorin - Schriftstellerin, Filmschaffende und, wie sie sich selbst bezeichnet, "Gelegenheits"-Facilitator - von ihrer zufälligen Begegnung mit Saral Bohm aus, die ihr unter anderem von Bohms erster Begegnung mit Jiddu Krishnamurti erzählte. Auch eine weitere persönliche Begegnung, die mit Don Factor, Mitautor der Schrift "Dialogue A Proposal" (Bohm, Factor & Garrett, 1991) vermittelt Eindrücke von wissenschaftlichen, bewusstseins- und dialogbezogenen Erkenntnissen.

Peat, David F.: Infinite Potential. The Life and Times of David Bohm. Helix Books, Addison-Wesley, New York u. a. 1997.
Wiedergegeben werden Auszüge aus der Biographie, die Bohms Physike­rkollege David Peat in sehr persönlichem Stil verfasst hat.
 
 

Enzyklopädische Artikel über David Bohm
 
Biografischer Abriss mit Schwergewicht auf Bohms wissenschaftlicher Entwicklung, aber auch zahlreichen weiter führenden Links zum Dialog.
 
Dargestellt werden die Etappen von Bohms Exil, die ihn zunächst nach Brasilien, sodann nach Israel führten, bis er schließlich in England seine zweite Heimat fand. Wie sich das Exil, zu dem Bohm unter der »Antikom­munismus-Hysterie« McCarthys gezwungen wurde, auf sein wissenschaft­liches Werk und dessen Rezeption auswirkte, steht im Mittelpunkt des Aufsatzes.

Ausgezeichneter Artikel zum Leben und Werk von David Bohm.
 
 
Weitere grundlegende Beiträge

Auf 31 Power-Point-Folien wird neben einer Selbstvorstellung (Profi-Ler-Institut für professionelle Entwicklung Neuenstein) anhand von Zitaten und Graphiken ein kurzer Überblick über das Dialogverfahren nach David Bohm gegeben.

Burow, Olaf-Axel, Heinz Hinz & Jörg Lechner: Dialoggruppen. Aus: Burow O.A. (2000). Ich bin gut – wir sind besser. Erfolgsmodelle kreativer Gruppen. Stuttgart: Klett-Cotta. [NEU, 8.06.2010]
Überblick über das Dialogverfahren nach Bohm. Eingegangen wird unter anderem auf die Fragen "Was hindert uns am Dialog?" und "Was ist das Ziel des Dialogprozesses?" sowie auf "Kernelemente des Dialogs nach Bohm" und die Dialoggruppe als "kreatives Feld".

Consoletti, Nick: A Reflection on Participation in a Dialogue Group in Eugene, Oregon: Based on “A Proposal” by David Bohm and Colleagues. The Union Institute 1999, 265 Seiten. [NEU]
In dieser Dissertation werden Theorie und Praxis des „Bohmian Dialogue“ untersucht; die Praxis anhand Dialogen, die zunächst zweimal monatlich je 2 Stunden von 1994 bis 1999 mit anfänglich 25, später 10 – 15 Teilnehmern im „Eugene Water and Electric Board“ und später an anderen Orten in Oregon/USA stattfanden. Die ersten 20 Seiten (Glossar, Inhaltsverzeichnis, Einleitung) können kostenlos als Bilddateien heruntergeladen werden, die Bereitstellung der gesamten Arbeit als PDF-Datei kostet 34 US$ (siehe den oben angegebenen Link).

Consoletti, Nick: Contextual Essay. Contextual Essay. A Reflection on Participating in a Dialogue Group in Eugene, Oregon. Based on "A Proposal by David Bohm and Colleagues" Project Demonstrating Excellence submitted to the Union Institute in partial fulfillment of the requirements for the degree of Doctor of Philosophy in Philosophy of Whole Systems Nick Consoletti September 20, 1998. Ca. 124 Seiten. [NEU - 16.10.2008]
Die Arbeit enthält neben Begriffsklärungen zum Dialog Kurzcharakterisierungen sämtlicher Dialogtreffen im Rahmen des Eugene Dialogue, Transkripte und Interviews mit den Teilnehmenden.

Initiiert von Nick Consoletti traf sich zwischen 1994 und 1999 eine Dialoggruppe, um den Bohm-Dialogue zu pflegen. Die Site der erziehungswissenschaftlichen Abteilung der Universität Oregon portraitiert kurz David Bohm und den Bohm-Dialog, stellt den Artikel von Bohm „For Truth Try Dialogue“ zum Herunterladen bereit, gibt Hinweise zur Geschichte des Eugene Bohm Dialogue (Eugene ist eine Stadt in Oregon/USA), gibt Eindrücke einiger Gruppenmitglieder wieder sowie Stellungnahmen zum Dialogprozess. Das letzte Treffen der Gruppe fand offensichtlich 2001 statt; die Site wurde seitdem nicht mehr aktualisiert. Umfangreiche Linkliste (einige Links sind nicht mehr aktiv).

Garrett, Peter: Dialogue and the Transformation of Memory. Dialogos, Inc. and Centre for Action Research in Professional Practice, University of Bath, Bath, UK.
Peter Garrett skizziert den Weg des Dialogs von den frühen 80er Jahren, zusammen mit David Bohm, bis in die 90er Jahre, in denen der Dialog zunehmend in Organisationen eingesetzt wurde.

Geiser, Christiane: Der Dialog nach David Bohm. Eine Einführung. Vortrag im transdisziplinären Studiengang »Wissenschaft und Weisheit«, Universität Zürich, März 2000.
Der durch praktische Übungen angereicherte Vortrag geht von biografi­schen Angaben zu David Bohm aus und identifiziert mit Wahrnehmen (Verlangsamen, Hinhören, Hinschauen, Hinspüren), Zuhören (sich selbst, dem anderen, dem »Gruppenganzen«) und Sprechen (erkundend, von Herzen) die wesentlichen Charakteristika eines gelingenden Dialogs. [Die Site enthält auch weitere Artikel über David Bohm, den Dialog sowie Rezensionen.]

Geiser, Christiane: Focusing und der Bohmsche Dialog.
Die Autorin, klientenzentrierte Gesprächspsychotherapeutin und Ausbilderin, stellt die beiden Verfahren einander gegenüber und kommt zu der Schlussfolgerung, dass eine Verschränkung dieser Verfahren "hohe gesellschaftspolitische Relevanz" bekommen könnte.

Peter M. Jancsary und Falko E. P. Wilms: Was Dialog sein kann. Trainer-Kontakt-Brief 1.08. Nr. 68. (NEU 8.06.2010)
Die Autoren, Hochschullehrer an der Fachhochschule Vorarlberg / Österreich fokussieren  stellen in diesem kurzen Artikel den Bohm/Isaac'schen und den Sokratischen Dialog gegenüber; dabei gehen sie auch auf den Bohm/Buber-Dialog nach Hartkemeyer ein. Ihr Fazit: "Versteht man den Dialog von Sokrates her als einen örtlich/zeitlich geschützten Raum des Aufspürens der eigenen inneren Haltung zu den Dingen des (betrieblichen) Alltags, dann wird jeder Beteiligte als gleichermaßen Verantwortlicher einer gemeinsamen Wirklichkeit angesehen, die jetzt und hier gestaltet wird.

Mandl, Christoph: Dialogos oder eine Collage über das Team-Lernen. In: Organisationsentwicklung 4/96, Seite 32–45.
Mandl lässt in diesem fiktiven, unterhaltsamen Gespräch Bohm, Buber, Senge, Isaacs und sich selbst zu Wort kommen. Dabei werden Grundlagen, Wesen, Zielsetzung und Rahmenbedingungen des Bohm’schen Dialogs, vorwiegend im Hinblick auf das organisationale Lernen, angesprochen. Martin Buber wirkt mit seinen Statements allerdings etwas verloren in diesem illustren Kreis….
 
Michaelis, Renate: Entwicklung einer Dialogkultur. Vortrag, TransKigs-Tagung, Ludwigsfelde, 1.12.2006, 9 Seiten. [NEU]
In diesem Vortrag mit zwei eingeschalteten Übungen für die Zuhörenden (Erinnerung an ein gutes Gespräch; Kontrolle oder Beziehung) erläutert die Autorin, was unter dem Dialog zu verstehen und wie er als eine lehr- und lernbare Disziplin zu vermitteln ist. Sie begreift den Dialog als einen Selbstorganisationsprozess, der an bestimmte Rahmenbedingungen gebunden ist (z.B. Kreis, maximale Teilnehmerzahl, Dialogprozess-begleitung) und dessen Grundhaltung das Lernen-Wollen und nicht das Schon Wissen ist. „Von Herzen Sprechen“, Generativ Zuhören, Radikaler Respekt und das Suspendieren von Annahmen und Bewertungen sind Kernkompetenzen für den Dialog. Die Autorin schlägt vor, die erste Hälfte eines jeden Veränderungsprozesses, eines Gesprächs, einer Konferenz, in Zukunft dialogisch zu gestalten [...] um konstruktive, mutige und kreative Lösungen zu entwerfen."

Peuker, Sigrid: Der Dialog nach Bohm - Kurzanleitung, Erfahrungsbericht und Glossar. September 2008.
[NEU]
Aus dem Inhalt: Ablauf eines Dialogs - Dialogtheorie und -praxis - Wo kann Dialog eingesetzt werden? - Vier Haltungen nach William Isaacs - Zehn Kernfähigkeiten nach J. F. und M. Hartkemeyer und Freeman Dhority.

Schwier, Jürgen: Zur Soziologie des Spiels. Vorlesung. Universität Gießen. 9 Seiten. [NEU]
In dieser Vorlesung werden Merkmale und Formen des Spiels charakterisiert. An der Beschreibung dessen, was Spiel ist, fällt auf, dass manche Ähnlichkeiten zum Dialog bestehen, wie zum Beispiel die Umschreibung als „offene Kommunikationsform“ und die Freiwilligkeit der Teilnahme, die „Ungewissheit des Ausgangs“, das Stattfinden in einem „abgegrenzten Raum“, die Regeln sowie ferner die Beschreibung des Spiels als „Handlungsraum“, in dem „autotelisches“ Tun (Tätigkeit um ihrer selbst willen, ohne äußere Motivation) und das Erreichen eines Flow-Zustandes (Aufgehen in der gerade ausgeübten Tätigkeit, Selbstvergessenheit) möglich werden.

Widmer, Samuel: David Bohm, eine andere Beschreibung des gemeinschaftsbildenden Prozesses. [NEU 8.06.2010]
Der Autor betrachtet seinen Artikel als "Zusammenfassung eines Buches über Gemeinschaftsbildung". Bei dem Buch, das er aus diesem Blickwinkel zusammenfasst, handelt es sich um Bohms Buch:
Der Dialog. Das offene Gespräch am Ende der Diskussionen, das Bohms wichtigste Beiträge zum Dialog enthält. Dabei geht Widmer von Ähnlichkeiten von Bohms Gedanken mit denen zur Gemeinschaftsbildung von Scott Peck aus.

Writing on Dialogue. 1994-1999. [NEU]
Teilnehmende am "Eugene Bohm Dialogue" berichten in zum Teil ausführlichen Berichten über ihre Erfahrungen.


 
Zu 3: »Wir hörten einander wirklich zu« – Der Dialog im Alltag
 
»Wenn unsere Eltern nicht da sind, dann können wir hier am Niederhof immer zu allen gehen.«
Gespräche mit Kindern und Erwachsenen im LebensRaum Niederhof werden nacherzählt und zu bewerten versucht.

Zum „Flow“-Zustand, der auch im Dialog erreicht werden kann
 
Wesen, Zweck, Umsetzung des Flow-Zustandes als „Im-Fluss-Sein mit der momentan gegebenen Tätigkeit“ werden am Beispiel des Langstreckenlaufens skizziert.  

Fest, Reinhold, Helene Coesters, Christine Holtkötter: Das Flow-Erlebnis nach Mihalyi Csikszentmihalyi. Referat, Seminar: Lern- und Leistungsmotivation im Kontext beruflicher Arbeit, Fachbereich Pädagogik, Universität Regensburg. 9. Mai 2001, 5 Seiten. [NEU]
Wissenschaftliche Definition des Flow-Erlebens nach Csikszentmihalyi als „Motivationszustand mit der höchsten intrinsischen Motivation“ und als „harmonisches Erlebnis, bei dem Geist und Körper mühelos zusammenwirken, bis sich das Gefühl einstellt, das etwas ganz Besonderes mit einem geschieht.“

Groddeck, Norbert: Mit dem Selbst spielen - kunsttherapeutische Möglichkeiten im intermediären Raum. 5 Seiten. [NEU]
Im Rahmen der klientenzentrierten Psychotherapie-Theorie wird der Flow-Zustand als Zustand charakterisiert, in dem der Organismus in einem "optimalen Zustand" ist. Selbstvergessenheit, Hingabe, Fokussierung der Aufmerksamkeit, Ausdehnung des subjektiven Zeitgefühls, Aufhören des Sich-selbst-Beobachtens und der Trennung von "Ich" und "Welt" beschreiben diesen Zustand, "der dann entsteht, wenn eine Person in ein Tätigkeiten hineingezogen wird oder eine Aktivität von sich aus beginnt, die der Struktur der von ihr entwickelten Fähigkeiten optimal entspricht."

Groddek, Norbert: Mit dem Selbst spielen - kunsttherapeutische Möglichkeiten im intermediären Raum. 38 Seiten. [NEU, 31.07.08]
Langfassung des vorgenannten Artikels.
  
 

Zu 4: »Den gleichwürdigen, persönlichen Dialog entwickeln« – Dialogische Erziehung als gemeinsame Entwicklung
 
Wer sich kurz und prägnant über die Grundprinzipien der Pädagogik Juuls informieren will, ist mit diesem Artikel bestens bedient. Aus dem Inhalt: Soziale Kompetenz von Geburt an – Im Gespräch das Kind ernst nehmen statt Therapie von Störungen – Das Beratungsgespräch als Ausdruck der Existenz statt Reden über das Leid – Den jungen Menschen Kompetenz zurückgeben, statt sie zu motivieren.
 
 Juul, Jesper: "Die Eltern-Kind-Beziehung kann nicht demokratisch sein!" Interview mit Jesper Juul von Elisabeth C. Gründler.
Spannend zu lesendes Interview mit zahlreichen Beispielen und Tipps zur Praxis der professionellen und elterlichen Erziehung, unter dem Credo: »Wenn man Bäume und Blumen in seinem Garten so behandelte, wie wir herkömmlich mit Kindern und Jugendlichen umgehen, würden die Pflanzen eingehen. Man kann nicht jeden Tag herumgehen und Zweige abschne­iden.«
 
Die Site führt in die Schattenarbeit ein, das heißt den Umgang mit versteckten Seiten unserer Persönlichkeit (z. B. Definition, Prozess, 4-Viertelmodell, Container, Coaching). Dem Prozess der Schattenarbeit liegt das 4-Energien-Modell (Freunde, Wut, Angst, Liebe) zugrunde. Diese grundlegenden Emotionen bilden die Pforten, durch den diese Energien erschlossen und produktiv genutzt werden sollen.

Shadow Work. [NEU
Umfassende Darstellung von Schattenarbeit, Seminare, Literaturangaben, weiterführende Links.

Smith, Mark K.: Dialogue and Conversation. The encyclopedia of informal education. 2000. [NEU].
Im Mittelpunkt dieses Aufsatzes steht das Dialogverständnis von Paolo Freire, Hans-Georg Gadamer, Jürgen Habermas und David Bohm.

Canacakis, Jorgos: Meine Schwäche für die Schatten.
Es handelt sich um das ehemaliges Kapitel aus dem Buch: Canacakis, Jorgos / Haehnel, Gerd / Söll, Florian: Wir spielen mit unseren Schatten. Vorschläge für Familie, Freizeit, Schule und Therapie. Reinbek bei Hamburg 1986, Rowohlt TB 7960. 

Enzyklopädische Artikel zu Krishnamurti, Buber und Freire

Forbes, Scott H.: Jiddu Krishnamurti and his insights into education. The encyclopedia of informal education. [NEU]

Smith, Mark K.: Martin Buber on education. The encyclopedia of informal education. 2000. [NEU]
 
Smith, Mark K.: Paolo Freire and informal education. The encyclopedia of informal education. 1997, 2003. [NEU]
 
 
 
Zu 5: »Wir brauchen die freie Denkbewegung des Geistes« – Der Dialog als Kernelement einer neuen Lernkultur
 
DIE ZEIT: Die Agenten des Wandels. Von Kanada können auch andere Schulreformer lernen. Teil 3 der ZEIT-Serie, Hamburg 1999. [Neuer Link; der im Buch angegebene Link ist nicht mehr aktiv.]
Seit vor 15 Jahren im Distrikt Durham/Kanada die „stille pädagogische Revolution“ begann, üben sich mehr als 100 Schulen mit über 3000 Lehrenden im „kooperativen Gruppenlernen“. Kulturtechniken und Grund­wissen (academics), Teamarbeit und personal management, also die Fähigkeit, sich selbst zu organisieren, erarbeiten sich Schüler und Lehrerinnen gemeinsam. Individualität und Kooperation – das sind die Maximen unter denen sich das Lernen vollzieht. In dem Artikel werden die Grundlagen dieses Schulmodells skizziert.

Dewe, Bernd, Giesela Wiesner, Jürgen Wittpoth (Hrsg.): Professionswissen und erwachsenenpädagogisches Handeln. Dokumentation der Jahrestagung 2001 der Sektion Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Beiheft zum Report. Bertelsmann, Bielefeld 2002, 300 Seiten. [NEU]

Im Abschnitt „Soziales Lernen und Ganzheitlichkeit“ ihres Beitrags „„Management by complexity“ mit Großgruppenverfahren“ geht Susanne Weber kurz auch auf den Bohm’schen Dialog ein und stellt sein Potential für die Entwicklung lernender Organisationen heraus, da nach Isaacs hier „kollektive Intelligenz zum Einsatz komme“.


Kumar, Satish: Life Is All About Learning.
Satish Kumar schreibt in diesem fesselnden Beitrag über seine Vorstellungen von Erziehung, von Lernen und über die Prinzipien, die das Leben bestimmen sollten: Gewaltlosigkeit, Wahrheit, kein Nehmen ohne Geben, physische Ausgeglichenheit, kein Besitzdenken. Die „Small school“ und das Schumacher-College, deren Initiator bzw. Mitbegründer Kumar ist, suchen diese Werte zu vermitteln.

Loser-Kalbermatten, Othmar: Die Schule als Lernende Organisation.
Neben Systemdenken, gemeinsamer Vision, Erkundung der mentalen Modelle und persönlicher Entwicklung ist besonders der Dialog Voraussetzung und persönliche Bedingung dafür, die Schule selbst zu einer lernenden Organisation werden zu lassen.

Peuker, Sigird: Visionen zu Bildung in der Wissensgesellschaft: Der Dialog als Methode der Wissenskommunikation zwischen den Generationen, Vortrag, Zukunftswerkstatt: Bildungs- und Jugendförderung für soziale Entwicklung, Themenblock „Visionen und interdisziplinäre Blickrichtungen: Impulse aus externer Sicht, 26. Juni 2003, Berlin.  [NEU]

Smith, Mark K. Ivan Illich: Deschooling, conviviality and the possibilities for informal education and lifelong learning. The encyclopedia of informal education. 1997, 2004. [NEU]
Enzyklopädischer Artikel mit Relevanz zum Dialog.


Enzyklopädische Artikel

Hartmut von Hentig. Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Stand: 19. Januar 2010.
[NEU]

Kooperatives Lernen.
Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Stand: 5. Januar 2010. [NEU]

Satish Kumar. Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Stand: 23. Dezember 2009 [NEU]

 

Zu 6: Der Dialog als kreativer Denkraum lernender Organisationen
 

Argyris, Chris: »I never trusted distant observation.« An Interview with Chris Argyris by Victor Woodell. Organizational Development Journal, Vol. 21, No. 2, 2003, S. 67–70.

In diesem Interview gibt Argyris Auskunft beispielsweise zu Fragen nach seinem (wissenschaftlichen) Verhältnis zu Lewin und Donald A. Schön, nach der gegenwärtigen Relevanz der Aktionsforschung, nach dem Beobachter als Akteur, nach dem Unterschied zwischen den offiziellen und praktizierten Handlungskonzepten – und natürlich seinen weiteren Plänen.
 
Beucke-Galm, Mechtild: Über die Bedeutung von Dialog in einer »lernenden Organisation«. IOD, Institut für Organisationsberatung und Dialog, Frankfurt a. M., 21 Seiten.
Unter Rückgriff auf die Dialogmodelle von Buber und Bohm/Isaacs wird der Dialog in diesem Aufsatz als soziale Intervention und als Miteinander-Denken beschrieben. In einer Lernenden Organisation bildet er das Zentrum, im Dialog kommen Organisation und Person zusammen, wobei Gleichrangigkeit der Dialogpartner keine Voraussetzung für ein Gelingen ist. Im Dialog werden verschiedene Phasen durchlaufen, die die AutorIn im Anschluss an Isaacs/Scharmer erläutert (politeness, break down, inquiryand flow). Nicht zuletzt ein Praxisbeispiel, in dem die Autorin als Dialogberaterin einer Firma zum Erfolg verhilft, macht diesen Beitrag lesenswert.
 
Beucke-Galm, Mechtild: Wie kommt das Neue in die Welt? Dialog in der Strategie-Entwicklung. IOD, Institut für Organisationsberatung und Dialog, Frankfurt a. M. In: Beratung der Veränderung – Veränderung der Beratung. Neue Wege in Organisationsberatung, Training und der Gestaltung sozialer Systeme, hrsg. von H. Lobnig, J. Schwendenwein, L. Zvacek, Gabler Verlag, Wiesbaden 2003, Seite 174–193.
In der Strategie-Entwicklung eines Unternehmens sucht das Management die Zukunft zu antizipieren und das Unternehmen auf die gedachte Zukunft auszurichten. Am Beispiel einer mittelständischen Unternehmensgruppe erläutert die Autorin ihr Beratungskonzept zur Einführung des Dialogs, geht auf Rahmen und Setting der strategischen Dialoge ein und hebt die Bedeutung des Containers und der Begleitung bei diesem Prozess hervor. Dem Dialogverlauf legt sie das Phasenmodell von Scharmer/Isaacs zugrunde. Die Facilitators – Firmenangehörige, die die Autorin für ihre Aufgabe qualifiziert hat haben die Aufgabe, die Gruppe von einer Phase in die nächste zu führen und sie in den Übergangssituationen zu halten.

Buschendorf, Udo, Frank Glowitz, Reinhard Langer, Paul Pape-Senner, Ingeborg Schüßler, Gudrun Stahn, Heidemarie Stuhler, Joachim Thomas, Helga Unger: Dialogische Leistungsentwicklung in kleinen Unternehmen. Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Betriebliche Weiterbildungsforschung e. V. & Projekt Qualifikations-Entwicklungs-Management, Berlin (QUEM Materialien Nr. 72), nicht datiert, 188 Seiten. [NEU]
Aus der konkreten Projektpraxis heraus werden die Prozesse der dialogischen Leistungsentwicklung beschrieben, interpretiert und reflektiert, wobei im Zentrum des Reflexionsprozesses die kollegiale Beratung innerhalb der Teilprojekte steht, die zudem wissenschaftlich begleitet wurden. (Aus der Einleitung). Das hier zugrunde gelegte Dialogverständnis orientiert sich an Martin Buber, David Bohm,  und den Weiterentwicklungen von Isaacs und Dhoritiy/Hartkemeyer.
  
Ehmer, Susanne: Dialog in Organisationen. Praxis und Nutzen des Dialogs in der Organisationsentwicklung. Eine Untersuchung.  [Link im Internet nicht mehr auffindbar.] (Beiträge zur Supervision, Bd. 14, hrsg. von S. Ehmer) Dissertation, Kassel University Press 2004.
Anhand qualitativer Interviews mit Vertretern zweier Unternehmen zur Implementierung und zur Umsetzung des (Bohm-, Isaac-, Dhority’schen) Dialogs sucht die Autorin in ihrer Dissertation herauszufinden, ob und inwiefern der Dialog für die Organisationsentwicklung und für Prozesse der Veränderung, des Lernens und des Wachstums von Nutzen ist. [Die abrufbare PDF-Fassung ist nicht ausdruckbar.]

Ehmer, Susanne: Dialog – nichts neues und doch ungewöhnlich anders. Supervision - Mensch, Arbeit, Organisation (Beltz Verlag), Heft 2/2003, Seite 1–14. [NEU]
Entwicklung und Charakteristika des Dialog werden vorgestellt. Anwendungsmöglichkeiten und eine Diskussion über Nutzen und Grenzen zeichnen ein Bild über den Gewinn für Supervisorinnen und Berater, der nicht nur in der Vertiefung der supervisorischen Reflexion durch das gemeinsame Erkunden von Wortbedeutungen liegt, sondern auch in der Kultivierung des großen Bereichs reifer Perspektiven und Sensibilität. Erste Ergebnisse einer Erhebung in Unternehmen bilden eine Basis für weitere Überlegungen. (Zusammenfassung der Autorin.)
 
Ehmer, Ehmer: Dialog in Organisationen – Miteinander denken im kreativen Feld des offenen Gesprächs über die Diskussion hinaus. OA meets OE, Internationale Fachtagung zu Systemaufstellungen in Organisationen, Kassel, 28. - 30.11.2003. 4 Seiten. [NEU]
Nach einer kurzen Darstellung einiger Grundlagen des Dialogs werden Möglichkeiten und Nutzen dieser Gesprächsform als hierarchieübergreifendes Informationsinstrument im Unternehmen skizziert (z. B. innere Flexibilität lernen, Reflexionsfähigkeit entwickeln und fördern) sowie Anwendungsformen strategischer und generativer Dialoge erläutert (z. B. in regelmäßigen Besprechungen).
 
Fatzer, Gerhard: Führungskräfte im Dialog. In: Alpha – der Kadermarkt der Schweiz, 1.3.2003.
Die Kommunikationsstruktur vieler Unternehmen ist durch »eingeübte Inkompetenz« geprägt, die vier Regeln folgt: Doppeldeutigkeit der Bot­schaft, so handeln, als wäre die Botschaft nicht widersprüchlich, Tabui­sieren der Doppeldeutigkeit dieser Botschaft, erklären, dies sei der Normalzustand. Der Dialog wird in diesem Aufsatz als eine Möglichkeit beschrieben, diese »defensiven Routinen« aufzubrechen.
 
Hänsel, Markus, Andreas Zeuch, J. Schweitzer: Erfolgsfaktor Intuition. Geistesblitze in Organisationen. In: Zeitschrift für Organisation­sentwicklung 3, Heft 1, 2002. [Neuer Link; der im Buch angegebene Link ist nicht mehr aktiv.]
Intuition wird in unterschiedlichen Formen erlebt, wie z. B. als »intelligentes« Körpergefühl oder als Geistesblitz. In diesem Aufsatz stellen die Autoren zunächst die Grundfunktionen von Intuition dar, die beim organisationalen Handeln bedeutsam sind. Beispiele hierfür sind die Bereiche Problemlösung und Entscheidungsfindung, Umgang mit Komplexität, Kreativität, Förderung von Synergien. Sodann geht es um intuitive Kompetenzen in verschiedenen Kontexten wirtschaftlichen und organisationalen Handelns, wie z. B. Führung, Personalauswahl. Schließlich wird auf die wichtigsten Aspekte für das Training von Intuition einge­gangen.
 
Im Evolutionsprozess hat sich mit dem menschlichen Gehirn ein Organ herausgebildet, das durch sein kreatives Potential die zum Überleben notwendigen Anpassungsleistungen ermöglicht. Daneben haben sich „Feststrukturen“, d. h. „primäre Antriebe“ (Selbsterhaltung, Sozialverhalten, Sexualität) entwickelt, deren Befriedigung uns „zufrieden“ werden lässt und unser kreative Potenzial überlagert. Die Relevanz dieser Erkenntnisse für Kreativität in Unternehmen wird untersucht.

Isaacs, William N.: The Dialogue Project Annual Report 1993–94. The MIT Center for Organizational Learning, Massachusetts Institute of Technology, Cambridge, MA, 1994.
Der nicht nur aus historischem Interesse interessante Bericht aus den Anfängen der Entwicklung des Dialogprozesses am MIT gibt Auskunft über den Einsatz des Dialogs in verschiedenen Praxisfeldern, über Fortschritte im Theorieaufbau, über die Entwicklung in der Dialogbegleitung, über die Entwicklung von Schulungsmaterial und über ein Dialogsymposium.
 
Isaacs, William N.: Dialogic Leadership. In: System Thinker, Vol. 10, 1, 1999. [Neuer Link; der im Buch angegebene Link ist nicht mehr aktiv.]
In diesem Artikel bezieht sich Isaacs nicht explizit auf Bohm, vielmehr sucht er sein Verständnis dialogischer Führerschaft anhand des Vier-Spieler-Modells von David Kantor zu erläutern. Den verschiedenen Rollen, die wir in einem Gespräch einnehmen können, ordnet er jeweils eine dialogische Kernfähigkeit zu (Mover – Sprechen; Follower – Hören; Opposer – Respektieren; Bystander – Suspendieren). Dialogische Führer­schaft zeichnet sich durch Ausgewogenheit in all diesen Bereichen aus.
 
Lau-Villinger, Doris: Wissensentwicklung im Dialog. IOD, Institut für Organisationsberatung und Dialog, Frankfurt a. M. 2001. [Neuer Link; der im Buch angegebene Link ist nicht mehr aktiv.]
Ausgehend von einer Gegenüberstellung von Dialog und anderen Gesprächsformen und einer Darstellung der Prinzipien des Dialogs in Anlehnung an Isaacs skizziert die Autorin das Vier-Phasen-Modell des Dialogs nach Scharmer (Höflichkeit => Konfrontation => Erkundung=> gemeinsamer Gedankenfluss). Sie stellt sodann das „Four Player Model“ nach Kantor vor, nach dem die Teilnehmenden vier Rollen einnehmen können („Mover“, „Follower“, „Opposer“, „Bystander“), wobei die Rolle von Mover und Opposer auf dem Plädieren liegt, die von Follower und Bystander auf dem Erkunden. Diesen Rollen sind im Dialog – ebenfalls nach Kantor – Handlungskompetenzen zuzuordnen, die es ermöglichen in diesen Rollen wirksam zuwerden (Mover/Voicing, Opposer/Respecting, Follower/Listening, Bystander/Suspending). Dialogforen, dialogorientierte Abteilungssitzungen und Dialogkonferenzen sind Beispiele für dialogische Interventionen in Unternehmen.
 
Mandl, Christoph: Dialog als Kommunikations- und Arbeitsform eines Projektteams. In: Innovatives Projektmanagement, Weka Media, Kap. 4.4.1, November 2002.
Der Bohm’sche Dialog wird in diesem Aufsatz als eine junge Kommunikations-  und Arbeitsform für Entwicklungsprojekte und darüber hinaus als „beziehungsstiftend, handlungsstiftend, verständnisstiftend und auch motivierend“ beschrieben.

New Business: Fragen wir sie oder nicht? -
Interview mit Univ. Lektor Dr. Michael Benesch. In: New Business, 0kt. 2007, S. 16-17. [NEU, 20.01.09]
In dem Interview über Sinn, Aufgaben und Leistungen von Meinungsbefragungen in Unternehmen geht es in einem kurzen Abschnitt auch um den Bohm'schen Dialog.
 
Pächnatz, Peter: Lernen im Gespräch durch den Dialog. In: Organisationsentwicklung, Heft 2/2000, S. 4–13. [Neuer Link; der im Buch angegebene Link ist nicht mehr aktiv.]
Peter Pächnatz berichtet in diesem spannend zu lesenden Beitrag, wie es ihm gegen anfängliche Skepsis und Abwehr gelang, den Dialog in einem Großunternehmen einzuführen.

Nach dem Fieldbook von Peter Senge et al. (1996) sind Dialog und „qualifizierte Diskussion“ die für das Team-Lernen wichtigsten Diskursformen. Im Forschungsprojekt des MIT wird der Bohm’sche Dialogansatz in die Praxis übertragen und erprobt. Die Autorin hat aufgrund der Erfahrungen aus dem MIT-Projekt die Dialogmethode im universitären Kontext und eigenen Dialogprojekten eingesetzt; ihr Bericht stützt sich auf vier Jahre Dialogerfahrung in Theorie und Praxis. Hiernach fließen in den „Dialog als reflexiven Lernprozess“ (Isaacs im Fieldbook) die Denkansätze und Praxiserfahrungen von Martin Buber, Patrick de Maré und David Bohm ein. In der Praxis ist der Dialog „eine Methode, die für viele Anforderungen eingesetzt werden kann: für persönliche und organisationale Entwicklung, für Umgang mit Komplexität und Verschiedenheit, oder auch für die Schaffung einer Unternehmenskultur, die Lernen und Wandel fördert.“ Eine Grundbedingung für das Gelingen des Dialogs ist die Freiwilligkeit der Teilnahme und die Bereitschaft der Teilnehmenden, die eigenen Grundannahmen in Frage zu stellen und im Dialogprozess hinterfragen zu lassen. Deshalb eignet sich der Dialog auch und gerade für interkulturelle Lernprozesse, „die ja ein besonders großes Potenzial für neue Sichtweisen oder Lösungsmöglichkeiten bieten.“ Nach Isaacs lassen sich im Dialog vier Phasen unterscheiden: „Talking nice“, „Talking tough“, „Reflective Dialogue“ und „Generative Dialogue“; diese Phasen entsprechen auch den Beobachtungen der Autorin in ihrer Dialogarbeit, wobei sich die einzelnen Phasen mischen können. Barrieren und Widerständen gegen den Dialog in Unternehmen gründen nach der Autorin vor allem auf „eingefahrenen Mustern“, Hierarchien und auf den Ansprüchen, die die Dialogmethode selbst an die Teilnehmenden stellt (z. B. Offenheit, Bereitschaft, eigene Annahmen in Frage zu stellen).

In diesem Artikel skizziert Pfanner den Bohm’schen Dialog in lernenden Organisationen (Teamlernen) in Anlehnung an Peter Senge und Chris Argyris. Gemeinsames Lernen ist hiernach möglich durch das Erkennen von Abstraktionssprüngen (Verallgemeinerungen), das Offenlegen der „linken Spalte“ (dessen, was man verschweigt), die Herstellung eines Gleichgewichts von Erkunden und Plädieren sowie durch das Unterscheiden zwischen verlautbarten Theorien (was man sagt) und praktizierten Theorien (was das Handeln leitet). Als Dialogbegleiter hat der Supervisor im Team unter anderem die Aufgabe, die Dialogregeln zu vermitteln – sie gewissermaßen zu verkörper – und auf ihre Einhaltung zu achten, ein „Klima der Fehlertoleranz“ zu schaffen, das „angstreduzierend das Zulassen von Verunsicherungen ermöglicht“ und beim Vorliegen hierarchischer Unterschiede im Dialogkreis diese transparent zu machen, „wenn der Dialog als Prozess gemeinsamen Forschens und Austausch gleichwertiger Anschauungen verlassen wird“.

Schepers, Adolf und Christian Thaler: Peter M. Senge: Die V. Disziplin.
Folien, Technische Universität Berlin, Institut für Psychologie, 2001.
Anhand von 41 Folien wird in anschaulicher Weise versucht, Senges Konzept der V. Disziplin zu verdeutlichen.
 
Seel, Richard & New Paradigm Consulting: Dialogue. [NEU]
Im Mittelpunkt dieses Dialogmodells stehen das Modell nach Isaacs (Sprechen, Zuhören, Respektieren, Suspendieren, Sprechen), das (graphisch) mit dem Vier-Spieler-Modell nach Kantor in Verbindung gebracht wird (Mover/Voicing; Follower/Listening; Opposer/Respecting; Bystander/Suspending).

Smith, M. K. (2001): Chris Argyris: Theories of Action, Double-loop Learning and Organizational Learning.
In: The Encyclopedia of Informal Education [Web-Enzyklopädie].
Nach einem kurzen biographischen Abriss und einem Statement von Senge zu Argyris werden – zum Teil anhand von Originalzitaten und -graphiken – die Handlungstheorien (also quasi die »Landkarten im Kopf«), deren Rolle und Folgen für Unternehmen (offizielle/praktizierte Handlungstheorien, Einund Doppelschleifenlernen, Modell I und Modell I) sowie eine Sechs-Stufen-Interventionsstrategie skizziert. Im Anschluss an den Artikel sind zahlreiche Literaturangaben sowie weiterführende weiterführende Links angegeben.


Enzyklopädische Artikel mit Relevanz zum Dialog

Smith, Mark K.: Peter Senge and the learning organization. The encyclopedia of informal education. 2001. [NEU]
 

 
 
Zu 7: »Vom Gegeneinander-Reden zum Miteinander-Denken« – Der Dialog in politisch-gesellschaftlichen Konfliktfeldern

Allgemein

Mettler-v. Meibom, Barbara: Wider die Resignation in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft oder Die Kraft des Dialogs. Communio - Kommunikations- und Kooperationsberatung (Essen), 10 Seiten.
[NEU, 15.06.2010]
Die Autorin setzt sich mit folgenden Fragen auseinander: 1. Warum ist die Haltung der Wertschätzung heute wichtiger denn je? 2. Welcher Zusammenhang besteht zwischen mentalen Modellen, Wahrnehmen und
Handeln? 3. Was befördert eine dialogische wertschätzende Haltung und wie äußert sie sich? 4. Wie können Dialog und Entscheiden zu einer sinnvollen Synthese gebracht werden?
 


Ökologie


Scheffler, Dirk: Der Dialog-Ansatz und dialogische Kommunikation.
In: IPUBLIC – Psychologie im Umweltschutz, Ausgabe 4, 2002, Seite 45–49.
Nach Ansicht Schefflers kann gerade in der interdisziplinären Umwelt­forschung und in Umsetzungsprozessen nachhaltiger Entwicklung (Agenda 21-Prozesse), also da, wo sich viele unterschiedliche Perspektiven und Fachkulturen begegnen, eine dialogische Gesprächsform hilfreich sein, um eine intensive Verständigung herbeizuführen, die über das gewohnte Denken hinausführt. Scheffler berichtet in diesem Beitrag über ein Dialog­seminar, das er im Rahmen eines Kongresses von Umwelt­psychologen initiiert und als Facilitator begleitet hat.


Gewalt
 
Peter-Jürgen Boock, ehemaliger RAF-Terrorist, erwähnt in diesem Interview auch nächtliche Gespräche mit dem Entführungsopfer Hanns-Martin Schleyer 1977. Diese Gespräche führten nach Boock dazu, „dass sich die Hälfte der Gruppe aus der RAF verabschiedete“. Dies führt Boock darauf zurück, dass die Gruppe der Person Hanns-Martin Schleyers intellektuell nicht gewachsen war. Schleyer habe ihr ihre Defizite, die Merkwürdigkeiten in ihren Utopien offen gelegt.

Folath, Erich: „Nah, so nah am Paradies.“ Interview mit drei inhaftierten palästinensischen  Attentätern. In: Der Spiegel, Heft 25/2004,14. Juni 2004.
Es wird in typischem Spiegel-Stil und bei wenigen eingeblendeten wörtlichen (?) Zitaten versucht, ein Bild dreier potentieller Selbstmordattentäter, vor allem ihrer Motivation zu entwerfen. Es darf angenommen werden, dass dabei manche Klischees und Vorurteile bedient werden.
 
Gründler, Elisabeth: Dialog mit dem Feind. Der israelische Psychologe Dan Bar-On entwickelt den TRT-Prozess. Hagalil.com 18.2.02.
Als Psychologe hatte der in Deutschland geborene Israeli Dan Bar-On schon früh mit Holocaust-Opfern zu. Dabei stellte er auch die Frage nach den Kindern der Täter. Nach einem längeren Dialog mit Martin Bormann, dem Sohn des Nazi-Chargen, initiierte Dan Bar-On im Jahr 1992 ein Treffen zwischen Kindern von Naziopfern und solchen von Nazitätern. Einfühlsam und sachkundig zeichnet die Autorin den Werdegang des TRT-Prozesses (TRT: „To Reflect and Trust“) und seines Begründers Dan Bar-On nach.

Interkulturelles Zusammenleben
 
Holmes, Stephen: Intercultural Communication and Dialogue Competence: An Attempt at Synthesis through useful "Fictions". Working paper of Working paper of International Society for Diversity Management e.V. No. 2 [nicht datiert], 32 Seiten. [NEU]

IKIB: Interkulturelle Kooperation für ein internationales Berlin (IKIB): Gruppe »Dialog zwischen Kulturen und Generationen«.
Menschen im Alter zwischen 20 und Mitte 60, u. a. aus Lateinamerika, Asien, Deutschland und Osteuropa, treffen sich einmal monatlich zum Dialog.
 
Institut für kulturvergleichende Wirtschaftsforschung (ICCE): Dialogkompetenz für transkulturelle Kommunikation: Dialogprozess bei DaimlerChrysler. 2. Konferenz – Transkultureller Dialog, 20. Juli 2002, Universität Witten/Herdecke, Abschlussbericht, 29 Seiten. [NEU]

Es handelt sich einen Bericht über ein interkulturelles Dialogtraining für Manager aus südasiatischen Ländern im Rahmen des International Training Program (ITP) bei dem Daimler-Chrysler-Konzern in Sindelfingen. Die drei Dialogworkshops orientierten sich an dem Bohm-Dialog und den Rahmenbedingungen nach Hartkemeyer und Dhority (1998) (Dialogbegleitung, Redestein, Klangschale, Check-In-, Check-Out-, Reflexionsrunden, Einführungsvorträge, Übungen, generative und thematische Dialoge). Die jeweilige Entwicklung der Kommunikation im Dialogprozess wurde nach Scharmer (1998) klassifiziert. Hiernach entwickelt sich die Qualität der Kommunikation im Laufe der Zeit vom ersten Stadium ‚Talking nice‘ zum vierten Stadium ‚Generative dialogue‘. Die meisten der insgesamt bis zu 20 Teilnehmer sahen in dem Dialog ein Hilfsmittel, um Ähnlichkeiten und Unterschiede verschiedener Kulturen zu verstehen, waren jedoch zum Teil nicht dazu in der Lage, sich wirklich auf den Dialogprozess einzulassen.

Ferner thematisiert der Bericht einen Dialogprozess über „Dialog und Macht“, der nach Maximen von Hartkemeyer & Dhority (1998) stattfand (fasse dich kurz, sprich von Herzen, suspendiere deine Annahmen und Bewertungen, plädiere produktiv). Im Laufe der Dialogrunden kristallisierte sich die Fragestellung heraus „Kann der Dialog als Machtinstrument missbraucht werden und ist er dann gefährlich?“ Die meisten TeilnehmerInnen zogen von diesen Dialogrunden eine positive Bilanz.

Matoba, Kazuma: Dialogkompetenz für transkulturelle Kommuni­kation: Neuer Versuch des Theorieaufbaus für interkulturelles Kommunikationstraining. In: Shinji Nakagawa, Susanna Slivensky, Masako Sugitani und Japanische Gesellschaft für Germanistik (Hrsg.): Pädagogische Interaktion und interkulturelles Lernen im Deutschunterricht. Studien Verlag, Insbruck 2000, Seite 221–235.
David Bohm definiert den Dialog als „Fließen/Fluss von Bedeutung”. Nach van den Heuvel führt dieser Bedeutungsfluss wie Wasser zum Meer zu einem Zustand von Kohärenz. Diesem Zustand von Kohärenz stehen verschiedene Blockierungen im Weg. Ein „master block“ verhindert die Auflösung all dieser Blockierungen. Um zu erklären, wie diese Blockierung – die Hauptblockierung ist unser Selbst – aufgelöst werden kann, bedient sich van den Heuvel Analogien aus der Computersprache.
 
Matoba, Kazuma: Dialogue Process as Communication Training for Multicultural Organizations. In: S. Bohnet-Joschko und D. Schiereck (Hrsg.): Socially Responsible Management. Metropolis Verlag, Marburg, Seite 143–166.
Matoba bespricht verschiedene Modelle für dialogische (interkulturelle) Kommunikation: das von Yoshikawa unter Bezug auf Buber, das von Ellinor & Gerard bzw. Hartkemeyer & Dhority unter Bezug auf Bohm. Im Wesentlichen aus dem Vier-Stufen-Dialogmodell von Jaworski & Scharmer leitet Matoba einen Drei-Stufen-Dialog für das Einüben interkultureller Kommunikation ab. Dabei steht auf jeder Stufe das Einüben verschiedener Kernkompetenzen im Vordergrund. Das eigentliche Ziel des Aufbaus einer dritten Kultur aus einem gelingenden interkulturellen Dialog kann nur erreicht werden, wenn die zehn Kernfähigkeiten entwickelt werden.
 
Matoba, Kazuma: Glocal Dialogue: Transformation through trans­cultural Communication. Discussion paper, Special Issue on Economic Growth and Innovation in Multicultural Environments. Fondazione Eni Enrico Mattei, 2003.
Der Dialogprozess, wie er von Bohm vorgeschlagen und von Peter Senge, William Isaacs und Freeman Dhority in den USA weiter entwickelt wurde, lässt sich nicht nur in Organisationen für interkulturelles Kommunika­tionstraining einsetzen. Wird er in einer Gesellschaft mit dem Ziel dialogischer Kommunikation zwischen der dominanten Mehrheit und der akkulturierenden Minderheit angewendet, so kann er den Akkulturierungs­prozess auf einem globalen Niveau in Gang bringen („glocal dialogue“). Das Beispiel von vier jeweils 2-stündigen Dialogprozessen zwischen 20 Einwohnern (13 Deutsche, 1 Kroate, 2 Türken, 2 Inder, 1 Iraner, 1 Japaner) einer deutschen Stadt ist laut Autor durchaus ermutigend.

Mehmedbegoviæ, Naida: Konfliktbearbeitung durch Dialog – dargestellt am Beispiel des Kongresses „Studenten bauen Brücken“. In: Hans J. Gießmann & Patricia Schneider (Hrsg.): Akademisches Netzwerk Südosteuropa – Konzept und Masterarbeiten 2002/2003, Heft 139 Hamburg, April 2005  Seite 39–62. [NEU]

In den Jahren 2002 und 2003 fanden an der Universität zwei Kongresse mit Studentinnen und Studenten aus dem ehemaligen Jugoslawien statt, die unter anderem im Hinblick auf das Dialogmodell von Hartkemeyer & Dhority untersucht werden. Hiernach können in einer so großen Veranstaltung wie dem Studentenkongress die zehn dialogischen Kernkompetenzen „nicht so einfach vermittelt werden“, jedoch könnte das Organisieren kleinerer Workshops für Multiplikatoren „helfen, diese schrittweise an andere Teilnehmer zu vermitteln. Als wichtigste Fähigkeiten haben sich Zuhören, Beobachten ohne zu Bewerten, Sprechen und vor allem Empathie erwiesen. Die Autorin kommt zusammenfassend zu dem Ergebnis, dass das Dialogmodell von Hartkemeyer & Dhority „am besten die im Kongress aufgetretenen Probleme erklären“ konnte.

Eine Gruppe Studierender der Universität Witten/Herdecke berichtet in einigen auch persönlich gehaltenen Berichten über eine zweiwöchige Studienfahrt nach Namibia, die ganz im Zeichen des Versuches stand, Dialogprozesse im interkulturellen Kontext durchzuführen.


EU-Projekt: Dialogue - The Creative Communication
[NEU 20.01.09]
Das transnationale Projekt "Dialog - The Cretive Communication" ist aus dem "European Year of Intercultural Dialogue 2008" hervorgegangen; es wird koordiniert vom Centre for Woman and Gender Research an der Universität Leipzig. Im Folgenden sind Links zu teilnehmenden Institutionen und weiterführenden Informationen über dieses Projekt angegeben, so dass Sie sich einen Überblick über Aktivitäten und Verlauf des Projektes informieren können.

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Benesch & Mittermayr GmbH Unternehmensberatung

- Evolvia - Conscious Leadership - the evolvia communication boost

- Strategy transnational

 
  
Zu 8: Welche anderen Kommunikationsverfahren können den Dialogprozess bereichern?
 
Hahn, Christina: Durch Dialog zu Veränderungsstrategien. Drei Großgruppenverfahren im kritischen Vergleich. [Neuer Link; der im Buch angegebene Link ist nicht mehr aktiv.]
(Reihe: Arbeitstexte Politikwissenschaft, Kommunikation – Medien – Infrastrukturen, Nr. 30, Nov. 1999, Universität Gesamthochschule Essen, FB 1. Hrsg. von Prof. Dr. Barbara Mettler-v. Meibom.)
Nach einer Erläuterung des Dialogbegriffs von David Bohm werden in dieser ausgezeichneten kommunikationswissenschaftlichen Arbeit die Großgruppenverfahren Perspektivwerkstatt, Zukunftskonferenz und Open Space Technology unter Zugrundelegung verschiedener Kriterien (He­rkunft, Anwendungsgebiet, Zielsetzung, Rollen der Teilnehmer, Rollen der Moderatoren, Struktur des Verfahrens, Größe der Konferenz, Visions­bildung, Implementierungsstrategie) einander gegenübergestellt und bewertet.
 
Ausgehend von Erkenntnissen der Chaosforschung und der Systemtheorie skizziert der Autor zunächst die Entwicklung der Open Space Technology (O.S.T.) nach Harrison Owen, dessen Konzept vom „Spirit“ als verbindende und tragende Kraft „Systeme sich aus ihrer Tiefe heraus entwickeln“ lässt und das die „innere Haltung“ des Facilitators adäquat wiedergibt. Ein Spirit- und Facilitator-Konzept, wie es die O.S.T. beschreibt, findet sich in verschiedenen Ansätzen prozessorientierter Gruppenarbeit und in der Prozessarbeit Mindells (Worldwork). Eine wesentliche Rolle des Facilitators in diesem Prozess ist, Menschen zu ermuntern, Rollen einzunehmen und diese auch zu wechseln, da nach dem Verständnis der Prozessarbeit eine Rolle "nonlokal", also nicht an eine Person gebunden ist. Facilitators übernehmen ferner bestimmte Aufgaben in einzelnen Stationen oder Aspekten der prozessorientierten Gruppenarbeit , wie Themensammlung, Konsensfindung, Rollen und Geisterrollen, Barrieren und „Hot Spots“, momentane Lösungen, Metakommunikation und „Framing“. Vor allem die Beschreibung der Rollen-gebenden sowie der metakommunikativen und Rahmen-gebenden Fähigkeiten der Facilitators zeigen Berührungspunkte mit dem Dialogverfahren auf.


Enzyklopädische Artikel

Gewaltfreie Kommunikation.
Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Stand: 29. Dezember 2009 [NEU]

Mediation.
Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Stand: 12. Januar 2010. [NEU]

Open Space.
Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Stand: 17. Oktober 2009. [NEU]

Systemaufstellung.
Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Stand: 21. Dezember 2009. [NEU]

Themenzentrierte Interaktion.
Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Stand: 16. Januar 2010 [NEU]



Zu 9: Modellvorstellungen zum Verständnis dialogischer Prozesse
 
Sheldrake, Rupert: Morphische Felder. Aus: Der siebte Sinn der Tiere. Scherz,
Bern u. a. 1999, Seite 354–373. [Link nicht mehr aktiv.]
Selbstorganisierende Systeme besitzen auf allen Komplexitätsebenen eine Ganzheit, die auf einem charakteristischen organisierenden Feld dieses Systems beruht, seinem "morphischen Feld". Diese Felder entwickeln sich aufgrund der "morphischen Resonanz", also einer Art Schwingung, d. h. eines Einflusses, der sich fortspflanzt. Sheldrake erläutert in diesem Buchauszug leicht verständlich und anhand von Beispielen, was er unter "morphischen Feldern" und "morphischer Resonanz" versteht.

Sheldrake, Rupert: Morphic Fields.
Conversation with Claus Otto Scharmer, London, Sept. 23. 1999, 23 Seiten. [NEU]
 
Thissen, Frank: Das Medium und die Botschaft. Zur Bedeutung der Metainformationen in virtuellen Lernumgebungen. In: Friedrich Scheuermann (Hrsg.): Lernen in der neuen Organisationsformen. Campus, München, New York 2000, Seite 365–380.
Grundthese des Aufsatzes ist, dass der Lernkontext Wahrnehmung, Aufnahme und kognitive Verarbeitung der Lerninhalte wesentlich beeinflusst. Um dies zu belegen, geht der Autor auf die aktuellen Konzepte ein, die sich mit Lernen und Wahrnehmung auseinander setzen, wie z. B. das Konzept der Autopoiesis und der mentalen Modellek, die Vorstellung des Behiehungsaspekts kommunikativen Handelns und das dialogische Prinzip, wie  es von Buber, Bohm und Dhority formuliert wurde, sowie die Vorstellungen über die Beziehung zwischen Denken (Kognition) und Emotionalität.


David Bohm definiert den Dialog als "Fließen/Fluss von Bedeutung". Nach van den Heuvel führt dieser Bedeutungsfluss "wie Wasser zum Meer" zu einem Zustand von Kohärenz. Diesem Zustand von Kohärenz stehen verschiedene Blockierungen im Weg. Ein "master block" verhindert die Auflösung all dieser Blockierungen. Um zu erklären, wie diese Blockierung - die Hauptblockierung ist unser Selbst - aufgelöst werden kann, bedient sich van den Heuvel Analogien aus der Computersprache.
 
Varela, Francisco: Three Gestures of Becoming Aware. Conversation with Francisco Varela, January 12, 2000, Paris. Claus Otto Scharmer. 15 Seiten. [NEU]


Enzyklopädische Artikel


Hans-Peter Dürr. Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Stand: 08. Januar 2010. [NEU]

Kollektive Intelligenz.
Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Stand: 16. Januar 2010. [NEU]

Humberto Maturana.
Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Stand: 12. Januar 2010. [NEU]

Rupert Sheldrake.
Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Stand: 28. Dezember 2009. [NEU]